Montag, 23. März 2009


Des Lebens ganze Schärfe

Es ist schon etwas länger her, dass sich das kleine Monster in diesem Zustand befand. Lange hatte es gedauert, bis es wieder etwas Scharfes anrührte. Mit aller Vorsicht. Nun stand ein erneuter Besuch des Gewürzmuseums bevor. Den Adel, der die Stadt aufsuchte, zog es dorthin – für Küchenbedienstete reicht es anscheinend nicht mehr, so dass die eigenen diesbezüglichen Kenntnisse bereichert werden mussten. Jedenfalls beschloss das kleine Monster am Abend zuvor im trauten Gruselkabinett erneut eine Chilischote zu essen. Die eingelegten Chilis sind ja nicht so scharf … Dieser Mut erfreute mich. Sicher, aus Fehlern lernt man. Aber kann man wirklich genau den gleichen Fehler noch mal machen? Alles ändert sich und ich finde es bedauerlich, wenn man sich wegen einstmals gemachten Erfahrungen selbst beschränkt. Da mag man zwar auf der sicheren Seite sein – Schärfe ist ja nicht immer angenehm –, aber so ganz ohne ist doch alles recht fad.
Die imaginäre Chilischote lässt sich überall finden. Wenn man denn dazu bereit ist.

- 2009.03.23, 9:56
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26 Responses to Des Lebens ganze Schärfe

  1. Paulaline sagt:

    Kommt nur darauf an, wie oft man schon draufgebissen hat.
    Mit jedem Mal werden doch die Abstände größer bis zum nächsten Biss.

  2. gulogulo sagt:

    man sagt ein großer schluck wodka lindere die schmerzen.

  3. C. Araxe sagt:

    Oder man lernt damit umzugehen.

  4. C. Araxe sagt:

    Alkohol als Allheilmittel ist aber auch nur begrenzt einsetzbar.

    Im Fall vom kleinen Monster wurde von ihm selbst im Museum ein Mittel entdeckt, dass es eher sogar zu solchen Aktionen animieren würde. Eis nämlich.

  5. gulogulo sagt:

    on the rocks also. minimo scheint entgegen der herkunft der vorfahren gen westen zu tendieren.

  6. Paulaline sagt:

    Ja, aber auf jeden Fall wird man nie wieder unvorbelastet reinbeißen.

  7. C. Araxe sagt:

    Das nicht. Trotzdem würde etwas fehlen, würde man deswegen darauf verzichten. Und wie schon geschrieben – ganz genauso ist etwas nie wieder. Scharf ist nicht gleich scharf. Das mag manchmal einfach nur schmerzhaft sein, dann aber auch wieder sehr bekömmlich.

  8. C. Araxe sagt:

    Milcheis hat doch einen direkten Bezug. Zumindest zum weiblichen Elternteil.

  9. Mahakala sagt:

    Adel, Museum, Küchenbedienstete?
    Ich find’s jedenfalls schön mal wieder was vom kleMo zu lesen, wenn es schon nicht selber schreibt …

  10. C. Araxe sagt:

    Theoretisch gibt es mindestens drei Beiträge pro Tag vom kleinen Monster.

  11. Mahakala sagt:

    Man hat als Schüler eben keine Zeit …
    Um nochmal auf das Küchenpersonal zurückzukommen,
    sind Sie etwa ihre eigene Magd?

  12. C. Araxe sagt:

    Ich bin ja nicht adelig und somit zu nichts verpflichtet. Ansonsten habe ich das kleine Monster.

    (Genug Zeit würde ihm aber trotzdem noch zum Bloggen bleiben.)

  13. Mahakala sagt:

    Hat es denn schon eine kleine Freundin? *g

  14. derbaron sagt:

    Für eine Freundin hat es immer noch zu scharfe Krallen 😉

  15. C. Araxe sagt:

    @Herr Mahakala
    Nee, das ist noch das Alter, in dem alle Mädchen eine Katastrophe sind.

    @Herr Baron
    Das Einsetzen von Krallen wurde ja provoziert.

  16. derbaron sagt:

    Aja? Wovon denn? Von den Schwankungen der Landungsbrücken?

  17. C. Araxe sagt:

    Zu viel Lob bewirkt meist das Gegenteil. *g*

    (Sein’Se froh, dass keiner „Nicht auf in die Elbe!” rufen musste.)

  18. Mahakala sagt:

    Mädchen SIND doof, Frau Araxe! *gg

  19. C. Araxe sagt:

    Ach, Sie sind immer noch in diesem Alter, Herr Mahakala?

  20. Mahakala sagt:

    Wie alt ist es denn, das Monster klein?

  21. C. Araxe sagt:

    Auf Fragen, die durchs Lesen im virtuellen Gruselkabinett beantwortet werden können, bekommen Sie von mir keine Antwort. *ggg*

  22. Mahakala sagt:

    Helfen Sie mir doch mal auf die Sprünge!

  23. Mahakala sagt:

    Alles klar und vielen Dank: auf der Kerze steht’s! 9.

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