Freitag, 29. September 2006


Mindestens bewegungslos

Das Gruselkabinett bewegt sich nach draußen, d.h., es bewegt sich nicht – ach, schauen Sie doch einfach selbst nach.

- 2006.09.29, 7:31
68 Kommentare - Kommentar verfassen



68 Responses to Mindestens bewegungslos

  1. in-cognito sagt:

    ha,ich erinnere mich… als einer der letzten,die die ddr-abschlussprüfungen ablegen mussten,
    hab ich wirklich viele erinnerungen an diese zeit…
    richt euch!augen gerade aus!zur meldung an den lehrer die augen…links!…blablabla…
    wehrunterricht…stabü…zv-ausbildung…
    aus der anderen perspektive von heut aus betrachtet…ganz schön herb…

    • C. Araxe sagt:

      In 15 Sekunden eine Gasmaske aufsetzen:
      – Die Tasche mit den Blechknöpfen, die stets größer als die Knopflöcher zu sein schienen, öffnen.
      – Die Maske über den Kopf zwängen, da sie stets mindestens eine Nummer zu klein war, so dass das auch richtig doll an den Haaren ziepte. Besonders bei langen Haaren.
      – Den Filter anschrauben, dessen Gewinde stets nicht passen wollte.

    • in-cognito sagt:

      ja… und dieses behelfsschutzbasteln aus nylon-strümpfen und papiertaschentüchern…
      die komplette schule evakuiren,sich im keller verschanzen,brennende baumstämme löschen…schon sehr suspekt.aber damals waren wir mit elan dabei…

    • C. Araxe sagt:

      Kennen Sie dieses Video (ich glaube, auf DVD gibt’s den Film nicht): Kinder, Kader, Kommandeure? Erheiternd und erschreckend entlarvend – sehr empfehlenswert.

    • in-cognito sagt:

      nein… kannte ich noch nicht.
      danke für den tipp…

    • C. Araxe sagt:

      Die Ostalgie-Welle ist inzwischen doch wieder etwas abgeebbt. Da wurde ja sehr viel veröffentlicht, sowohl im literarischen Bereich als auch an Sachbüchern. Nach so ca. 30 Büchern fand ich es aber nicht mehr so interessant, da sich kaum noch neue Aspekte finden ließen. Aber falls Sie noch ein paar Buch-Tipps haben möchten, für nicht gerade aktuelle Veröffentlichungen, stehe ich gern zur Verfügung.

    • in-cognito sagt:

      danke danke… lesen bildet zwar,aber ich selbst habe
      die letzten 16 jahre selbst erfahren können.
      soweit man das als kind beurteilen kann…
      und das stimmt wohl,aktuelle veröffentlichungen ergeben einfach nichts mehr neues…

    • C. Araxe sagt:

      Ich muss dazu noch anmerken, dass das meinerseits sehr pauschal beurteilt war, dass es in dem Bereich nichts wirklich Neues mehr gibt. Ich bin da nach wie vor offen, wenn es etwas zu entdecken gibt. Nur mache ich mich nicht (mehr) exzessiv auf die Suche danach.
      Das finde ich jedenfalls schon sehr interessant, die Reflexionen von anderen zu selbst Erlebtem zu lesen.

  2. ConAlma sagt:

    Bewegungslos, doch haltbar: Madame, ich bin entzückt!

  3. Für jemanden, der nicht in der DDR gelebt hat, klingt das alles sehr exotisch.

    • C. Araxe sagt:

      Vieles war ja auch aus heutiger Sicht exotisch. Wenn ich nicht so schreibfaul wäre, gäbe es da noch einige Geschichten zu erzählen, die sich eben nicht in den hier meist üblichen Kurzbeiträgen* wiedergeben lassen, aber ab und zu wird dann im Gruselkabinett doch darüber geplaudert wie z.B. hier .
      *Jene sind allerdings nicht nur meiner Schreibfaulheit verschuldet, sondern auch in der Rücksichtnahme auf die Leser, die nebenbei noch arbeiten müssen. *g*

    • Produktionsarbeit als Unterichtsfach. Wenn ich mir das an heutigen Schulen vorstelle… . Unsere Politiker hatten ja auch mal die Idee, ein „Soziales Jahr“ für Schulabsolventen einzuführen.

    • C. Araxe sagt:

      Ein soziales Jahr würde ich gar nicht so schlecht finden. Und von der Grundidee finde ich so etwas wie Produktionsarbeit auch nicht verkehrt, nur wurde das in der Praxis ja sehr dürftig umgesetzt.

  4. frau araxe. ihre bewegungslosigkeit steht ihnen aber gut. wir wünschen ein schönes, langes wochenende 🙂

  5. honigsaum sagt:

    Im Osten war es ja doch ’ne Ecke härter… Aber die Wirkung des westlichen Sportunterrichts auf meine zarte Seele und meine weichen Muskeln war die nämliche.

  6. Wie sagte der Trainer so schön zu Jan Ullrich:
    „Quäl dich, du Sau!“

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