Freitag, 11. Mai 2018


Angepisst

Seit mittlerweile drei Wochen(!) befindet sich mein Laptop in Reparatur. Heute wurde ich nach dem gefühlt (wohl für beide Seiten) millionsten Anruf auf Montag vertröstet. Im Endeffekt kostet das insgesamt gesehen nicht nur Nerven, sondern ist auch nicht gerade billig – aber es muss ja nicht immer alles gleich neu angeschafft werden, nur weil etwas mal nicht funktioniert.
Bei der Bearbeitung ist so einiges schief gelaufen bzw. hat es ziemlich gedauert, bis ich erst einmal eine Diagnose bekam. Und die lautet: Urinschaden [sic!]. Nach einem anfangs ziemlich irritierenden Gespräch (ob ich wüsste, was da passiert ist…), war mir schnell klar, dass es sich hierbei um Terroristen handelt, die sich als Kuschelmonster tarnen. Dass ich das selbst bisher halbwegs mit Fassung getragen habe und nicht selbst terroristisch aktiv wurde, liegt allein daran, dass ich noch einen Uraltlaptop aktivieren konnte.
In anderen Situationen will man indes nicht auf irgendwelche Vorgängermodelle zurückgreifen oder sich mit Nachfolgermodellen beschäftigen, sondern erst einmal in Ruhe eruieren, was ein Urinschaden für Auswirkungen hat. Oder allgemein checken, ob das nicht ein Betriebssystem ist, dass zu viele Bugs hat. Ich bin da ja manchmal – trotz nicht gerade kleinen Ansprüchen – recht genügsam, wenn Sympathien vorhanden sind und man im Laufe der Zeit zumindest teilweise einige Unzulänglichkeiten toleriert, auch wenn sie eigentlich nicht akzeptabel sind. Wie auch z. B. bei twoday.net bin ich einfach jemand, der immer letzte Möglichkeiten wahrnimmt – im (realen) Leben gibt es eher selten einen vorgegebenen unausweichlichen Schlusspunkt. Aber eben (zumindest theoretisch) auch die Zeit, um sich darüber Gedanken zu machen, ob oder vor allem wie es weitergeht.

- 2018.05.11, 21:11
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6 Responses to Angepisst

  1. *g Also irgendwie werden mir Ihre Kätzchen gleich sympathischer, wenn sie in voller Absicht auf Apple MacBooks pinkeln. Womöglich ist das ja auch eine subtile Message, endlich mal auf einen leistungsfähigeren, preiswerteren Windows-Rechner umzusteigen anstatt viel Geld für hübschen Apple-Schrott auszugeben (die „Apple-ich-kotz-im-Strahl“-Videos auf YouTube mehren sich zunehmend).

    Unnötig zu sagen, dass sich Urin und Platinen gar nicht gut verstehen. ich wünsche Ihnen trotzdem viel Glück mit dem „reparierten“ MacBook. Zur Not kann man ihn ja immer noch als Entertainment-System ins Katzenklo integrieren.

    • C. Araxe sagt:

      Falls es dann doch einmal zu einem Treffen unsererseits kommt (auch wenn Sie sich dazu … ähm … nicht befähigt fühlen), dann werden ganz gewiss meine Fellmonster dazu ihren Beitrag leisten. Dabei könnte ich mir so viel anderes vorstellen.

    • C. Araxe sagt:

      Ich finde das nach wie vor alles andere als lustig. Status quo ist, dass ich keinerlei Info habe, wann ich endlich (nach vier Wochen!) verbindlich, also ganz, ganz wirklich meinen verlängerten Arm zur virtuellen Welt u. a. wieder in meinen Armen halten kann. Meine Behelfslösung taugt fast nur noch ansatzweise, dass ich nicht Amok laufe. Für die Vorbereitungen auf das Ende von twoday.net hätte ich mir schon agilere Möglichkeiten gewünscht und dann gibt es ja auch noch so etwas wie die Steuererklärung. Als ich heute bei der Zentrale auf der Matte stand, gab es wiederum keinerlei aussagekräftige Info. O.K., es war vorab erkennbar, dass da ziemlich Land unter ist, aber so eine Nonkomminikation ist schon auch in einer Servicewüste wie Deutschland schockierend. Für morgen wurde mir unter großem Indianerehrenwort versprochen, sich zu melden – ansonsten gibt es ein Eis. Nach bisherigen Erfahrungen ist das Eis nicht so abwägig, aber ich nehme dann wahrscheinlcih eher diverse Körperteile in Eis von diversen Mitarbeitern dieser Firma. Empathie hin oder her was deren Gegebenheiten betrifft.

    • Verweichlichen Sie, Frau Araxe? Ich beobachte hier einen massiven Einbruch in der nach oben offenen Araxe-Angstskala. Früher hätte Ihnen so ein Apple-Supportheini schon nach Ihrem ersten bösen Blick 2 Ersatz-MacBooks, 1 iPad Pro und 1 Einkaufsgutschein über 500€ überantwortet.

      Dass Sie immer noch etwas auf Indianerehrenworte von Apple geben, macht Mut, dass man Sie doch mal in 1-2 Jahren besuchen kann, wenn Ihre blutige Grundaggressivität endgültig in eine affirmative Altersmilde umgeschlagen ist. 😉

    • C. Araxe sagt:

      Nur so viel: es gibt kein Eis.

  2. […] diesem/n Erlebnis/sen hatte ich so meine Zweifel, ob ich hier nochmals einen Kontakt haben will. Nun hatte […]

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