Samstag, 8. März 2008


Hoch hinauf und tief hinab

Wenn man sich nur auf dem Boden aufhält, kann man nicht fallen. Etwas Bodenhaftung ist sicher auch ganz gut. Bleibt man aber immer dort, geht man zwar kein Risiko ein, wird allerdings auch nie die Höhe kennenlernen. Nie einen Blick haben, der in die Weite geht. Nie wissen, wie es ist, wenn man nicht nur unten ist. Das Verlassen des Bodens mag manchmal einen hohen Preis haben und ein böses Ende nehmen. Muss es aber nicht zwangsläufig. Wer nicht wagt …

- 2008.03.08, 19:03
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12 Responses to Hoch hinauf und tief hinab

  1. NibblesChris sagt:

    Das sieht mir aber eher nach Altersschwäche aus…

  2. C. Araxe sagt:

    Wie kommen Sie darauf?

    Also, auch im Alter, finde ich, sollte man sich einiges zutrauen, d.h. eben nicht engstirnig werden.

  3. NibblesChris sagt:

    Keine äußeren Verletzungen und ein seliges Grinsen im Gesicht.

    Aber ja, Sie haben ja Recht. Mein Laufwerk funktioniert heute nicht so richtig. 😉

  4. C. Araxe sagt:

    Nun gut, der Herbst ist schon lange vorbei, wenn etwas von den Bäumen fällt, aber so ein Großstadteichhorn lebt sicher auch nicht ungefährlich und ist weniger schlau als Ratten.

    Ich habe es übrigens liegen gelassen.

    Und nö, Sie sind doch nicht alt.

  5. Jetzt begehen die Tiere schon vor Ihren Augen Suizid, nur um von Ihnen für La-Bas präpariert zu werden. 😉

    Ihrer Kernaussage stimme ich voll zu, aber das ist wahrscheinlich sternzeichenbedingt. *g Ich bekomme regelmäßig ein Problem mit Leuten, die sich permanent unterfordern, die niemals an oder über ihre Grenzen gehen, die sich in einem Handlungsraum des ihnen Möglichen und Vorstellbaren gemütlich einrichten und Veränderung als etwas Beängstigendes sehen, dass es zu bekämpfen gilt.

    Wie will man wachsen, wenn man nie wagt, etwas zu tun, wofür man subjektiv noch nicht bereit ist? Leben ohne die Möglichkeit des Scheiterns ist nichts als das monotone Piepen eines abgestellten Herzschlagmonitors. Gruselig.

  6. C. Araxe sagt:

    Trotz des Geschriebenen muss ich allerdings auch zugeben, dass ich teilweise ein großes Sicherheitsbedürfnis habe, welches sehr wahrscheinlich biografisch bedingt ist. Aber eben nur teilweise. Der andere Teil ist dann wiederum um so risikofreudiger. Auch oft mehr, als es vielleicht gut wäre. Bereut habe ich das allerdings so gut wie nie. Ich würde es dennoch eher bereuen, wenn ich es nicht getan hätte.

  7. graefin sagt:

    Das arme Eichhörnchen 🙁

    Springen will gelernt sein.

  8. C. Araxe sagt:

    Ja, nun … Es ist nun mal so, Leben endet tödlich.

  9. schlepp sagt:

    Wenn Sie Ihre Metaphorik mit einem toten Eichhörnchen unterstreichen, könnte das bei manchen Leuten eine große Verunsicherung auslösen und sie nur noch mehr in ihren Prinzipien einer ausgeprägten Bodenhaftung bestärken (Schachtelsatz-Ende).

  10. C. Araxe sagt:

    Meinen Sie, dass sich viele Leute für Eichhörnchen halten? ;·)

    Man könnte auch darüber nachdenken, dass Eichhörnchen ziemliche Raffkes sind und viel mehr Vorräte sammeln, als sie brauchen. Was allerdings nicht weiter verwunderlich ist, da sie dies planlos tun und später nicht mehr alles wieder finden.

  11. Orinoko sagt:

    Ich habe die Situation auch erst verkannt, dem Eichhorn einen Gesichtsausdruck zugeschrieben und diesen so interpretiert, daß sie das Tier im Park einfach umgeschubst und dann am Bauch gekrabbelt haben.
    Lag es denn wirklich unter einem Baum?

  12. C. Araxe sagt:

    Ja, es lag unter einem Baum. Zuerst allerdings in einer anderen, noch misslicheren Lage. Auf dem Bauch liegend, die Schnauze in der Hinterlassenschaft eines Hundes. Irgendjemand, nicht ich, hat es dann umgedreht

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