Sonntag, 2. September 2018


Die Sache mit dem Glück

Das Glück im Alltäglichen zu sehen, in Kleinigkeiten, denen man oft viel zu wenig Beachtung schenkt, ist die eine Sache und vor allem wichtig, um sich nicht nur bei außerordentlichen Begebenheiten glücklich zu fühlen. Und es ist oft auch sicher nicht einfach, dieses meist stille Glück zu sehen und zu schätzen. Aber all dieses kleine Glück hat meist mehr oder weniger keine Bedeutung, wenn einem das Leben auf voller Breitseite erwischt. Da nützt es z. B. oft wenig sich bewusst zu machen, dass es anderen womöglich noch viel schlechter geht. Unterstützung durch einem Nahestehende sind zwar als Hilfe nicht zu unterschätzen und mehr als wichtig, aber dies allein reicht vielmals auch nicht. Selbst das größte Potential, das man hat – sich selbst –, hilft bei größter Kraftanstrengung (soweit man dazu überhaupt in der Lage ist) nicht viel weiter, wenn geballt Murphys Gesetz zuschlägt. Auf manche Entwicklungen hat man sicher zuvor selbst Einfluss, manches ist jedoch auch jenseits vom eigenen Einfluss. In meinem Leben ist vieles alles andere als glatt gelaufen (sowohl abhängig von mir, aber auch vielfach durch äußere Umstände bedingt) – irgendwie habe ich es aber immer geschafft das halbwegs zu bewältigen. Aber diesen Eigenanteil würde ich auch nicht zu hoch bewerten – vieles ist auch einfach Glückssache. (Und dennoch mag ich Eichhörnchen.)

- 2018.09.02, 20:07
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4 Responses to Die Sache mit dem Glück

  1. Zucker sagt:

    Meine Erfahrung: Wenn etwas schief geht im Leben, dann immer geballt, so daß man, auch wenn man alle Kraftreserven hevorholt, sich manchmal tatsächlich fragt, warum alles auf einmal geschieht und wie man das bewältigen soll. Aber genauso geballt verschwinden die Pechphasen auch wieder. Und vielleicht ist es ja ganz gut so, damit man dann die Phasen des Luftholens besser genießen kann.

  2. wvs sagt:

    Die „volle Breitseite“ ist manchmal geeignet einen Menschen völlig aus der Bahn zu werfen – es gibt genügend Beispiele von ehemals *Prominenten*, denen genau das passierte …. und denen dieses Quäntchen Glück fehlte, das Sie da am Ende der Erörterung als Rettung aus der Bredouille anführen. Und was den bekannten Personen passiert gilt natürlich auch für die Durchschnittsmenschen, nur wird es bei denen viel schneller ‚eng‘, da sie nicht soviel Manövriermasse, soviel zuzusetzen haben.

    Sie schreiben „.. das halbwegs zu bewältigen ..“ – das klingt nach aktuell & noch nicht erledigt. Brauchen Sie Hilfe?

  3. Ich halte an dem Glauben fest, das mir nicht mehr aufgeladen wird, als ich tragen kann.
    Auch als das Schicksal damals ganz schwer zuschlug, konnte ich mich damit aufrecht halten, das meine Aufgabe jetzt nicht sein kann jammernd am Boden zu liegen, sondern eine starke Stütze zu sein.
    Aufgeben .. ist nicht meins.
    Und wenn das dunkle Tal durchschritten ist, scheint auch wieder die Sonne.
    Liebe Grüße 🙂

  4. es ist wie beim würfeln. man kann eine glückssträhne haben, und danach folgt eine pechsträhne. auf lange sicht würfelt man nicht mehr sechsen als andere ziffern. deshalb bin ich immer skeptisch bei zu viel glück.

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