Donnerstag, 21. November 2013


Mary & Max – oder: Schrumpfen Schafe, wenn es regnet?

Australien, 2009
Regie: Adam Elliot

Ein 8-jähriges Mädchen in Down Under quält sich durch ihr Leben, dass von Einsamkeit geprägt ist. Ihr Vater beschäftigt sich mit dem Ausstopfen toter Vögel und ihre Mutter meist mit Sherry. Der Hahn Ethel ist ihr einziger Freund, aber das ist nun mal kein Mensch. Beschäftigt mit der Frage woher die Babys in Amerika herkommen (Aus Cola-Dosen? Laut ihrem Großvater kommen sie in Australien aus Biergläsern.), schreibt sie blindlings mittels eines Telefonbuches einen Brief dorthin und dieser landet bei Max, einem 44-jährigen Übergewichtigen in New York. Max ist nicht minder einsam und hat so seine Probleme mit den Menschen, was auch daran liegt, dass er das Asperger-Syndrom hat. Zwischen den beiden entsteht eine Freundschaft, die von vielen Aufs und Abs, aber auch von sehr viel Schokolade geprägt ist.
Bei den Figuren dieses Animationsfilms denkt man vielleicht am ehesten an Wallace & Gromit, aber dies ist eher ein Film für Erwachsene. Trotz allem Witz, den man allerdings eher tragikkomisch bezeichnen kann, ist das alles sehr, sehr traurig, aber dennoch liebevoll und herzerwärmend erzählt. Sozusagen ernsthaft und trotzdem sehr unterhaltsam. Und auch den Wortschatz bereichernd – das Wort „durchwirrt” möchte ich nicht mehr missen.
Eine Hommage an Außenseiter und vor allem an die Freundschaft. Und genau deswegen das ideale Geschenk, das man seiner besten Freundin machen kann. Monsterdank nochmals an dieser Stelle an die Frau Sünderin!

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Trailer

- 2013.11.21, 22:01
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8 Responses to Mary & Max – oder: Schrumpfen Schafe, wenn es regnet?

  1. Dann lassen Sie uns bald mal einen Beste-Freundinnen-Schokoladen-Hot-Dog teilen …!
    Im Wissen um Ihre Molkereiprodukt-Perversionen möchte ich aber vorsichtshalber jetzt schon erwähnen, dass ich für gezuckerte Kondensmilch nicht zu haben bin!

  2. C. Araxe sagt:

    Keine „Molkereiprodukt-Perversionen” mehr? Also auch kein „Cowgirl forever”? Das glaube ich Ihnen nicht!

  3. Dieses Blog ist ein verlässlicher Garant fúr Hautprobleme. Drei Posts gelesen und ich krieg Plaque. Milchhaut does it for me.

  4. Plaque ist jetzt eine eher unbekannte Variation von Hautprlblemen.

  5. Google is your friend, Frau Súnderin. Oder nehmen Sie gleich mal ‚Röschenflechte‘ als Suchbegriff. Da kriegen Sie bestimmt Plaque. Egal, ob Haut oder Zahn.

  6. C. Araxe sagt:

    Nicht so zimperlich, Herr Neon. Greifen Sie doch gleich zu einem Gangrän – trocken reicht schon.
    (feines „ú” haben Sie da)

  7. Spooky, dieses Gangrän. Aber Milchhautplaque ist bei weitem schlimmer!

    Ich kämpfe noch mit der virtuellen Sonderzeichentastatur meines neuen Asus Memo Pads. Der (mit Android) besitzt eine andere Tastenreihenfolge als das iPad (mit IOS), daher kommen da manchmal so schöne „ú“s raus. Aber mir gefällt’s auch.

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