Freitag, 2. Februar 2007


Bequemheit

Es ist schon etwas paradox, dass gerade dieser Begriff vom Aussterben bedroht ist und zunehmend der Vergessenheit anheim fällt und sich die weitaus längere Bequemlichkeit durchgesetzt hat.

(An was man so denkt, wenn das Wochenende in Sichtweite ist.)

- 2007.02.02, 16:19
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43 Responses to Bequemheit

  1. Brille sagt:

    Also, aus alter Bequemheit kenn ich (das) ja noch.

  2. aiiiia sagt:

    wann war bequemheit denn mal ein wort gebräuchlicher?

    • C. Araxe sagt:

      Oh, jetzt muss ich mich dazu bekennen, dass ich eine alte Schachtel bin. Also, ich kenn es noch.

    • aiiiia sagt:

      Sind Sie älter als der Duden? *staun* : )

    • C. Araxe sagt:

      Nö. 142 Jahre jünger. Als der Konrad.

    • aiiiia sagt:

      hmmmm…. 1829 + 43 mach dann 1871 – Sie haben sich wahnsinnig gut gehalten, frau araxe! ;o)

    • C. Araxe sagt:

      So ist das bei Untoten. *g*
      (wurde selbstredend korrigiert.)

    • aiiiia sagt:

      (Spielverderberin…) *schmollt*

    • C. Araxe sagt:

      Was erwarten Sie? Soll ich jetzt sagen, dass es kein Tippfehler war, sondern dass ich wirklich untot bin? Das glaubt mir ja soundso niemand (ja, es ist so, aber keiner glaubt mir das).

    • aiiiia sagt:

      na gut.
      aber Sie und ich wissen, dass Sie 1871 geboren sind

    • C. Araxe sagt:

      Ich weiß, dass ich nichts weiß. Das ist alles. Und gerade ich weiß auch sehr wenig, was meine Geburt betrifft. Ich kenne nicht einmal meine Mutter und werde sie auch nie mehr kennenlernen werden können.

    • aiiiia sagt:

      oh, entschuldigen Sie, das wusste ich nicht.
      ich will hier nur harmlos drauf rumreiten, dass Sie untot sind und Sie kommen mir mit Ihrer mutter. da muss ich mir dann gleich ganz dumme witze überlegen wie „wollen Sie meine haben?“ und rede mich um kopf und kragen, lande in 117+, werde entabonniert und geächtet und überhaupt….ääähhhh… wo war ich?

      ach ja: Sie sind untot. punkt.

      meine güte, das war aber mal eine ausnahme, dass ich besagte policy verletze – so ein unsinn aber auch… : )

    • C. Araxe sagt:

      Entschuldigung auch meinerseits, dass ich von geschwätzigem Hinundhergeplänkel zu (für mich) existenziellen Themen wechsel.

      Nun läuft Bauhaus in Endlosschleife und Sie sind schuld:

    • gulogulo sagt:

      sie hören werbesongs von dieser firma?

    • C. Araxe sagt:

      Nur ein Banause denkt an diese Firma. Man mag vielleicht noch an Weimar und dergleichen denken, aber hier zählt nur Peter Murphy und Umkreis. Und weil’s so schön ist – der Gassenhauer in dieser Richtung schlechthin:

    • aiiiia sagt:

      ok, die zeit und der whiskeypegel stimmen, um zu existenziellen fragen zurückzukehren.
      erläutern sie mir doch bitte zunächst, wieso Sie dieses bestimmte lied (oder video) assoziieren.

      wenn Sie möchten, kann ich für Sie auch eine diskussion lostreten, ob es ein segen ist die eigene mutter nicht zu kennen und so auch eines teils des elterninduzierten leids zu entgehen oder ob nicht doch etwas fehlt.
      auch wenn ich, um Ihnen das argumentieren zu erleichtern, gerne das eine oder andere extrem vertreten würde, so glaube ich doch, dass das leider sehr stark von der individuellen situation abhängig ist. wenn ich nachdenke, ob es dinge gegeben hat, die ich nur mit meiner mutter (respektive mit meinem vater) besprechen wollte, fällt mir leider nichts ein. sehr wohl habe ich aber ein total subjektives gefühl, dass ich die beiden doch irgendwie gerne in meinem leben habe.
      aber ist das schon die ganze wahrheit: der kopf braucht keine eltern, der bauch / die seele / das herz schon?

    • C. Araxe sagt:

      Oh, verpasst! Inzwischen ist Ihr Whiskeypegel sicher wieder gesunken, oder?

      Sie brachten das Thema wieder auf untot und hier der Text von dem Bauhaus-Song „Bela Lugosi’s dead”:

      White on white translucent black capes
      Back on the rack
      Bela Lugosi’s dead
      The bats have left the bell tower
      The victims have been bled
      Red velvet lines the black box
      Bela Lugosi’s dead
      Undead undead undead
      The virginal brides file past his tomb
      Strewn with time’s dead flowers
      Bereft in deathly bloom
      Alone in a darkened room
      The count
      Bela Lugosi’s dead
      Undead undead undead

      Sicher wird keine Mutter und kein Vater der Idealvorstellung, die sich gern hierzu gemacht wird, entsprechen, da Eltern auch nur Menschen sind, mit all ihren Fehlern und Schwächen. Welche gar nicht mal großes Leid hervorrufen müssen. Und das Fehlen dieser beiden Menschen steht unabhängig von dem, ob es anders nicht schlimmer gewesen wäre, im Vordergrund. Aber man lernt damit zu leben.

  3. Iggy sagt:

    ich liebe so altmodische ausdrücke wie: fürbass, alldieweil, bequemheit…

  4. wvs sagt:

    Ist es nicht …. so, daß ‚Bequemheit‘ einen anderen Wortsinn hat als ‚Bequemlichkeit‘?

    Bequemheit beschreibt doch wie es jemandem konveniert – wie es also ihrem/seinem Gutdünken entspricht: Beschreibung eines psychischen Zustandes ….

    Wohingegen Bequemlichkeit beschreibt, welcher physische Komfort erreicht ist ….

    • C. Araxe sagt:

      Und wo ist da die Grenze? Wenn ich physisch keinen Raum finde, um es mir bequem zu machen, dann finde ich das sicher auch nicht psysisch. Aber ich weiß, was Sie meinen. Denkfaulheit ist nur ein Aspekt von Bequemheit. Aber es geht ja gar nicht darum, dass man lethargisch alles hinimmt. Aktive Bequemllichkeit bedarf eines hohen Maßes an Koordination, wenn man davon einen Nutzen haben will. Das trifft auf physische und gleichwohl psychische Aspekte zu.

    • wvs sagt:

      Ich wollte Ihnen …. keinesfalls unterstellen, sie kennten den Unterschied nicht – mein Anliegen war, auf den möglicherweise unterschiedlichen Gebrauch des Wortes hinzuweisen.
      Ganz abgesehen davon:
      Wenn es (auch hier bei twoday) mehr Menschen gibt, die (z.B.) nicht zwischen „wieder“ und „wider“ unterscheiden können – wem nützt dann die Unterscheidung zwischen dem älteren und neueren Sprachgebrauch?


      Gerade der Hinweis auf Unzulänglichkeiten birgt doch die Gefahr, daß ‚Betroffene‘ sich zusammenrotten und von ihrer Unfähigkeit durch prollige Sprüche abzulenken suchen ….

      * edit *
      Sind Sie es nicht auch manchmal leid ‚Perlen vor die Säue‘ zu werfen?
      Ausschließlich ’smalltalk‘ kann doch nicht Selbst- oder Lebenszweck sein ….

    • C. Araxe sagt:

      Zu Ihrem * edit *:
      Ach, das ist mir eigentlich egal, ob ich hier verstanden werde oder nicht. Und ich finde es auch nicht schlimm, wenn beispielsweise auf einen ernst gemeinten Beitrag meinerseits mit spaßigen Kommentaren reagiert wird. Dazu nehme ich das Bloggen nicht wichtig genug. Vor allem, weil ich immer wieder daran denken muss, dass über Blogs nur ein Bruchteil der bloggenden Person sichtbar wird. Ganz gleichgültig wie extrovertiert ein Blogger ist. Mit anderen Worten: es kann immer nur allenfalls ein Kratzen an der Oberfläche sein. Für wirklichen Tiefgang halte ich das Medium Bloggen nicht geeignet. Deswegen muss man sich aber nicht zwangsläufig auf der obersten Schicht der Oberfläche bewegen. Kann man aber. Das sollte jedem selbst überlassen bleiben.

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