Samstag, 12. August 2006


The Woods

USA, 2006
Regie: Lucky McKee
Darsteller: Patricia Clarkson, Bruce Campbell, Agnes Bruckner

Wie bei vielen anderen Filmen, die auf dem FFF gezeigt werden, sind die Informationen auch zu „The Woods“ recht mager. Neu-England 1965 – Man sollte sich besser nicht in die ein Mädcheninternat umgebenden Wälder wagen – so ließe sich der Inhalt in einem Satz zusammenfassen. Es gibt zwar eine offizielle Seite, die ist aber mehr als nichtssagend. Ich brauchte allerdings keinerlei Überzeugungsarbeit, mir diesen Film anzusehen. Dass vom gleichen Regisseur „May“ stammt, war Referenz genug. Und so gab es denn auch ähnlich sensibel ausgearbeitete Charaktere, die ebenso authentisch gespielt wurden und sehr stimmungsvoll-düstere Bilder in angenehm gedeckten Farben zu sehen. Ein sehr schöner Film, könnte man also meinen. Aber halt, etwas sehr wichtiges habe ich vergessen – den Plot. Und der war leider 08/15. Zumindest nach dem Erstling des Regisseurs Lucky McKee hatte ich da mehr erwartet, um nicht zu sagen sehr viel mehr. Das Geheimnis der Wälder war schon sehr schnell mindestens erahnbar – die einzige Spannung bei dem Film war, ob es das nun wirklich sein sollte. Dem Horror, der aus dem Dickicht kam, hätte es auch gut getan, wenn man ihn etwas subtiler dargestellt hätte. Und so werde ich auch weiterhin gerne in Wälder gehen und Milch trinken (das sollte man in diesem Film nämlich auch besser vermeiden).

- 2006.08.12, 11:15
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7 Responses to The Woods

  1. C. Araxe sagt:

    Einen Trailer habe ich doch noch entdeckt:

  2. graefin sagt:

    Für mich ist die Spannung ausreichend – Trailer hat mir genügt. Wo kann ich den Film ansehen?
    Sehr gut, wie Heather in einem ganz anderen „Licht“ gezeigt wird als die anderen, so leuchtend und das nicht nur aufgrund ihrer Haare.

    • C. Araxe sagt:

      Es geht mir ja nicht generell um unzureichende Spannung, sondern um die Mittel wie diese erzeugt werden soll. „May“ kommt auch ohne genretypischen Thrill aus, da ist es vor allem die Tiefe, die die Protagonistin hat und das feinfühlige Aufzeigen ihrer Entwicklung. „The Woods“ glänzt da ja auch in einigen Bereichen, aber im Vergleich zu „May“ finde ich ihn eben enttäuschend. Kennen Sie denn „May“?

      „The Woods“ kann man nur noch Montagabend in Berlin sehen. Ebenfalls im Rahmen des FFF. Ansonsten wird er wohl nie mehr auf deutschen Kinoleinwänden zu sehen sein, da er auch schon bald auf DVD veröffentlicht wird.

    • graefin sagt:

      „may“ kenn ich leider nicht 🙁
      Aber „The Woods“ würde ich mir glatt mal auf DVD ausleihen oder erwerben.

    • C. Araxe sagt:

      Dann sollten Sie sich aber auch mal „May“ zu Gemüte führen. Von Lucky McKee gibt’s auch noch den Film „Sick Girl“. Den habe ich zwar nicht gesehen, aber der geht, von dem, was ich mitbekommen habe (bei Youtube gibt’s einiges zu sehen), auch mehr in Richtung von „The Woods“, zumindest was die Gruseleffekte betrifft. Ansonsten wurde sich wohl aber auch wieder sehr hingebungsvoll den Charakteren zugewendet.

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