Samstag, 2. April 2011


Vergangengegenwartheit

Wenn schon das Current 93-Konzert eine Reise in die Vergangenheit war, so führte dieser Aufritt zu einem Land, das es nicht mehr gibt. Ebenso wie Sandow zählte Die Art zu „Die anderen Bands” – das war alternative Musik Made in GDR. Im Gegensatz zu Sandow habe ich die Musik von Die Art allerdings nicht weiter verfolgt. Musikalisch gab es da auch nicht allzu viele Änderungen. Nach 25 Jahren ist es immer noch (oder schon wieder) eine Mischung zu deren Zutaten Punk und Dark Wave gehören. Der Impuls, wieder in die alten Zeiten live hineinzuhören, kam jedoch durch die Vorband kATTWYk. Sehr schade, dass das Ganze quasi schon in der Mittagspause anfing. Aber sehr schön, nach Ewigkeiten Titel wie „Sie sagte” oder „I Love You (Marian)” mal wieder live zu hören Und das so frisch und lebendig, als wären über Zwanzig Jahre nur ein Wimpernschlag.

Auch wenn der Abend früh begonnen hatte, so endete er nicht ebenso. In Folge dessen kann sich eventuell die Weltlage verschlimmern. Hauptverursacher hierfür sind ein paar Punks, die mit Anfang Zwanzig neue Trends setzen wollen, indem sie Hawaii-Hemden tragen. Ich habe lediglich ihre Unkenntnis, was Tom Selek betrefft, aufgeklärt und zum Tragen von Brusthaartoupets geraten.

- 2011.04.02, 18:21
4 Kommentare - Kommentar verfassen



4 Responses to Vergangengegenwartheit

  1. Paulaline sagt:

    Och nöööö… Ich wollte eigentlich weder Hawaii-Hemden noch Brusthaartoupets jemals wieder sehen. Manche „Trends“ müssen sich nicht wiederholen. Echt nicht!

  2. C. Araxe sagt:

    Das betrifft ja nur die Punkzene. Zumindest zunächst einmal.

  3. Paulaline sagt:

    ach… denn hoff ich mal, dass es nicht bis zu uns kommt.

  4. C. Araxe sagt:

    Ich glaube ja auch nicht so daran, dass sich das hier durchsetzen wird. Nun ja, wir werden sehen …

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