Montag, 16. April 2018


Pathologischer Besuch

Für seine neue Mission (nein, nicht im Gruselkabinett) weilte der Herr Pathologe heute in meiner unmittelbaren Nähe und war unerschrocken genug, sich mit mir zu treffen. Sein Mut ging sogar noch weiter und er traute sich direkt ins RL-Gruselkabinett. All dies geschah unter vollkommener Missachtung der Sicherheitshinweise von Herrn Neon. Was dann geschah, überraschte auch mich etwas – immerhin gab es vorab keinerlei Ermunterung meinerseits hierzu. Der Herr Pathologe griff nämlich selbst zum Skalpell und zerrte ohne groß zu zögern seine Eingeweide ins schummrige Licht des Gruselkabinetts. Unter vielerlei Erläuterungen seinerseits ließ er sie mich von allen Seiten beurteilen. Wie hilfreich nun meine hieromantischen Fähigkeiten als Haruspex gewesen sein mögen, mag ich nun nicht beurteilen. Zumindest war ich wohl ebenfalls eine juristische Hilfe gegenüber Terroristen. So oder so – das Trauen hatte vielmehr mit Vertrauen zu tun. Und dieses Vertrauen wird auf jeden Fall sehr gut konserviert werden – mindestens in Formaldehyd!

- 2018.04.16, 22:48
15 Kommentare - Kommentar verfassen



15 Responses to Pathologischer Besuch

  1. pathologe sagt:

    Formal dehydriert kam ich auf dem Zahnfleisch kriechend im Hotel an. Keine Zähne mehr für bissige Kommentare oder die Zahnfee namens Neon. Vielmehr geläutert und mit eher geistiger Nahrung versorgt. Was haben Sie gesagt? Sie haben acht vierzig gesagt.

    • C. Araxe sagt:

      „8,40” – das ist das Trostreiche am und im Dasein! Nämlich dass es immer – also wirklich immer – Menschen gibt, die noch verpeilter sind als man selbst.

      (Ah ja, bitte mal erläutern, dass nicht ich „8,40” gesagt habe. Kommt so nicht verständlich rüber. Sicher wird es dann allgemein verständlicher sein. *fg*)

    • C. Araxe sagt:

      Man sollte vielleicht auch noch erwähnen, dass beim Herrn Pathologen der Sweetness-Faktor gar nicht wahrgenommen wird. Aber dies ist auch vollkommen O.K. – schließlich ist er ja nicht mehr im Teenageralter.

  2. Gottnochmal, was haben Sie ihm eingeflößt, dass er sich selbst kastriert? Und auf Whatsapp klang seine Stimme danach gar nicht so hoch. Herrje, und ich hatte ihn doch so gewarnt.

  3. Zaubermann sagt:

    Grundgütiger! Himmel, wenn Blogger-Besuche IMMER so verlaufen, steht mir ja Unerwartetes bevor…ich hatte nämlich in Kürze ebenfalls vor, denn Herrn zu treffen… werde mal sicherheitshalber das Kettenhemd unten drunter anziehen^^.

    • C. Araxe sagt:

      Keine Sorge, dies ist kein üblicher Ablauf für einen Bloggerbesuch im Allgemeinen. Eher nur eine Andeutung von dem, was bei einem Besuch bei mir zu erwarten ist. Ich kann nun, nachdem der Herr Pathologe bei mir weilte, allerdings nicht dafür garantieren, dass dies keine Folgen bei ihm hinterlassen hat.

  4. steppenhund sagt:

    Eigentlich komme ich ja heuer am 4. und 5. August nach Hamburg. Aber obwohl die ganze Familie meiner Frau da sein wird, ist vielleicht eine Information hilfreich, welche Gebiete ich meiden sollte.
    Eines schreckt mich allerdings nicht: das ist der Absinth. Nach neun Jahren Vorlesungstätigkeit in Leipzig kenne ich die dort befindliche Absintheria. Die habe ich bisher noch jedesmal überlebt. Da scheint sich also eine gewisse Immunität eingestellt zu haben.

    • C. Araxe sagt:

      Die Benennung von Gefahrengebieten ist in Hamburg nicht so beliebt und die Klobürstenproteste werden dauerhaft im kollektiven Gedächtnis erhalten bleiben.

    • C. Araxe sagt:

      O.K., das mag sich jetzt etwas kryptisch anhören, aber da Sie hier bisher nicht so aktiv waren – ich setzte je nachdem wie ich Kommentatoren einschätze ein gewisses (selbstständiges) Mitdenken voraus (notfalls hilft G**gle) und das habe ich mit diesem Kommentar meinerseits einfach gemacht.
      Was Absinthe betrifft bevorzuge ich übrigens die original Schweizer Absinthe (da, wo das Zeug ursprünglich herkommt). Einen Duplais Balance beispielsweise.

Kommentar verfassen