Dienstag, 28. Februar 2017


Morgen und das Grauen

Es ist alles immer noch wie ein böser Traum. Und morgen werden Tatsachen geschaffen, die äußerst schmerzltichst darauf hinweisen, dass das alles Realität ist.

- 2017.02.28, 20:48
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6 Responses to Morgen und das Grauen

  1. rosenherz sagt:

    Das erinnert mich an den Autounfall als Kind. Als ich aus der Ohnmacht erwachte, dachte ich, ich würde in einem schrecklichen Alptraum stecken. Ich versuchte krampfhaft aus dem grauen Nebel des Traums aufzuwachen. Beim Warten auf einen freien Operationsplatz begriff ich nach und nach, dass diese wahnsinnigen Schmerzen von den Knochenbrüchen in Becken und Beinen meine unverrückbare Wirklichkeit war.

    Darf ich fragen, was deine Wirklichkeit der Tatsachen ist, die du hier ansprichst und als äußerst schmerzlich empfindest?

    • C. Araxe sagt:

      Heute ist der Tag, an dem mein Ex ausgezogen ist.

    • rosenherz sagt:

      Oh!
      Wenn ich das richtig verstehe, bist du nicht einverstanden damit, dass er sich vertschüsst.

    • C. Araxe sagt:

      Ich bin hin und her gerissen. So kurz war die gemeinsame Zeit ja nicht und es gab viele schöne Erlebnisse, vieles, was man gern zusammen gemacht hat und die Gefühle sind trotz allem, was passiert ist, immer noch da. Andererseits sollte ich, wie auch schon zuvor geschrieben, froh sein, dass das nun so ein abruptes Ende findet, denn nachdem was passiert ist, hätte man nicht einfach so weitermachen können. Im Gegenteil würde fast jeder sagen, dass daran gar nicht zu denken ist. Der Meinung wäre ich zuvor auch gewesen, aber wenn man selbst mittendrin steckt und auch noch nachvollziehen kann, warum sich jemand so – sagen wir mal dermaßen fehl verhalten kann, dann denkt man doch daran, dass mit professioneller Hilfe vielleicht noch ein anderer Weg möglich gewesen wäre. Zweifel daran, dass dies wirklich funktioniert hätte, sind zuhauf vorhanden, denn diese Verhaltensmuster sind nicht so einfach zu ändern. Der Vorfall, der zur Trennung und zum Auszug führte, war leider kein Einzelfall, was die grundsätzliche Verhaltensweise betrifft, allerdings in seinem Ausmaß alles zuvor Gewesene deutlich überschritt. Es war jedoch selten, dass es diesbezüglich Probleme gab, aber auch schon vor unserer Beziehung vorhanden, nach dem was ich aus Gesprächen weiß.

    • rosenherz sagt:

      Nach Ihrem Kommentar habe ich das Bild gewonnen, Beziehung gleicht höchst selten einer Autobahn, auf der ich schnell wohlbehalten von A nach B gelange. Viel mehr scheinen mir Beziehungen mit Straßen und Wegen in einem Dorf vergleichbar zu sein. Buckeln, Kurven, Abzweigungen, Schlaglöcher, Parkplätze, Schlammpfützen, Anhöhen, Bruchstellen, Schotter, Parkanlagen am Rand, Radfahrstreifen, unbefestigte Fahrspuren, tote Tiere auf der Fahrbahn oder herabgefallenen Äste, Kröten die queren und Brüche im Straßenbelag.

    • C. Araxe sagt:

      Einfach nur nach B zu kommen, wäre schön und eben einfach, wenn man da nur einfach ein paar Unwegsamkeiten umfahren müsste. Man muss sie bewältigen können, indem man sie erkennt, analysiert und sich in diesem Fall auch externe Hilfe sucht. Daran würde hierbei kein Weg vorbei führen.

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