Montag, 8. Oktober 2007


Traumbilder

Als ich während des Traumes feststellte, dass ich keine Kamera dabeihatte, um all das Seltsame festzuhalten, ärgerte ich mich etwas. Aber nur kurz, denn ich sagte mir, dass so etwas soundso nicht dazu geeignet wäre, um es in Bildern erfassen zu können.

Als ich langsam erwachte, während jener Momente, in denen die Träume noch realer sind als die Wirklichkeit und ich die Kälte außerhalb der Bettdecke instinktiv spürte, was mich zum Verweilen im Bett nötigte, als ich also noch nicht wirklich wach war, da bereute ich es doch, dass es keine Kamera gibt, mit der man Träume fotografieren kann.

Sicher, man könnte nach dem Traum sich seiner erinnern und ihn in Bildern oder auch Worten rekonstruieren. Aber es wird immer wie eine billige Kopie wirken. Zu viel geht auch verloren, während man die Traumwelten verlässt. Ach, all die vergessenen Träume … Wenigstens ein paar Bilder wünscht man sich hie und da. Man könnte sich leichter an die Träume erinnern und vielleicht, ja vielleicht könnte man dem einen oder anderen Traum dadurch sogar Leben einhauchen.

- 2007.10.08, 10:07
36 Kommentare - Kommentar verfassen



36 Responses to Traumbilder

  1. Side Affects sagt:

    träume. träumst du bunt, oder schwarzweiß?
    haben die gesichter reale konturen oder sind sie konturenlos?
    die idee mit der traumkamera ist eine prickelnde….

  2. NibblesChris sagt:

    Ich habe vorgestern NAcht geträumt, mein Bruder hätte in einem Flyer ein Deppenapostroph verwendet und ich hätte ihn ganz doll ausgeschimpft deswegen. Und gestern habe ich darüber nachgedacht, ob das nur ein Traum war oder ob ich das wirklich erlebt hatte. Aber meine Mutter sagte mir eben, dass ich meinen Bruder nicht real wegen des Deppenapostrophs ausgeschimpft hätte.

    Manchmal erinnere ich mich zu gut an meine Träume.

    • C. Araxe sagt:

      Wenn ich im halbwachen Zustand Zeit habe, ungestört über einen Traum nachzudenken, kann ich mich später noch relativ gut erinnern. Allerdings auch oft mit dem Bewusstsein, dass da noch mehr war. Sehr seltsam finde ich es, wenn jemand sich nie an seine Träume erinnern kann.

    • NibblesChris sagt:

      Und derjenige dann behauptet, er würde nicht träumen, was erwiesenermaßen ein Irrtum ist. Ohne Träume würden wir innerhalb kürzester Zeit eingehen.

    • C. Araxe sagt:

      Naja, wenn man sich überhaupt nicht erinnern kann, dann meint man das eben. Traurig.

    • Paulaline sagt:

      Normalreweise erinnere ich mich auch extrem selten an meine Träume, was sicherlich schade ist.

      Allerdings, wenn ich tagsüber schlafe oder fiebere, dann kann ich mich klar erinnern. Oft auch noch richtig lange.

      Nur bin ich mir bei vielen Träumen nicht sicher, ob ich per Bild dran erinnert werden möchte.

    • C. Araxe sagt:

      Durch Ihren Kommentar bin ich nun am grübeln, wann ich das letzte Mal Fieber hatte und ob ich da etwas geträumt habe. Ich kann mich beim besten Willen nicht daran erinnern, wann ich zuletzt richtiges Fieber hatte.

      Ja, wenn man viel träumt und sich auch daran erinnern kann, dann sind das nicht nur schöne Träume. Trotzdem finde ich es gut, wenn ich mich weitgehend erinnern kann. Frei nach der Konfrontationstherapie, dass die Ängste ihren Schrecken verlieren, wenn man ihnen nur tief genug in die Augen schaut.

  3. Ich lag gestern Nacht im Traum in den Wehen und bin dann von den Schmerzen aufgewacht…

  4. graefin sagt:

    Eine schöne Idee.
    Manchmal wünschte ich auch, ich könnte die Bilder wieder und wieder betrachten.

  5. Pegasus200 sagt:

    Ach ja.
    Ich habe so ähnliche Wünsche. Manchmal, ganz selten, träum ich nicht nur in der von Ihnen beschriebenen Weise, sondern auch noch bestsellerreif. Dann wünschte ich mir eher ein besseres Traumgedächnis, denn schon kurz nach dem Auftauchen in die reale Welt, sind ca 80 % der Story in den Traumkosmos abgetrieben. Und nach weiteren 2 Stunden bleibt gar nichts mehr übrig.
    Das beschreiben Sie ja auch sehr treffend, also das mit der billigen Kopie.

    • C. Araxe sagt:

      „bestsellerreif” – soso. Wenn es eine Möglichkeit geben würde, Träume authentisch aufzuzeichnen, dann würden Sie sie also ganz fix vermarkten? Hm, wenn man sich Träume anderer Leute kaufen muss, finde ich das recht bitter.

    • Pegasus200 sagt:

      Mir gehts nur darum, meine Träume als Inspirationsquelle nutzen zu können. Und so eine spannende Geschichte zu schreiben. Und die natürlich zu verkaufen, klar.
      Und überlegen Sie sich mal, was sind denn Romane, Geschichten und Erlebnisse? Niedergeschriebene Phantasien fähiger Autoren. Insofern kauft jemand, der einen Roman kauft, die Ideen eines Anderen. Ist das bitter? Ich finde nicht.

    • C. Araxe sagt:

      Oh … habe ich da bei meinem Kommentar etwa ein Emoticon vergessen? *g*
      Wenn es sich nicht gerade um das automatische Schreiben (Surrealisten) handelt, sehe ich da aber doch Unterschiede, denn die meiste Literatur wird in einem bewussteren Zustand verfasst. Sprich, es gibt dabei auch diverse Filter, die um so mehr wegfallen, je mehr sich dem Unbewussten genähert wird. Deshalb sind Träume ja auch etwas Besonderes. Auch wenn ich obigen Kommentar nicht so ernst meinte, finde ich es trotzdem nicht schön, wenn alles käuflich ist.

  6. Side Affects sagt:

    träume. träumst du bunt, oder schwarzweiß?
    haben die gesichter reale konturen oder sind sie konturenlos?
    die idee mit der traumkamera ist eine prickelnde….

    • C. Araxe sagt:

      Ich kann mich nicht daran erinnern, dass ich jemals schwarzweiß geträumt hätte. Nur dass ich mich manchmal nicht an Farben erinnern kann. Deswegen ist es aber nicht schwarzweiß. Farben kommen aber soundso bei mir meistens vor.
      Es kommen auch konturlose Gesichter vor, aber selten. Öfters sehen Menschen anders aus als real, aber ich weiß trotzdem ganz genau, dass sie es sind und wundere mich im Traum über das andere Aussehen nicht.

  7. theswiss sagt:

    Das fieseste ist ja, wenn man in einem wunderbaren Traum durch irgendwas gestört wird und aufwacht. Und genau weiss, dass es keinen Weg zurück gibt, um die Fortsetzung zu erfahren.

  8. off-topic Ein Fan (mit einem apple) von Ihnen fand zu mir:

    Dieser Besucher befindet sich zu diesem Zeitpunkt auf ihrer Webseite

    09.10. 18:51
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    alicedsl.de

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    twoday araxe twoblog 2007

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