Donnerstag, 6. Juli 2017


Welcome to Heaven

Himmlisch wäre es, wenn es in den Zentren von Großstädten immer so wie heute hier wäre, dass kaum Autos unterwegs wären, sondern meist nur Fußgänger und Radfahrer. O.K., die Hubschrauber und so sind auch nicht gerade so himmlisch, wenn man das nicht wortwörtlich nimmt – auf die kann man auf jeden Fall sehr gut verzichten. Aber man kann sich wieder daran erinnern, dass man diese Zeiten schon einmal erlebt hat, auch wenn das vollkommen andere Zeiten waren und diese nur wegen diesem Aspekt nicht unbedingt bessere waren. Der Himmel auf Erden ist in jeglicher Hinsicht (autofreie Innenstädte ist da nur ein ziemlich unbedeutender Punkt) leider etwas, das die Menschheit nie erreichen wird. Theoretisch wäre so viel möglich, praktisch scheitert man genau genommen schon an sich selbst. Mag man auch noch so idealistisch eingestellt sein. Dennoch finde ich, dass man nie aufgeben sollte, irgendetwas zu tun, dass diese Welt, in der wir leben, eine bessere wird. Wie sinnlos das auch sein mag, ist es doch besser, als gar nichts zu tun.

- 2017.07.06, 22:57
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17 Responses to Welcome to Heaven

  1. Das finde ich auch! Wobei ich keinem Menschen vorschreiben möchte, was er tun sollte oder müßte. Eher gehe ich mit der positiven Einstellung da heran, daß jeder irgendwo, auf irgendeinem Gebiet, etwas hat oder finden kann, das er beitragen kann und von alleine gerne leistet, selbst wenn es nur eine Kleinigkeit ist. Dem einen liegt das eine am Herzen, dem nächsten das andere, aber Kleinvieh macht auch Mist. Nur Menschen, die mit einer Haltung der Sinnlosigkeit an alles ran gehen, nach dem Motto „Ist eh zu spät“ oder noch schlimmer „Ich habe gar nichts damit zu tun“ oder „Ich kann eh nichts ändern“ kann ich nicht verstehen und nerven mich.

    • C. Araxe sagt:

      Genau so meine ich es. Und eben selbst, wenn auch nur im Kleinen, danach zu handeln und nicht nur als Lippenbekenntnis. Beispielsweise gegen Atomstrom zu demonstrieren oder noch einfacher eine Online-Petition zu unterschreiben, finde ich nicht so wirkungsvoll wie bei sich selbst anzufangen und entsprechend Ökostrom zu beziehen.

  2. Freni sagt:

    Junge Männer die ihren Hass auf die Polizei in den Straßen von Hamburg auskotzen, werden von den Einheimischen beglotzt und angefeuert. Endlich gehts mal richtig zur Sache und wir erleben live im Fernsehen wie Polizisten verprügelt werden. Mit solchen Bildern wird man nicht erleben, wie die Welt besser wird.

  3. wenn man die bilder im tv sieht, hattet ihr ein ziemliches chaos – bürgerkriegsähnliche zustände. das ist dann sicher nicht der himmel auf erden.

  4. Freni sagt:

    Die Schlagzeile des Tages:
    Rote Flora Anwalt und Frau Araxe rudern zurück.

  5. Treibgut sagt:

    Verkehr Bei der Verkehrsplanung in unseren Städten ist mit Sicherheit viel Luft nach oben, wenn man denn etwas erreichen wollte. Auch in Köln bringt man in dieser Hinsicht nicht viel zustande, von für den Autoverkehr gesperrten Innenstädten (außer Anwohner) ganz zu schweigen.

    • der individualverkehr per auto ist zugleich das verführerischste sowie das widerlichste in seiner ausuferung, was der mensch in die welt gesetzt hat.
      solange das auto in den meisten köpfen noch kult ist, wird es diesbezüglich kaum besserung geben.

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