Freitag, 2. Juni 2006


Fallstudien

Unachtsamkeiten können schwerwiegende Folgen haben oder manchmal auch nur selbst schwerwiegend sein.

Zum Inventar der Küche des Gruselkabinetts zählte seit langem ein schwerer gusseisener Topf, dessen Existenz schon von vielen verflucht wurde, da er nicht gerade leicht handhabbar ist und auch gewisser Pflege bedarf. Das sind aber nur die beim rudimentären Gebrauch auffallenden Eigenschaften, die einen Umgang nicht einfach machen. Wie bei vielen Angelegenheiten, die zunächst durch ihre Kompliziertheit manchen abschrecken mögen, bewies er bei einer intensiveren Benutzung seine wahrlich guten Seiten, die sehr geschätzt wurden. Der Deckel zu diesem Topf war nicht minder schwer. Trotz seiner Schwerfälligkeit entschloss er sich aber vor einigen Tagen zu einem waghalsigen Sprung in die Tiefe. Und überlebte diesen leider nicht. In Zeiten von Ebay ist dies zum Glück nicht sehr tragisch – soeben wurde Ersatz besorgt. Wenn man nur immer so einfach einen passenden Deckel finden könnte …

- 2006.06.02, 11:11
66 Kommentare - Kommentar verfassen



66 Responses to Fallstudien

  1. Nun haben Sie sicher einen bruchsicheren Deckel gekauft, ja?

    (Passende Deckel stehen meistens in den Kategorien und Rubriken, in denen man zu suchen nie auf die Idee käme.)

  2. theswiss sagt:

    zu jeder alten Schachtel Pfanne gibt’s doch irgendwo den passenden Deckel.

    • C. Araxe sagt:

      Jaja. Betonung auf irgendwo.

    • DonnaVivace sagt:

      wie sagten schon die begabtesten „deckelagenturen“. wer nicht mehr sucht, der wird gefunden werden :o)

    • C. Araxe sagt:

      Sucht ist soundso problematisch.

    • DonnaVivace sagt:

      tata!! meine damen und herren, hier ist der gemanistikblog. bitte überlegen sie sich ihre worte – besonders am freitag vor pfingsten – gaaanz ganau!!
      nebenbei: für zerspringbare deckel ist ein auffangen vor dem aufprall hilfreich :o)

    • C. Araxe sagt:

      „Gaaanz genau!!!“
      Ja …
      Und deswegen (wenn schon, denn schon) bitte das Germanistikblog.

      Aber Sie können auch gerne Klugscheißerblog schreiben. *g*

      Und bisher war ich der Meinung, dass dieser Deckel unzerspringbar ist – aber man lernt halt nie aus.

    • DonnaVivace sagt:

      seufzz (das blog!! klar!) frau araxe, ich dachte, ihr gussdeckel ist durch aufschlagen zersprungen? also ist er doch zerspringbar, denn sonst würde ihm der aufprall ja nix ausmachen. der deckel ist vermutlich deshalb nicht mit harten konfrontationen vertraut, weil er eben ein *er* ist und irgendwie alles deckeln wollte. guss ist auch nicht mehr das, was es mal war. außerdem – das ist jetzt meine URURpersönliche meinung – ist das deckeln mit guss+eisen noch viel problematischer. deshalb werde ich vermutlich demnächst ein neues blogdings aufmachen, damit gusseisengeschädigte menschen sich auf meiner virtuellen couch ausheulen können. haben sie daran interesse, frau araxe?
      edit: frau klugscheißerblogschreiberin :o))

    • C. Araxe sagt:

      Der Deckel hatte schon des Öfteren etwas auf den Deckel bekommen und es hatte ihm bisher eben nichts ausgemacht. Also, er hatte keinen Sprung. Nun ja, das kennt man ja, ewig wird stillgehalten und dann auf einmal erfolgt die Explosion aus irgendeinem an sich nichtigen Anlass. Aber Sie sagen es, Gusseisen ist auch nicht mehr das, was es mal war. Trotzdem kein Grund, dem hinterherzuheulen, aber Ihre angebotene Couch nehme ich gerne an – man kann es sich dort sicher auch bequem machen, wenn man über angenehmere Dinge plaudern möchte.

    • DonnaVivace sagt:

      das sollte dann möglich sein, verehrteste 🙂 noch genieße ich die blogfreie zeit.

    • C. Araxe sagt:

      Fällt mir gerade so ein…
      Das gibt’s oder gab es auch irgendwo schon, aber man sollte das vielleicht noch einmal intensivieren: „Sie brauchen Ruhe von Ihrem Blog? Oder Sie wollen einfach mal in den Urlaub fahren, ohne darauf zu achten, wo das nächste Internet-Cafe ist? Ihr Blog-Sitter kümmert sich um Ihren Liebling!“

    • DonnaVivace sagt:

      na ja, aus bekannten gründen muss sich um unser altes blogdings ja KEINER mehr kümmern. und wenn der idealzustand erreicht ist, dann legen wir wieder los ;o)

    • C. Araxe sagt:

      Ja, in Ihrem aktuellen Fall besteht da kein Bedarf, aber oben genannte Bedürfnisse können dann ja bei Ihrem neuen Blog auftreten.

  3. DonnaVivace sagt:

    wenn ich ehrlich bin, hätte ich zur problemlösung gerne eine gusseiserne pfanne genommen 😉 aber ich bin ja eine dame :o)

  4. sokrates2005 sagt:

    Mein … gusseiserner Wok lässt ihnen und ihrem gusseisernen Deckel sein tiefstes Bedauern ausrichten.

  5. wvs sagt:

    Ein mittleres Stück Kette …. an der Decke befestigt – an der einen Seite – und an dem Topf – natürlich an dem anderen Ende – löst das Problem des Herunterfallens infolge Schwerkraft ….

    In die „Hall of Fame for Engineers“ werden Sie dagegen aufgenommen, wenn Sie es schaffen, für den Deckel – isoliert von der Umgebung – die Schwerkraft aufzuheben [was den interessanten Nebeneffekt hätte, daß der Deckel mit geringstem Kraftaufwand über weite Strecken bewegt werden könnte …. ]

    * edit *
    OK, ich gebe zu: Effektiver wäre die Aufhebung der Schwerkraft natürlich für Töpfe. Die sind schwer und unhandlich und deswegen ein besseres Objekt für Ingenieurseinfälle.

  6. wir haben hier zum 5. hochzeitstag den brauch, dass ein paar einen ochsenschwanz an die tür gehängt bekommt. das ist eine wahrlich gruseliger anblick, das kann ich bestätigen. und diese fliegen!! die paare müssen das teil nämlich ne woche hängen lassen! ekelig!!

  7. waschsalon sagt:

    Das sind Probleme! Viel schlimmer, wenn man einen am Deckel hat und keinen Topf findet…

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