Donnerstag, 10. September 2020


Zensur vom eigen Fleisch und Blut

Ich bin erschüttert. Das kleine Monster hat einen Kommentar von mir auf einem seiner Social-Media-Accounts einfach gelöscht. Zugegebenermaßen war dieser etwas kompromittierend, aber doch sehr gefällig und allgemein gehalten formuliert. Wo bleibt die Tradition von 117+? Einfach Löschen ist Diktatur. Eigentlich dachte ich, dass ich dem kleinen Monster vermittelt hätte, dass unliebsame Meinungen zwar einerseits nicht einfach hingenommen werden müssen, aber andererseits nicht kommentarlos komplett gelöscht werden sollten. Obwohl das kleine Monster lange nach der Wende im Westen geboren wurde, hat es ziemlich viel Ostinput mitbekommen, so dass man fast von einem halben Ossi reden könnte. Bisher dachte ich, dass klar ist, wie dieses Osterbe gewertet wird. Aber es ist wohl verführerischer, insbesondere bei persönlichen Belangen, als Diktator aufzutreten und demokratische Grundrechte wie freie Meinungsäußerung nicht zuzulassen.
(Packungsbeilage zum Inhalt von diesem Beitrag: kann Spuren von Humor enthalten.)

- 2020.09.10, 20:48
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2 Responses to Zensur vom eigen Fleisch und Blut

  1. Was haben Sie bloß kommentiert? Dass „Grüner Star“ seine Lieblingsgruppe ist? Viel kompromittierender geht ja auch nicht. Herrje, wie kann man das nur seinem Kind antun!!!!(1elf)?

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