Mittwoch, 18. November 2009


Zuerst der Gräber Stille

Nicht nur, dass die Katakomben nicht zugänglich waren, auch die Pforten des Père Lachaise wurden geschlossen. Dabei hatte ich gerade eine schöne Bleibe gefunden. Ich vermute zwar, dass der Friedhof am nächsten Tag wieder geöffnet wurde, aber als Unterkunft war dann doch etwas anderes in unmittelbarer Nähe aufgesucht worden. Ich fühlte mich gleich wie zu Hause in einem Film von David Lynch. Die Umgebung erwies sich nicht nur wegen der Friedhofsnähe als vortrefflich – es liess sich auch ansonsten sehr viel entdecken. „Ess mich!” rufendes Fingerfood in Asialäden an jeder Ecke, Gothic-Zeug u.a. in der Rue Keller, das Schwulenviertel mit regem Treiben, unzählige sehr interessante Galerien, das jüdisches Viertel mit viel Leckerem, ein ausgeprägtes Nachtleben – besonders in der Rue de Lappe. Und, und, und – Le Marais und Bastille haben so viel zu bieten, dass sich allein das Ansehen dieser Gegend lohnt. Aber in Paris gibt es ja noch viel mehr anzuschauen. Nach den endlosen Stufen zur Sacré-Cœur wurden allerdings keine Höhen mehr erklommen – der Eiffelturm sieht auch von unten schön aus und Notre-Dame ist ebenerdig mindestens ebenso beeindruckend. Vom Marché aux Puces de Paris-Saint-Ouen war ich etwas enttäuscht, auch wenn der Flohmarkt nicht uninteressant war. Dass man in Paris direkt in Afrika sein kann, war hingegen auch ein besonderes Erlebnis. Das Centre Pompidou hatte zu meinem Entzücken gerade eine Sonderausstellung: La Subversion des Images – surréalisme, photographie, film. In den knappen 5 Tagen gab es jedenfalls auch ohne die Katakomben eine unendliche Fülle an Sehenswertem. Mal sehen, ob ich nächstes Wochenende oder so wieder hinfliege – auch wenn es mich etwas abgeschreckt hat, dass ich auf dem Rückflug als Terrorist enttarnt wurde.

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- 2009.11.18, 14:11
45 Kommentare - Kommentar verfassen



45 Responses to Zuerst der Gräber Stille

  1. Ich habe da etwas für Sie!
    (Wenn schon die Katakomben nicht zugänglich waren).
    Geile Photos übrigens! :-))
    Ich will auch nach Paris!!
    PS: Das Video kommt ein wenig langsam in die Gänge, steigert sich dann aber! :-))

    Between from Via Grafik on Vimeo.

  2. C. Araxe sagt:

    Père Lachaise

    Hotel

    Galerie Madame des Vosges, Beth Robinson

    Notre-Dame

    Centre Pompidou, Raoul Hausmann: Mechanischer Kopf



  3. Sie schaffen es, dass sogar das Hotel einem Horrorfilm entsprungen scheint…

  4. C. Araxe sagt:

    Das wurde aber nicht extra neu eingerichtet. *g*

  5. C. Araxe sagt:

    Hach … es lässt sich da schon aushalten.

  6. Monsterkeks sagt:

    Phoebe ist wunderschön!

    Frau Araxe ist auch wunderschön! 😉

  7. C. Araxe sagt:

    Dies ist die Homepage von Beth Robinson.

    Ich habe schon immer geahnt, dass ich Froschbeine habe.

  8. Ich sag auch très ‚übsch fotografiert! Ach so, wer ist denn die reizende Politesse in Karostrümpfen neben dem Eiffelturm?

  9. C. Araxe sagt:

    Hier gibt es nur 117+ und keine Knöllchen – aber wenn Sie unbedingt darauf bestehen. Bittesehr! *g*

  10. Monsterkeks sagt:

    Danke für den Link! I love it!

    *feuchter Knutscher*

  11. Mahakala sagt:

    Das war sowieso die falsche Frage und ein Beweis Ihrer Unaufmerksamkeit, Herr N!
    Die richtige Frage wäre gewesen: “ Wer ist denn die Erscheinung, die da aus der Gruft ans Tageslicht tritt?“

  12. @Frau Araxe – Die Geldstrafe wurde „eingehoben“? Ist das Pariser Politessendeutsch? Und muss ich das so verstehen, dass ich, wenn ich mit einem Beitrag schon die Anzahl der zulässigen Kommentare überschritten habe, quasi permanenten Blogverweis habe? Das ist bitter…

    @Herr Mahakala – für Ihren Satz wird jetzt sicher 100€ eingehoben! *s

  13. Mahakala sagt:

    Ich würde gern wissen wie die Schriftart heißt.

  14. FrauHausH sagt:

    Also Frau Araxe, Sie versauen sich ja Ihr ganzes Image wenn Sie so freundlich dreinschaun….tsstsstss…da hilft dann auch Shining nicht mehr 😉
    Feine Fotos! Und schön, dass Sie es schön hatten!
    Gruß aus dem Sturm!

  15. C. Araxe sagt:

    *Sabber abwisch*

    Gern geschehen. Noch mehr? :·)

  16. C. Araxe sagt:

    @Herr Neon
    Permanenter Blogverweis, was Kommentare betrifft, die nicht zulässig sind. Aber das wissen Sie ja. *g*

    @Herr Mahakala
    SteveHand – Sie meinen doch die Schreibschrift, oder? Hatte ich mal irgendwo kostenlos her.

  17. C. Araxe sagt:

    Deswegen habe ich das ja auch extra in die Kommentare gepackt. Und während so eines Urlaubs kann ich leider nur freundlich schauen.

    Gruß aus dem Sturm und der Dauerdusche zurück!

  18. Mahakala sagt:

    Ja, die Schreibschrift, werd gleich mal suchen gehen, merci!

  19. momoseven sagt:

    AH! Schöne Bilder!
    In so einem alten Hotel war ich auch mal, aber sie brachten Morgens ein Frühstückstablett auf´s Zimmer. Hat was.
    Und Ihr Bild mit dem Eiffelturm, das ist Kunst! Auf den ersten Blick sieht es aus wie eine Montage, so gut sind sie ausgeleuchtet.
    Schön, daß es Ihnen gefallen hat!
    🙂

  20. C. Araxe sagt:

    Leider ohne Frühstück auf’s Zimmer. Ein Kaffee hätte mir ja schon gereicht … Ansonsten ist das Hotel (Grand Hotel Nouveau Opera) aber absolut empfehlenswert, wenn man in einer netten, halbwegs zentralen Gegend unterkommen will und nicht allzu viel Geld ausgeben möchte.

    Etwas nachbearbeitet sind die Bilder allerdings schon, auch wenn es an dem Tag Sonne satt gab.

  21. Und hier noch der Download-Link für andere Interessierte.

  22. Egoist! Wäre der Hannibal Lecter-Font nicht eher was für Sie gewesen, Herr Mahakala!? Sie tragen doch noch die Maske, oder?

  23. C. Araxe sagt:

    Gibt’s heute noch Blut? *ggg*

  24. Mahakala sagt:

    Vielleicht auch bald mal Ihr Gesicht? *s

  25. C. Araxe sagt:

    Wäre das nicht zu abschreckend? ;·)

  26. Mahakala sagt:

    Er sollte sich natürlich vorher nochmal rasieren.

  27. Ich meinte eigentlich diese Sicherheitsmaske, Herr Mahakala. Seitdem Sie die tragen, kann man sich endlich wieder frei und einigermaßen sicher in Köln bewegen.

    Sicherheitsmaßnahme

  28. C. Araxe sagt:

    Die Maske ließe sich aber auch mit etwas abgezogener Haut aufhübschen.

  29. Mahakala sagt:

    Mit der Maske – egal ob mit oder ohne Milchhaut aufgehübscht – werde ich doch hier in Köln in JEDEN verfügbaren Darkroom gezogen. Nee, die dürfen Sie schon weiter selber tragen, Herr N!

  30. vienna-beads sagt:

    Ach, Paris! *seufz* Bei Ihren Fotos bekomme ich sofort Fernweh!

  31. pathologe sagt:

    Das, Herr Mahakala, verdanken Sie aber nur den Pumps in passender Farbe und Muster.

  32. C. Araxe sagt:

    Das geht nicht nur Ihnen so. ;·)

  33. Mahakala sagt:

    DIE trägt doch Herr Neon, derweil er mich – auf die Sackkarre geschnallt – durchs Städchen schiebt.

  34. PeZwo sagt:

    oh… Sie waren auch in Paris*g* tolle Fotos!

    O.T.: an dem Link http://www.hojas.co.at/Gruppen/wissen/blacksite.htm werden sie sicher ihre Freude haben.

  35. C. Araxe sagt:

    Jaja, der Herr Gulo hatte zuvor auch schon zu Ihnen verlinkt.

    Und da haben Sie ja einen interessanten Link ausgegraben. Monsterdank!

  36. Ich habe da etwas für Sie!
    (Wenn schon die Katakomben nicht zugänglich waren).
    Geile Photos übrigens! :-))
    Ich will auch nach Paris!!
    PS: Das Video kommt ein wenig langsam in die Gänge, steigert sich dann aber! :-))

    Between from Via Grafik on Vimeo.

  37. Mit Ihnen auf der Sackkarre komm ich doch in keinen Darkroom mehr, Herr Mahakala!

  38. C. Araxe sagt:

    Das erinnert mich etwas an einen Kurzfilm von Jan Švankmajer, einem meiner Lieblingsregisseure.

  39. C. Araxe sagt:

    Ich bin für eine Videoreportage.

  40. […] träumte sie von vergangenen Zeiten – ihr letztes großes Abenteuer war, als sie mich nach Paris begleitete, dann durfte sie den Ruhestand […]

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