Freitag, 6. Januar 2006


Das Panthol-Experiment

In der Alchemistenküche des Gruselkabinetts brodelt es. Welches der üblichen begehrten Ziele soll erreicht werden?
Die Erschaffung von Gold, des Steins der Weisen oder eines Homunculus? Letzteres ist der Fall. Ein künstliches Wesen, genauer eine neue Art von Blogger ohne Fehl und Tadel.
So ungefähr …

Jeder, der schon etwas länger bei http://twoday.net ist und sich auch etwas mit den hier Bloggenden beschäftigt hat, dem wird Herr WVS kein Unbekannter sein. Immer wieder kam es in der Vergangenheit zu Konflikten. Hier geht es allerdings nicht darum, wer daran die Schuld trägt, sondern es soll ein neues Kapitel begonnen werden, bei dem alte Fehden außer Acht gelassen werden. Es zählt nun mehr nur noch das, was jeder der Beteiligten jetzt und in Zukunft tut. Hiermit kann von allen eine Selbstverpflichtung eingegangen werden, die grob umrissen folgendes enthält:

Keine Diskriminierungen auf Grund von Herkunft, ethnischer, politischer oder religiöser Zugehörigkeit, sozialen Gewohnheiten, sexuellen Neigungen, Sprachen, Geschlecht, Behinderung, Alter oder äußerlichen Merkmalen. Um das zu vereinfachen, geht es um einen Verzicht auf jede Art von Kritik, sei diese auch konstruktiv gemeint, da teilweise nur schwer zu entscheiden ist, inwieweit es sich hierbei um neutrale Formulierungen handelt oder diese abwertend gemeint sind. Das trifft ebenfalls auf alle Formen von Ironie zu. Eingeschlossen sind selbstredend Beleidigungen und Verleumdungen im üblichen Sinne.

Dies betrifft Äußerungen in Beiträgen oder Kommentaren, in denen beteiligte Blogger direkt angesprochen werden, aber auch indirekte Verallgemeinerungen, aus denen ersichtlich wird, dass damit bestimmte Blogger gemeint sind oder auch nur gemeint sein könnten.

In Zukunft wird sich also zeigen, wer wirklich willens ist auf dieses zu verzichten. Das bedeutet ganz klar eine Selbsteinschränkung bei der Themenauswahl der Blogeinträge, aber ich denke, es gibt genügend andere Themen, mit denen man sich beschäftigen kann.

Ich muss dazu sagen, dass die Auseinandersetzungen für mich teilweise einen gewissen Unterhaltungswert hatten. Ich war aber auch nie direkt involviert. Man möge mir dies nachsehen, mein Humor ist … nun ja. Für die Beteiligten war es dann aber wohl teilweise weniger lustig.

Zu diesem Experiment des besseren Miteinanderauskommens möchte ich noch anmerken, dass ich nicht gewillt bin, mich direkt mit jedem Blogeintrag und Kommentar zu beschäftigen. Es kann sich aber gerne an mich gewandt werden, wenn es Fragen oder Probleme gibt. Ich gebe allerdings zu bedenken, dass ich nicht im Besitz eines Heiligenscheins und auch nur ein Mensch mit all seinen Schwächen und Fehlern bin, dem nur ein subjektives Urteil möglich ist. Wahre Objektivität gibt es nicht.

So und nun ist es hier an der Zeit, sich zu der oben genannten Selbstverpflichtung zu bekennen.

- 2006.01.06, 21:20
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5 Responses to Das Panthol-Experiment

  1. TomsDiner sagt:

    Danke für den morgendlichen Lachanfall. Nun bin ich wach.
    Ich schließe mich Herrn Nestor an. Die Ruhe ist schon bei vielen seit langem eingekehrt. Ignoranz ist in diesen Fall keine negative Eigenschaft, sondern reiner Selbstschutz.
    Gebracht hat es (leider) absolut nichts.
    Sobald die Abende länger werden, geht das gleiche Spiel von vorne los. Reagiert man nicht drauf, werden neue Opfer auserkoren. Wenn nicht bei Twoday, dann halt woanders.

    Ne tschuldigung. Aber ich muss hier nichts unterzeichnen da ich es schon seit langem so praktiziere. Und wie man sieht, es bringt absolut nichts.
    Wir lesen uns, so die Internetgötter diesem Blog ein solch langes Leben bescheren, im nächsten Dezember wieder. Mal schauen wie lange dieser „Pakt“ dann gehalten hat.
    Ich würde ja viel eher Wetten abschließen wann auch dieses Friedensangebot seitens wvs/panthol/whatever ignoriert und gebrochen wird.

    Good night and good bye.

  2. Synopso sagt:

    gute vorsätze auch ich mache mir gerne vorsätze fürs neue jahr. nun dann werde ich mich gerne mit kritik an anderen bloggern zurücknehmen – ich galube auch nicht, dass mir das schwerfallen wird.
    ich drücke ihnen beide daumen, dass nicht auch sie zwischen die fronten geraten werden, wie es bei mir leider der fall war, als ich ausgleichend eingreifen wollte.

    wünschen wir uns allen ein friedliches 2006!

  3. ignatz11 sagt:

    Meine Kritik an Herrn WvS war sicherlich garstig und wenig ausgewogen – und hat eine entsprechende Reaktion hervorgerufen.
    Das Problem ist aber unter anderem: Selbst die wohlmeinendste Kritik wird meist mißverstanden. Insofern unterstütze ich die hier vorgeschlagene Selbstverpflichtung vollauf und hoffe allseits auf ein gutes Gelingen.

  4. C. Araxe sagt:

    Auch hier hat der twoday.net-Export offenbar nicht so gefunzt.

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