Montag, 2. Juni 2008


Unter grünschattigem Dache

Die ersehnte Kühle finden. Und weiche Hirschnasen. Die Spuren suchen und die Zeichen deuten. Es lohnt sich auch, den kleinen Wasserläufen zu folgen. Irgendwann werden sie auch größer. Irgendwann fließen sie in noch größere Wasserströme. Und irgendwann münden diese wiederum im Meer.

Daran muss man aber nicht denken, wenn man bei den Bäumen und bei den Tieren ist. Da ist das Irgendwann egal – später ist erst später und nicht jetzt.

Trotzdem ist einem die Begrenztheit der Zeit, die man hat, bewusst. Auch die von der Zeit, die man hatte. Rabenfedern der Erinnerung. Jegliche Begrenzungen kann man erkennen. Frei ist niemand. Die Zäune und Mauern und Gräben gibt es überall. Dem Wildschwein in die Augen schauen – es ist ein Lebewesen, genau wie man selbst.

Wegweiser

- 2008.06.02, 11:06
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7 Responses to Unter grünschattigem Dache

  1. So grüblerische Gedanken beim Kurzurlaub auf Bullerbü? Schöne Bilder haben’Se gemacht! 😉

  2. C. Araxe sagt:

    Nun, ja. Ich habe nach wie vor den Knopf zum Abschalten von Gedanken nicht gefunden. Sie etwa?

  3. Also ich möchte ja nicht unkultiviert erscheinen, aber nach meiner Erfahrung haben Frauen gleich mehrere Knöpfe, bei deren kunstfertiger Betätigung sie gleich alles komplett abschalten. *g

  4. C. Araxe sagt:

    Sie kennen „La femme 100 têtes” von Max Ernst?
    (Das wäre doch ganz und gar nicht unkultiviert!)

    Edit: Es ist einfach zu heiß. Jetzt habe ich „Köpfe” statt „Knöpfe” gelesen …

  5. pathologe sagt:

    Oh! hat es da auch Spinnen?

    (Freundlicherweise hier ausgeliehen)

  6. C. Araxe sagt:

    Och … die Bilder hätten Sie sich auch hier ausleihen können. Ist nur schon ein paar Jahre her, dass die im Gruselkabinett verlinkt wurden. *g*

    Spinnen gibt es doch fast überall. Spinner auch.
    ;·)

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