Donnerstag, 25. November 2021


Das Leben in Zeiten von Corona, Teil 20

Die zunehmende Überlastung der Krankenhäuser, insbesondere der Intensivstationen und die damit noch größere Belastung des Krankenhauspersonals hat natürlich nur ausschließlich mit unserem missratenen Gesundheitssystem und politischen Fehlentscheidungen zu tun – ob geimpft oder nicht geimpft spielt überhaupt keine Rolle.
Dies meinte zumindest eine umgeimpfte Bekannte, die inzwischen zum Glück nicht mehr in einem Pflegeberuf tätig ist. Wie zynisch als Ungeimpfte so jegliche Verantwortung abzuwälzen… Das schrieb ich ihr auch semiöffentlich (nicht ohne andere Faktoren für die jetzige Situation ebenso zu erwähnen). Dass sie nicht geimpft ist, hatte sie nie explizit im privat eingeschränkten öffentlichen Raum geschrieben, aber ausreichend entsprechende Postings geteilt. Nach Jahrzehnten waren wir seit kurzem wieder in Kontakt, was sich schnell als kompliziert herausstellte, wenn es um das Thema Corona ging. Die Schotten waren sofort dicht und konstruktive Diskussionen nicht erwünscht. Tja, und nun sind sie ganz dicht, weil sie sich denunziert fühlt, obwohl sie selbst zugibt, dass ihre Einstellung für jeden erkennbar ist.
Ich sollte es wahrscheinlich besser doch ganz lassen, in irgendeiner Form einen Dialog zu versuchen. Zukünftig werde ich nur noch anmerken, dass ich bei der existenziellen Lotterie „Geimpft, genesen oder gestorben” viel Spaß wünsche und dass auch noch Trostpreise wie Long-Covid zu haben sind.
Und übrigens gibt es eine Forsa-Umfrage, bei der sich herausstellte, dass ca. zwei Drittel der Ungeimpften AFD-Wähler oder von „Die Basis” sind. Da hat der Corona-Virus vielleicht doch auch gute Seiten. (Ich kann durchaus auch zynisch sein.)

- 2021.11.25, 21:15
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5 Responses to Das Leben in Zeiten von Corona, Teil 20

  1. Stimmt, das ist auch meine latente Hoffnung, dass diese toxischen Leute sich und ihre DNA selbst mittelbar aus dem menschlichen Genpool entfernen und so zumindest zu einem nachhaltig besseren Ganzen beitragen. Denn entkommen kann man dem Virus langfristig kaum, es sei denn, man isoliert sich vollständig von der Außenwelt und bezieht sein Essen durch die Briefschlitzklappe der Haustür. Enjoy!

    • nömix sagt:

      Schade halt nur, dass diese Deppen vorher noch die dringend für andere benötigten Intensivbetten blockieren.

      • Ja, und es macht mich so wütend, wie wegen egoistischen, empathielosen Karnevalclowns, die meinten, am 11.11. in NRW ohne Maske eng an eng zu schunkeln und stratzesatt rumzuknutschen, nun lebenswichtige OPs anderer verschoben werden, weil sie 14 Tage später das Bett für sich akquirieren. Meine Gedanken sind auch bei jedem schwer verunglückten Motorradfahrer, der jetzt würfeln kann, ob er noch die adäquate Behandlung bekommt. #impfverweigerersindkiller

  2. C. Araxe sagt:

    Sie meinen, dass so etwas in der DNA enthalten ist? Ich deute da ja eher auf fehlerhafte Sozialisation.

  3. Ich bin ganz sicher, dass die DNA ein treibender Einflussfaktor auch für Entscheidungen ist. Ein gutes Beispiel sind bei der Geburt getrennte Zwillinge, die Jahrzehnte später beide eine blonde Frau haben, die gleiche Zigarettenmarke rauchen und dasselbe Bier trinken. Es gibt eine Untersuchung von Menschen, die in Holland während des 2.Weltkrieges Hunger gelitten haben. Man konnte nachweisen, dass die Nachfahren ein erhöhtes Risiko für Fettleibigkeit, Diabetes und Bluthochdruck haben. Die Spermien und Eizellen haben damals also bereits die Information bekommen, dass Essen ein knappes Gut ist. Es gibt Wissenschaftler, die sogar Unfälle oder Missgeschicke auf Genetik zurückführen, im Sinne, dass jede Entscheidung, die wir treffen, ihre Wurzeln in unseren Genen habe – z.B. wie aufmerksam und risikobereit wir Auto fahren.

    Ich vermute stark, dass man beim Typ „Impfverweigerer“, „Verschwörungstheoretiker“, „Dauerprotestierer“ bestimmte Eigenschaftsmuster feststellen kann, z.B. dass sie mit Veränderungen nicht gut umgehen können und eher ängstlich reagieren. Naja, und wir wissen alle, was Yoda gesagt hat: „Furcht führt zu Wut, Wut führt zu Hass, Hass führt zu unsäglichem Leid“. Diese herrische Diskussionsunfähigkeit und dieses störrische Beharren auf faktenfreien Überzeugungen hat tieferliegende Ursachen als Sozialisation. Und das ist wirklich nichts, was sich weitervererben sollte.

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