Montag, 30. September 2019


Come to Daddy

Irland / Kanada / Neuseeland / USA, 2018
Regie: Ant Timpson
Darsteller: Simon Chin, Martin Donovan, Stephen McHattie, Madeleine Sami, Michael Smiley, Elijah Wood

Der junge Möchtegern-Star-DJ Norval hat einen Brief von seinem Vater erhalten. Als kleiner Junge hat er ihn zuletzt gesehen, nun möchte sein Erzeuger, dass er ihn besucht. Aus der Großstadt reist er mitten in die einsame Wildnis, um alsbald festzustellen, dass das Verhältnis alles andere als harmonisch bezeichnet werden kann und ein Alptraum beginnt. Im Mittelpunkt steht hier eindeutig Elijah Wood, der den verweichlichten Hipster auch sehr überzeugend spielt. Alle anderen Darsteller haben keine so detaillierte Charakterzeichnung, was schon wichtig wäre, wenn es um Beziehungen untereinander geht. Zu Beginn noch atmosphärisches Psychothrillerdrama geht es im Laufe des Films immer mehr darum, möglichst viele schräge Ideen – am besten sehr komisch und sehr blutig – unterzubringen. Ab und zu wird nach den Anfangsszenen dann doch noch mal kurz in die emotionale Richtung geschwenkt und Ernsthaftigkeit eingestreut, aber hier geht es mehr um Unterhaltung als um Anspruch. Größtenteils kommt zwar keine Langeweile auf, für mich ergibt das aber auch kein gelungenes Ganzes. Und wenn die Botschaft sein soll, dass junge Männer heutzutage wieder mehr Eier haben sollen, so kann ich nur anmerken, dass mehr Intellekt wünschenswerter wäre.

Wiki
Trailer

- 2019.09.30, 13:44
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