Donnerstag, 8. Februar 2007


Ganz schlimm

„Wir hätten gestern noch neuen Kaffee kaufen müssen.”, seufze ich bei dem Blick in die fast leere Dose und stelle erleichtert fest, dass es noch knapp für eine Kanne reicht.
„Musst du denn jeden Morgen Kaffee trinken?”, fragt das kleine Monster.
„Ja.”, antworte ich erstaunlich schnell für meinen Zustand zu dieser Zeit.
„Stell dir vor, es wäre Krieg. Dann hättest du andere Probleme.”

- 2007.02.08, 9:10
68 Kommentare - Kommentar verfassen



68 Responses to Ganz schlimm

  1. hobo sagt:

    mmmhhhh also wenn Krieg wäre und ich hätte keinen Kaffee …
    also dann würde ich da gar nicht hingehen.
    Ich sage: Ohne Kaffee – kein Krieg!!

  2. NibblesChris sagt:

    OMG!!!!
    Kinder sind so…unbeschreiblich schlau!

  3. pollon sagt:

    Ohja, albtraumhaft ist das, wenn man den Kaffee vergessen hat zu kaufen, ganz schlimm. Aber nun: noch genügend Kaffee da und kein Krieg, wie angemehm das Leben doch sein kann.

  4. tilak sagt:

    @araxe tja, ich würde sagen, wenn der Kleine schon morgens an Krieg denkt, dann hat er wohl viele Gene von Ihnen geerbt 🙂

  5. sokrates2005 sagt:

    Wenn der Kaffee alle ist … kommt das sowieso einem Kriegszustand gleich …

  6. Ich dachte immer, dass sei der Satz, den die Eltern dem Kind im Supermarkt sagen, wenn es schreiend vor der Süßigkeitenabteilung steht…

  7. honigsaum sagt:

    Na, er auch! Ich schwanke zwischen großem Spaß und Entsetzen, wenn ich mir die weitere Entwicklung des Sprösslings vorstelle… Aber die Reibung ist ja andererseits das Schönste für Sie.

  8. gulogulo sagt:

    in ein paar jahrn wird das kleine monster merken, daß da draussen bereits krieg herrscht – jeder gegen jeden, alt gegen jung, mann gegen frau. 😉

    • C. Araxe sagt:

      Ach, wer weiß …
      „In der Not frisst der Teufel Fliegen.”, sagt man so. Und „Der Hunger treibt es rein.” Mir wurde da aber mal ein Erlebnis aus der Nachkriegszeit erzählt: Die Schwedenhilfe organisierte öfters Essen für Kinder. Klar, dass das zu der Zeit keine kulinarischen Hocherlebnisse waren. Und so gab es dann auch Eintöpfe mit Fleischbrocken, die mehr Fett und Knorpel/Sehniges enthielten. Alle Kinder schlangen das Essen in sich hinein. Nur der Erzähler nicht. Auch bei größtem Hunger konnte er so etwas nicht essen. Heimlich entsorgte er die Fleischstücke, denn es war ihm peinlich, dass er so wählerisch war.

  9. Pegasus200 sagt:

    Hallo!
    Das bringt mich ja auf eine interessante Idee!
    Die (westliche) Welt ist ja abhängig vom Öl der meist islamischen Länder.
    Was passiert, wenn die ihr Öl zurückhalten, haben wir in den letzten Jahrzehnten schon erlebt, George Dobbelbusch marschiert in die ölführenden Länder ein.
    Den Deutschen scheint das alles nur wenig zu jucken. Sie denken „das ist eh alles auf politischer Ebene, da stecken wir schon lange nicht mehr drin, keine Chance da etwas zu bewegen“
    Jetzt zur Frage des Tages:
    Was würde passieren, wenn der Kaffee in Deutschland plötzlich weg wäre?? Also kein Nachschub? Morgens halb 10 in Deutschland, kein Kaffee in den Tassen!
    Gäbe das die längst fällige Revolution?

    • C. Araxe sagt:

      Oh, das erinnert mich an Zustände im Jenseits. Denn dort ist Kaffee Mangelware. „Kaffee ist hier das Seltestende von allen Lebensmitteln, denn er erinnert uns an die Erde. … Glücklicherweise bringen solche Ahnungslosen wie du immer ein paar Bohnen im Bauch ihrer Seele mit, ohne es zu wissen. Deshalb können wir es kaum erwarten, ihnen diese Bohnen aus dem Schädel zu holen.”
      Wir werden also Zustände wie im Jenseits haben. *g*

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