Freitag, 7. April 2006


Tote in der Stadt

Nicht nur auf Friedhöfen befinden sich Gräber, sondern auch in vielen Parkanlagen. In Zeiten als es noch keine Begräbnisstätten mit zeitlich begrenzter Nutzung gab, aber die Bevölkerung wuchs und damit auch die Zahl der Toten, hatten diese bald keinen Platz mehr. Neue, größere Friedhöfe mussten her – so ist dann auch der größte, hier befindliche, Friedhof – Ohlsdorf – auch noch gar nicht so alt. Die älteren Friedhöfe wurden meist geschlossen und danach vielfach als Park genutzt. Einer der bekanntesten Parks dieser Stadt – Planten un Blomen – ist so entstanden (nachdem die Fläche zuvor auch als Tierpark gedient hatte), da und dort findet man immer noch ein paar Gräber, allerdings sehr versteckt. Weitaus präsenter sind die Grabstätten in dem Park, der sich in unmittelbarer Nähe zum Gruselkabinett befindet:

Man muss nur mit offenen Augen durch die Gegend gehen, dann sieht man die Toten überall. Auf den Straßen und Plätzen, in den Bahnen und Bussen. Manchmal braucht man auch nur in den Spiegel schauen.

- 2006.04.07, 10:10
24 Kommentare - Kommentar verfassen



24 Responses to Tote in der Stadt

  1. denen im spiegel ist oft schon mit einem tässchen kaffee geholfen.

  2. zonebattler sagt:

    Meiner einer empfiehlt den Gruselwilligen… …das Aufsuchen englischer Friedhöfe, die an morbider Atmosphäre ihresgleichen suchen!

  3. sokrates2005 sagt:

    Sehr nett … ihre heimeligen Grabstätten …

  4. graefin sagt:

    Schon mal in Köln auf Melaten gewesen?
    Irgendwo hier hab ich auch einige Bilder.

  5. Tubias sagt:

    Ich habe Mitgeschöpfe begraben, deren Ruhestätte mir nun unauffindbar ist. Fische, einen Spatzen, eine Katze. Das verdeutlicht mir, daß ich lebe (nach dem Frühstück) und daß ich ihnen nachfolgen werde. Und die Schildkröte blieb verschwunden.

    Ich würde mich freuen in meinem Sarg, wenn bei meiner Trauerfeier (ob es wohl dann noch Blogs gibt?) Mitblogger(innen) dabei sind. Das nenn ich Community. Dann würde ich heimlich weinen in meiner fensterlosen Kiste.

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