Dienstag, 13. März 2007


Perlentaucher

Eine zweite Sonne ganz nah bei mir. Hätte ich den Arm ausgestreckt, hätte ich sie fast berühren können. Sanft schaukelte sie vor sich hin. Bis einer dieser schwarzen Vögel mit den grotesken Füßen kam. Mit dem Kopf voran, da wo er nicht schwarz war, glitt er mitten in die Sonne. Von ihr blieben nur noch konzentrische, glitzernd-zuckende Kreise. Es dauerte zwei, drei Ewigkeiten bis er wieder auftauchte. In seinem Schnabel eine große Muschel. Wer weiß, vielleicht enthielt sie eine Perle. Vielleicht spielt das aber auch gar keine Rolle und es kommt nur darauf an, sich kopfüber in die Sonne zu stürzen.

- 2007.03.13, 13:26
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28 Responses to Perlentaucher

  1. gulogulo sagt:

    unter der kraft seines schnabels zerbrach die muschel und die perle fiel vor die säue, die wegen der gewaltigen hitze der gleißenden sonne im schlamm abkühlung suchten.

  2. NibblesChris sagt:

    Ich finde Schwimmfüsse nicht häßlich (mein Freund der Nöck stimmt mir zu!)

  3. honigsaum sagt:

    Das blässliche Huhn suchte wohl eher Muschelfleisch statt Perle. Ist reeller.

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