Mittwoch, 12. Januar 2022


Vier Tage ohne Internet

Zugegebenermaßen keine sehr lange Zeit und dann auch noch nicht mal 100%ig, denn mobil und in der Firma hatte man ja Zugang. Mobil nutze ich allerdings normalerweise das Internet nicht so viel – dementsprechend habe ich auch nur einen Vertrag mit nicht so großem Datenvolumen. Und in der Firma wollte ich derzeit ja eigentlich auch nicht sein, da wieder voll und ganz Homeoffice angesagt ist. Zudem nutze ich das Internet während der Arbeit wirklich nur sehr selten privat – einerseits aus Zeitmangel, andererseits sind sehr viele Seiten gesperrt.
Tja, so etwas passiert natürlich vornehmlich am Wochenende, wenn der Service nicht erreichbar ist. Passenderweise hatte ich am Montag gleich eine Videokonferenz, so dass nur eine sehr kurze und sehr frühe Zeitspanne blieb, um die Fernwartung des nun wieder verfügbaren Services zu nutzen (Monsterdank an das kleine Monster an dieser Stelle). Half nur leider nix und einen Technikertermin gab es erst am Dienstagnachmittag/-abend. Klar, dass es erst zum spätesten Zeitpunkt klappte. Als Fehlerquelle entpuppte sich dann der Router. Seit Ewigkeiten wollten wir uns einen neuen zulegen, ich dachte aber, dass es eine gute Idee wäre, die Auswahl dem kleinen Monster zu überlassen, da es sich damit schon etwas beschäftigt bzw. etwas unkonkrete Wünsche geäußert hatte. Konkreter ist es nur nie auch nach mehrmaliger Nachfrage geworden. Nun war es aber sehr eilig und die Auswahl nur auf sofort verfügbare Angebote beschränkt. Zumindest, wenn man daheim privat als auch beruflich das Internet wieder so schnell wie möglich nutzen möchte.
Mit neuem Router funzt jetzt jedenfalls wieder alles. Dabei ging es ohne Internet daheim eigentlich doch ganz gut. Zuerst fehlte es schon. Ohne Corona würde ich aber beruflich kein Internet zuhause benötigen. Und privat ist so eine Einschränkung sicher nicht verkehrt. Man merkt erst wohl dann, wie oft man online ist, wenn man sich aufs Wesentliche beschränkt. Zu schnell bleibt man (oder ich zumindest) länger im Internet hängen. Selbst wenn ich nur kurz etwas nachschauen will. Von A springt man zu B und ehe man sich versieht reicht das Alphabet nicht mehr aus.
Hinzu kommt, dass ich nach jahrzehntelanger Verweigerung (Zeitfresser) nun doch Serien mit dem kleinen Monster anschaue. Zwar weit entfernt vom Bingen, aber dennoch mit einer gewissen Regelmäßigkeit. Das vermissten wir dann auch sehr schnell. Viele Serien meiner Kindheit teile ich jedoch mit dem Vater des kleinen Monsters bzw. hat er diese teilweise durch mich kennen- und schätzengelernt. Und so hat sich beim kleinen Monster im Laufe der Jahre eine Sammlung an DVDs durch alljährliche Geburtstags-/Weihnachtsgeschenke angehäuft, die sogar teilweise doppelt vorhanden ist. Aber durchweg ist alles auch als „Erwachsener” ansehbar. „Adolars phantastische Abenteuer”, „Spuk unterm Riesenrad” und „Spuk im Hochhaus” etc. sind wohl eher sehr ostig, aber wir hatten zuvor schon alles Verfügbare online gesehen. Westlich bekannter ist sicher „Die Märchenbraut”, aber diese Serie hat das kleine Monster noch nie gesehen, trotz zweifacher Ausführung in seiner Sammlung. Und genau diese Leerstelle holen wir jetzt nun nach. Diese Serie ist einfach phantastisch, immer noch bereichernd in ihrer Metaphorik und nach wie vor zeitgemäß, trotz allem Retroimage.

- 2022.01.12, 22:58
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