Donnerstag, 18. Januar 2007


Allerneuste Erkenntnisse in der Genetik

Nach langjährigen Forschungen kann ich nun mit Sicherheit davon ausgehen, dass ich ein neues Gen entdeckt habe. Die Mehrheit der Menschen wird entsetzt aufstöhnen, dass es nun Gewissheit darüber gibt, dass diese Geißel der Menschheit nicht aussterben wird, da es immer wieder neue Generationen geben wird, die dieses Gen in sich tragen. Ja, es kann schon eine wahre Plage sein, mich stört es allerdings so gut wie nie. Mir bleibt allerdings kaum etwas anderes übrig, bin ich doch selbst mit diesem Gen behaftet. Und das kleine Monster ebenfalls. Daher auch meine tiefe Überzeugung, dass es sich um eine erblich bedingte Weitergabe von Verhaltensmerkmalen handelt. Denn immer wieder tauchen beim kleinen Monster Verhaltensweisen auf, die die Existenz dieses Gens deutlich erkennen lassen. Nachfolgend das jüngste Beispiel aus der Schule. Das kleine Monster wird aufgefordert, eine Rätselfrage zu formulieren. „Haben Rosen Dornen?”, fragt es. „Das ist doch viel zu einfach!”, antwortet abwertend die Lehrerin. „Wie ist denn die Antwort?”, erwidert das kleine Monster. „Natürlich ja!”, sagt überzeugt die Lehrerin. „Das ist aber falsch.”, korrigiert das kleine Monster – sicher mit einem Grinsen im Gesicht, „Rosen haben keine Dornen, sondern Stacheln!”

Falls Sie noch immer keine Ahnung haben, um welches Gen es sich handelt, so kann ich es hier auch noch mal in aller Deutlichkeit sagen: das Klugscheißer-Gen.

- 2007.01.18, 10:08
67 Kommentare - Kommentar verfassen



67 Responses to Allerneuste Erkenntnisse in der Genetik

  1. theswiss sagt:

    das ist aber kein Rätsel, sondern eine (Nicht-)Wissensfrage.

  2. NibblesChris sagt:

    Ich finde das völlig in Ordnung, sorgt es doch in meinem Falle zu wiederholten Heiterkeitsausbrüchen oder – in selteneren Fällen – zu reinigenden Wutausbrüchen mit hysterischem Einschlag.

  3. anna25bell sagt:

    lol, ja das is aber ein süßes Klugscheißer-Gen 😉

  4. nahlinse sagt:

    Das Gen habe ich auch. Frau Idoru meinte (soweit ich mich erinnere) auch, es bei sich schon mal entdeckt zu haben …

  5. pollon sagt:

    Die Auflösung hätten Sie doch nun aber wirklich nicht zu erwähnen brauchen 😉

  6. honigsaum sagt:

    Oioioi, arme Lehrerin… *malganzdezentangefragt*Planen Sie eigentlich weiteren Nachwuchs?

    • C. Araxe sagt:

      Eigentlich nicht. (Eigentlich deshlab, weil man nie nie sagen sollte.) Aber nicht, weil ich meine, dass es schon genug Klugscheißer gibt. *g*

      Apropos arme Lehrerin. Da fallen mir noch ein paar andere Beispiele ein. Das war allerdings schon in der ersten Klasse. Kinder schreiben ja oft anfangs Buchstaben spiegelverkehrt. Die Lehrerin schrieb ein spiegelverkehrtes „N” an die Tafel und erklärte: „Diesen Buchstaben gibt es nicht.” Das klein Monster: „Doch. Das ist ein russisches „I”.”
      Oder in der Mathestunde: „1 minus 9 kann man nicht rechnen.” „Doch, das ist -8.” Ja, ich kann sehr gut verstehen, dass es Lehrer nicht leicht haben.

  7. graefin sagt:

    😀
    Nee, das hab ich unter Garantie nicht, zumindest nicht voll ausgebildet.

  8. gulogulo sagt:

    dann ist das ja völliger blödsinn.

  9. Oh man. So ein Beitrag ausgerechnet jetzt, wo ich jeden Vormittag in der Schule Mäuschen spielen darf…manchmal beziehen mich die Leherer leider auch ein…

  10. es ist immer wieder erfrischend, vom kleinen monster zu lesen! schön, dass dieses gen vererbt wurde. gepaart mit ständiger neugierde ist es eine schatz, den es zu fördern gilt :o)

  11. eine rose ist eine rose … … ist eine rose!

  12. sokrates2005 sagt:

    Die Psychologie … würde das wohl eher in die frühkindliche Prägung einordnen. Als Sozialwissenschafter könnte ich noch Einflüsse der sozialen Umgebung geltend machen. Jedenfalls bedürfte es eingehenderer Analysen, bevor die Kausalität geklärt werden könnte.

    • C. Araxe sagt:

      Pah! Das ist doch zu einfach und vor allem keine neue wissenschaftliche Erkenntnis. Außerdem habe ich schon alles in Gang gesetzt für eine Nominierung des Nobelpreises für Medizin. Es gibt soundso viel zu wenig Nobelpreisträgerinnen. Da werden Sie doch nicht so reaktionär sein und sich diesem hehren Ziel entgegenstellen?

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