Mittwoch, 21. Oktober 2009


Das weiße Band



Österreich / Deutschland / Frankreich / Italien, 2009
Regie: Michael Haneke
Darsteller: Christian Friedel, Leonie Benesch, Ulrich Tukur, Ursina Lardi,
Burghart Klaußner

Das weiße Band – ein Zeichen für Unschuld und Tugend, die diese Kinder längst verloren haben und die ihnen erst recht nicht wieder eingeprügelt werden kann. Sie wachsen unter äußerst autoritären Bedingungen (als Erziehung mag man so etwas heutzutage gar nicht mehr bezeichnen) und voller Brutalität in einem protestantischen Dorf in Norddeutschland in Zeiten kurz vorm Ersten Weltkrieg heran. Und mit ihnen wächst im Verborgenen etwas anderes. Wer Grausamkeit sät, wird noch mehr Gewalt ernten. Wenn man in die Augen dieser Kinder blickt, so ahnt man, dass die Misshandlungen früher oder später ihre Folgen haben werden. Diese Blicke vergisst man nicht so schnell – ebenso wie den ganzen Film nicht, der in seinen stillen Schwarzweißbildern keinesfalls ruhig sondern unsagbar erdrückend wirkt.

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Trailer (2)

- 2009.10.21, 11:44
8 Kommentare - Kommentar verfassen



8 Responses to Das weiße Band

  1. OT: Ich habe gerade einen Google-Referrer mit folgender Suchanfrage (aus Hamburg) bei mir gefunden: „dürfen schwangere Frauen ins gruselkabinett“.

    Könnten Sie sich um eine Antwort bemühen? Ich denke, dass ist eher Ihr Fachgebiet.

  2. C. Araxe sagt:

    Sicher. Reinkommen darf eigentlich jeder.
    Rauskommen ist ein anderes Thema.

  3. pathologe sagt:

    Rauskommen waere in diesem Fall aber eine Fruehgeburt.

  4. C. Araxe sagt:

    Es ging mir ja eher ums Nichtrauskommen.

  5. Nach Ihren Antworten scheint mir doch eine allgemeine Schwangeren-Warnung vor dem Besuch des Gruselkabinetts angebracht.

  6. C. Araxe sagt:

    Ich gebe zu bedenken, dass ich nichts darüber geschrieben habe, was das Rauskommen verhindert.

  7. Was nach meiner Einschätzung eher risikoerhöhend wirkt, da man überhaupt nicht abschätzen kann, mit welchem Verhalten man sich plötzlich an den terminalen Abgrund bringt.

  8. C. Araxe sagt:

    Sie können ja mal Frau Monsterkeks befragen. Da war es nicht eine Frage des nicht mehr Könnens, sondern des nicht mehr Wollens.

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