So kann man den Verlauf der Gehirnentzündung bei mir bezeichnen. Ohne Vorzeichen landete ich unansprechbar sofort auf der Intensivstation und bin heute zur Nachuntersuchung zum Krankenhaus schon wieder einige Kilometer zu Fuß gelaufen. Ich fühle mich zwar insgesamt noch recht schwach und bin leicht erschöpft, aber das ging doch recht gut und alles andere sieht ebenfalls gut aus.
Wegen dem Termin hatte ich gestern extra noch mal den Arzt angerufen, um sicher zu gehen, dass dieser Termin fix ist, da ich ihn in keinerlei schriftlicher Form erhalten hatte. Das reichte offenbar nicht, denn er war nicht eingetragen und ich musste über eine Stunde warten. Aber ich habe ja inzwischen mehr Erfahrung mit reizarmen Umgebungen…
Die Fachkraft vom EEG (dieser Kabelhelm) habe ich glücklich gemacht, denn ich habe extra kein Haarspray oder Gel verwendet. Dies erschwert nämlich die Untersuchung, was ich aber auch nur durch Eigenrecherche herausgefunden habe – gesagt hatte mir das zuvor keiner. Ihre Freude wurde dann aber doch noch getrübt, weil ich so viele Haare habe. Da würde ich ihr allerdings nicht entgegenkommen.
Den Arzt habe ich hingegen ziemlich enttäuscht. Aber eigentlich sollte er von sich selbst in mehrfacher Hinsicht enttäuscht sein. Wenn er und seine Kollegen gleich Vorfreude empfunden haben, bei mir ein abgefahrenes [sic!] Virus zu finden und nix herausbekommen, ist das sicher nicht meine Schuld. Und dann wollte er mir tatsächlich zur Verabschiedung die Hand geben! Also mit vollstem Willen, nicht einfach aus Versehen. (Einmal „Nein” reichte nicht.) Ich fand ihn zwar auch recht sympathisch, aber das war mir dann etwas zu viel Nähe. Außerdem war der viel zu jung.
Jedenfalls gibt es nur noch minimalste Abweichungen beim EEG und bald dürfte gar nix mehr auffällig sein.

- 2020.04.28, 15:20
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