Montag, 26. März 2007


Die Schrecken der Wälder

Die Bäume sind noch kahl, tragen aber dennoch schon schwer. Da ein kleines Monster, dort ein kleines Monster. Ich klaube sie von den Ästen, wenn sie den Weg zur Erde nicht mehr finden, weil diese so schwindelerregend weit entfernt ist. Das Leben tobt auch unter den Rinden der Bäume, die das Leben aufgegeben haben und überall dort, wo sich die inzwischen wieder erstarkte Sonne dennoch nicht hintraut. Manch einer der lichtscheuen Bewohner wird sich nicht über den ungebetenen Besuch gefreut haben. „Engherzig schleicht er durch das Moos, beseelt von dem Gedanken bloss, wos dunkel sei und feucht und hohl, denn da ist ihm pudelwohl“, schrieb schon Wilhelm Busch. Aber es gibt noch so viel anderes zu entdecken. Hinter jeder Wegbiegung wartet ein neues Königreich, das erobert werden will. Gefährliche Kreaturen, der Gemeine Mooswüterich und der Große Wurzelbeißer, geben ihr Bestes, um diese Schätze zu bewachen, aber davon lassen sich kleine Monster nicht einschüchtern …



Gemeiner Mooswüterich



Großer Wurzelbeißer

- 2007.03.26, 21:16
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37 Responses to Die Schrecken der Wälder

  1. hobo sagt:

    Großes gemeines fotosbewundernd guckendes Blogmonster

  2. Eugene Faust sagt:

    In allen vier Ecken soll Schrecken drin stecken 😉
    (Danke für den Eintrag in mein „Poesieblog“)

  3. Was meint denn Ihr Hausmonster zu den Waldmonstern?

  4. NibblesChris sagt:

    Genial! 😀
    Der gemeine Mooswüterich ist bestimmt mal eine Ente gewesen (ein Erpel, um genau zu sein)

  5. sokrates2005 sagt:

    Schlangen … sollen vermodernde Baumstämme auch sehr gerne haben nebst diversen Käfern und Ameisen …

    • C. Araxe sagt:

      Wir haben aber leider (oder zum Glück für die Schlangen) keine entdeckt, obwohl die bei dem derzeitigen Wetter längst aus der Winterstarre erwacht sein müssten. Oder gerade deswegen – ein Platz an der Sonne wird da einem vermoderten Baumstamm vorgezogen. Naja, es krabbelte da trotzdem ausreichend anderes herum.

    • Orinoko sagt:

      In einem Hamburger Park Schlangen zu entdecken stelle ich mir denn auch arg schwierig vor, es sei denn man nähme gleich eine eigene mit.
      Sollten Sie unter Bäumen nach Schlangen suchen, empfehle ich Obstbäume. Obstbäume, vor allem tragende, werden gern von kleinen Nagern aufgesucht. Diese wieder sind bei Schlangen recht beliebt.
      Übrigens der Grund, warum Menschen in schlangenreichen Ländern wie Indien sich zwecks Nickerchen nicht unter Obstbäume legen.

    • C. Araxe sagt:

      Nein, nein. Das war kein Park und auch nicht in Hamburg, sondern der Sachsenwald. Mit 70 km² ist der nicht gerade klein und beherrbergt mit Sicherheit eine Menge Schlangen. Davon abgesehen nimmt die Anzahl der Kulturfolger stetig zu. Warum sollten sich nicht auch Schlangen zu den hemerophilen Tieren gesellen?

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