Samstag, 12. August 2006


Spätes Geständnis

Über manches wundert man sich dann doch noch.

- 2006.08.12, 11:34
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32 Responses to Spätes Geständnis

  1. julya sagt:

    frau C. seinen sie doch bitte etwas konkreter, so kann ich mich nur wundern ;o)

  2. PeZwo sagt:

    „…dauereregierter Zeigefinger…“

    Tolle Fomulierung. Ich hatte auch gestaunt, aber zu meiner Verteidung muss ich sagen dass ich G.G. schon vorher nicht mochte…

    • C. Araxe sagt:

      Es geht ja auch gar nicht ums Mögen. Mir jedenfalls nicht. Da brauchen Sie sich gar nicht verteidigen. ;·)

    • PeZwo sagt:

      ich würde es bei mir mal so ausdrücken: das Geständnis hat meine Meinung über ihn nicht verändert.

      Er als Person ist mir reichlich egal, aber ich mag generell die selbsternannten Moralhüter nicht weil zumeist gerade bei denen quod erat demonstrandum die eigene Geschichte – na ja nennen wir es mal hinterfragendswürdig ist.

    • C. Araxe sagt:

      Ja, ganz Ihrer Meinung – s.o.

      Obwohl ich z.B. „Die Blechtrommel“ beeindruckend fand, als ich das Buch las. Deswegen muss man allerdings auch noch lange nicht den Autoren mögen.

  3. doppelmoral ist doch ganz bushmanier. und der oskar hat ja auch den lauten gemacht..

  4. gulogulo sagt:

    bald wird wieder grass über die sache gewachsen sein. 😉

  5. sokrates2005 sagt:

    Alles … was man ihm zu Gute halten könnte, wenn man denn wollte, wäre, dass ein Konservativer das bis zu seinem Tode nicht eingestanden hätte.

    Naja, auch nicht wirklich viel …

  6. nessy sagt:

    Es gibt Dinge und Leute, über die lohnt es sich nicht nachzudenken. Dazu gehören Herr Grass und sein Zeigefinger.

  7. bambi71 sagt:

    „Hm, in den Bereichen ist es wohl leider sehr selten, dass man keine Doppelmoral antrifft.“

    Das klingt jetzt so, dass es hier irgendwo besser wäre. Sehe ich nicht so, Doppelmoral ist so gewöhnlich wie das n Pups nicht nach Chanel riecht.

  8. wvs sagt:

    Hätten Sie …. Hinweise darauf, wo all die Grenzbewacher der vormaligen DDR und führenden Genossen der zweiten Reihe der SED geblieben sind?
    Ich bin sicher, da findet man auch den einen oder anderen Wolf(f) im Schafspelz …. es scheint das Wesen des „Zusammenbruch von Systemen“ zu sein, dergleichen Wechselbälge zu produzieren ….

    Was bedeutet da schon ein Herr Grass, der nach der Blechtrommel nichts Rechtes (!) mehr zustande brachte ….

    • C. Araxe sagt:

      Nun, ja. „Der WechselZusammenbruch (entsprechend Ihrer Änderung editiert) von Systemen“ – das finde ich etwas vereinfacht ausgedrückt. Sicher gab es dadurch jeweils unterschiedliche Moralvorstellungen und ich kann auch nachvollziehen, dass man sich dementsprechend verhalten hat. Einfach, weil man es nicht anders kannte, man so aufgewachsen ist etc. Dass muss aber nicht zwangsläufig zu Doppelmoral führen. Zudem es innerhalb von jedem System Doppelmoral gibt, ohne dass ein Wechsel stattfand. Eher würde ich behaupten, dass es generell etwas mit Opportunismus zu tun hat, was ja menschlich auch verständlich ist. Eine gewisse Form von Anpassung mag ja auch lebensnotwendig sein. Nur inwieweit diese geht, dabei gibt es meist doch mehr Handlungsspielraum. Oder eben auch darin, wie man sich dazu bekennt.

  9. Chinaski sagt:

    Ich hab Günter Grass nie richtig gemocht allerdings entstand meine Antipathie schon bevor er sich als Ex Waffen-SSler outete. Ich habe grosse Probleme mit den radikalen Moralisten weil ich die Natur der Menschen zu kennen glaube. Unter den Moralapostel der Literatur ziehe ich nur vor Leo Tolstoi den Hut. Fazit: Für mich ist ein Charles Bukowski moralischer als ein Grass.

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