Mittwoch, 1. Dezember 2021


Die Transformation des Gruselkabinetts, Teil 22

Nun ist die Schlüsselübergabe zwei Jahre her und meine vorjährige Einschätzung trifft eigentlich nach wie vor zu. Die fehlende zentrale Lage tritt nun aktuell mit Homeoffice zwar wieder etwas in den Hintergrund und die Badewanne ist in der Projektliste inzwischen ganz weit nach oben gerutscht. Ich habe mich nämlich entschlossen, diese schon vor einer Komplettsanierung des Bades anzuschaffen, da ich ja soundso eine freistehende Badewanne möchte und Anschlüsse vorhanden sind. Theoretisch könnte das Bidet bleiben und es wäre trotzdem Platz für eine Badewanne, aber der Standort für die Badewanne ist so optimaler und praktisch habe ich mich dann doch nicht so an die Benutzung eines Bidets gewöhnt, als dass ich es unverzichtbar finde. Ansonsten wurde im Bad auch schon einiges erneuert. Der nicht so wirklich zum Gruselkabinett passende Waschtisch wurde samt Spiegel und Beleuchtung ausgetauscht. Es war gar nicht so einfach etwas zu finden, das zum einen meinem Geschmack zusagt und zum anderen zu den räumlichen Gegebenheiten passt, die nur bedingt anders bei einer Neugestaltung sinnvoll zu nutzen wären. Jedenfalls gibt es nun einen Waschtisch mit Marmorplatte und einem schwarzen Holzunterbau, der wie eine Kommode aussieht, die zwischen Shabby und Gründerzeit changiert, die eine klassische Armatur von Hudson Reed in Chrom mit schwarzen Keramikgriffen hat (das Design der Armaturen wird auch auch bei Dusche und Badewanne eingesetzt werden). Zudem gibt es nun einen großen (!) Spiegel mit einem Holzrahmen in Altsilber mit eher dezenter Ornamentik. Und eine Beleuchtung in Form einer schwarzen metallenen 3er-Wandleuchte darüber, die allein wirklich für ausreichend Licht sorgt. Zu viel nach Meinung des kleinen Monsters, weil es in seiner Höhenlage geblendet wird, aber da kann man ja noch etwas machen (Smart Home) bzw. sollen soundso noch indirektere Lichtquellen hinzukommen. Auch wenn die komplette Umgestaltung (vor allem neue Fliesen) des Bades noch in weiter Ferne liegt, habe ich schon eine Wand von ihrer weißen Farbe befreit (für mich sind weiße Wände kein annehmbarer Zustand). Diese Wand erstrahlt nun in handgemalten Türkisblautönen, bei denen man sich quasi schon am Mittelmeer befindet. Noch ist ja gar nichts fertig und ich verzichte auf Fotos, aber vielleicht reichen ja meine Beschreibungen, um von den derzeitigen Zuständen eine Vorstellung zu haben.
Ein massiver weiterer Pluspunkt für mein persönliches Wohlbefinden beim Einrichten des neuen RL-Gruselkabinetts war ja, dass ich nun eine überdachte Terrasse habe. Und nach einiger Verzögerung auch mit der Installation einer Markise hierfür. Nun ja, die Zeiten, wo man Zuflucht vor der Sonne sucht, sind derzeit vorbei. Irgendwann will ich auch die Terrassenüberdachung zu einen Wintergarten oder vielmehr in einen temporären Jahresgarten umwandeln. Ad hoc fand ich, dass es eine gute Idee ist, als Übergangslösung Planen zu nutzen. Gut befestigt halten diese auch und ich könnte ganz entspannt die Terrasse nutzen, wenn es nicht massive Sturmböen geben würde. Dann ist ist das zwar nicht so optimal, aber erfüllt trotzdem seinen Zweck. Wie so vieles andere im Leben auch. Besser, dass es einen nicht so vollkommenen Schutz gibt, als gar keinen.

- 2021.12.01, 22:58
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16 Responses to Die Transformation des Gruselkabinetts, Teil 22

  1. pathologe1 sagt:

    Wenn das Monster geblendet wird, könnte man aber auch zwischen Knie und Knöchel mittels einer Knochensäge… Dann wären Sie auch wieder bei Diskussionen auf Augenhöhe.

    Was Ihr neues Domizil angeht: ich muss zugeben, altersbedingt würde ich noch nicht mal mehr ihr altes Domizil finden, selbst auf einer guten Landkarte nicht. Das bedeutet also, dass ein neuer Termin zur Besichtigung des neuen Domizils vereinbart und, natürlich nur unter schützender Unterstützung durch Herrn Neon, durchgeführt werden muss.
    Icc werde auch ausreichend Braunülen zum Aderlass mitbringen.

    • C. Araxe sagt:

      Schon im alten RL-Gruselkabinett wurde für das kleine Monster ein Bett in Überlänge angeschafft, das mit größter Mühe in sein jetziges Reich im Dachgeschoss über eine sehr, sehr schmale Treppe hinauf transportiert wurde. Zwar nicht von mir/uns, aber ich habe nach wie vor Hochachtung vor der Leistung der Mitarbeiter des Umzugsunternehmens. Diese mühselige Arbeit soll nicht umsonst gewesen sein und so kommt eine Verkürzung des kleinen Monsters nicht in Frage, auch wenn ich diese für mich persönlich als durchaus interessantes Vorhaben sehr spannend finden würde.
      Hach ja, es ist ja nicht nur das Bett, sondern auch der von mir übernommene Schreibtisch, der nun dort seinen Platz gefunden hat. (Wenn ich mir diesen alten Beitrag ansehe, so kann ich es mir fast gar nicht mehr vorstellen, dass es mal Zeiten ohne Flachbildschirme gab, aber das Seniorfellmonster vermisst diesen sicher immer noch.)
      Ein Besuch des „neuen” Domizils ist eigentlich jederzeit möglich. In der kalten Jahreszeit könnte ich auch eine Überbelegung der Kühltruhen ganz einfach managen – nach der diesjährigen Inanspruchnahme durch Tomatenhorden habe ich derzeit wieder Platz im Garten. Aber so richtig schön wäre es erst wieder bei wärmeren Temperaturen, wenn der Garten auch wieder in voller Pracht zu erleben ist. Und bestenfalls der Pool wieder aufgebaut ist. Dieser ist ja nicht nur für Poolparties bestens geeignet, sondern auch, um Spurenbeseitigung auf bequeme Weise einzuschränken.

    • Bei einem Besuch in wärmeren Zeiten bestehe ich auf jeden Fall auch auf einem halb gefüllten Pool (nein, besser nur eindrittelgefüllt, falls Herr Pathologe auch noch zusteigt), eine Flasche Veuve Clicquot Grande Dame und Frau Sünderin in einem sexy Nonnenkostüm. Das ist mein letztes Wort!

  2. Die Sünderin sagt:

    Sexy Nonnenkostüme sind ja eh meine Alltagskleidung, also kein Problem!

  3. […] zumindest von der Straße zu holen. Mein Vorhaben, mir noch vor der kompletten Badsanierung, eine Badewanne zuzulegen habe ich inzwischen auch umgesetzt. Für die ausgewählte Badewanne gab es hier in […]

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