Montag, 15. September 2014


White Bird in a Blizzard

USA, 2014
Regie: Gregg Araki
Darsteller: Angela Bassett, Dale Dickey Shiloh Fernandez Eva Green Mark Indelicato Thomas Jane Sheryl Lee Christopher Meloni Gabourey Sidibe Shailene Woodley 


Die Mutter der 17-jährigen Kat verschwindet von einem Tag auf den anderen. In einer Zeit, wo sich der Teenager auf der Suche nach sich selbst ist und zu einer Frau wird. In Rückblenden erzählt Kat einer Psychiaterin einige Zeit später was vor dem Verschwinden geschah. Die zickig-energische Mutter war zunehmend frustriert von ihrem Hausfrauendasein, unbefriedigter Sexualität und Bewusstwerdung ihres Alterns. Kat lebt jedoch zunehmend ihr eigens Leben und dies auch weiterhin und ziemlich unberührt, nachdem ihre Mutter einfach so verschwunden ist, was für sie schlicht weniger Streit und Stress bedeutet. Wichtiger sind Freunde, die erste Liebe und Musik. Die Zeit ihres Heranwachsend liegt in den 80ern und hierbei liegt auch der Schwerpunkt der sehr viel eingesetzten Musik. Genauer gesagt bei Musik aus dem Indie- und Gothicbereich. Von The Cure über Echo & the Bunnymen bis Siouxsie and the Banshees ist alles dabei, was (nicht nur) damals das düstere Teenieherz begehrte. Ein richtiger Grufti (ja, so hieß das in den 80ern) ist Kat jedoch nicht. Dennoch entströmt ihrem Wesen und dem Film gleichermaßen etwas zutiefst Melancholisches. Jene Art von Melancholie, die sich wie ein warmer Mantel weich um einen legt. Und diese Stimmung ist es auch, die den Film vor allem trägt. Die Auflösung des Geheimnisses um das Verschwinden der Mutter ist dabei gar nicht so wichtig, auch wenn es hierbei doch ein paar Überraschungen gibt. Sehr ruhig und bezaubernd ist dieses Werk insgesamt – wie Schneeflocken, die langsam vom Himmel fallen.


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- 2014.09.15, 19:04
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