Donnerstag, 17. März 2005


Unter der Gürtellinie

Seit einiger Zeit kursiert in der Blogosphäre ein Zeigt-her-Eure-Wunden-Wettbewerb. Aus verschiedenen Gründen möchte ich daran nicht teilnehmen, finde dieses Thema dennoch sehr interessant und werde diesem sozusagen intern einen Beitrag widmen.
Wie wohl jeder habe ich im Laufe meines Lebens die eine oder andere Verletzung erhalten, deren Narben mehr oder weniger immer noch sichtbar sind. Die größte erkennbare Narbe stammt von einer OP, bei der mir ein Alien entfernt wurde, welches munter in meinem Leib zu stattlicher Größe herangewachsen war. Ich hätte es sehr gern behalten und in einem Glas in meine Vitrine gestellt und bat meinen Arzt darum. Leider konnte er mir diesen Wunsch nicht erfüllen, da der Spross nach der Entfernung von mir noch eine Reise durch Laboratorien antreten musste, von der es keine Wiederkehr gab. Aber er versprach mir ein Foto zu machen, was er dann auch tat. Mit Rücksicht auf zartbesaitetere Leser gibt es dieses Foto nur hier zu sehen.

- 2005.03.17, 11:06
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12 Responses to Unter der Gürtellinie

  1. horrormediziner sagt:

    Fürwahr ein schönes Myom. Nur zu schade, dass Sie nicht wenigstens ein kleines Stück davon behalten durften. Grundsätzlich fände ich es ja dem allgemeinen Gesundheitsbewußtsein dienlich, seine Organe/Organteile mit nach Hause nehmen zu dürfen und auch seiner Umgebung zur Schau zu stellen. (Na gut, eine Ausnahme wäre die Dermoidzyste – die ist wirklich zu häßlich).

    Dies hat viel weniger mit voyeuristischen Tendenzen meinerseits oder irgendwelchen religiös-mystischen Vostellungen zu tun als vielmehr mit der Überzeugung, dass dadurch die Menschen ein weiteres von vielen Mitteln erhalten könnten, um einen Bezug zu ihrer Erkrankung aufzubauen. Dies könnte die emotionale Verarbeitung einer Krankheit positiv beeinflussen, auch angesichts der Tatsache, dass häufig die Erkrankung nach dem chirurgischen Eingriff noch gar nicht überstanden ist.

  2. 🙁
    Die größere Narbe hat das wahrscheinlich im Herz hinterlassen, hmmm?

  3. nestor sagt:

    so rasch hatte mich noch nie weg-geklickt. bin doch zu zärtlich umspannt 😉
    …die welt ist doch (auch) voll blüten, oder ?

  4. Angeberin! Aber Sie hatten wirklich das schönste Myom, was ich je gesehen habe (und das einzige).

  5. horrormediziner sagt:

    Fürwahr ein schönes Myom. Nur zu schade, dass Sie nicht wenigstens ein kleines Stück davon behalten durften. Grundsätzlich fände ich es ja dem allgemeinen Gesundheitsbewußtsein dienlich, seine Organe/Organteile mit nach Hause nehmen zu dürfen und auch seiner Umgebung zur Schau zu stellen. (Na gut, eine Ausnahme wäre die Dermoidzyste – die ist wirklich zu häßlich).

    Dies hat viel weniger mit voyeuristischen Tendenzen meinerseits oder irgendwelchen religiös-mystischen Vostellungen zu tun als vielmehr mit der Überzeugung, dass dadurch die Menschen ein weiteres von vielen Mitteln erhalten könnten, um einen Bezug zu ihrer Erkrankung aufzubauen. Dies könnte die emotionale Verarbeitung einer Krankheit positiv beeinflussen, auch angesichts der Tatsache, dass häufig die Erkrankung nach dem chirurgischen Eingriff noch gar nicht überstanden ist.

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