Sonntag, 13. Mai 2007


Zum heutigen Tage

Nachdem sich zunehmend um die Gesundheit und Sicherheit des Volkes gekümmert wird, sollte dies auch wieder mehr bei der Mutterschaft erfolgen. Beim ersten Thema fehlen zwar Parolen wie „Rank und schlank, flink wie die Windhunde, zäh wie Leder und hart wie Kruppstahl” oder auch Phrasen vom „gesunden Volkskörper”, denn so redet man ja nicht mehr.
Aber vom Recht auf Selbstbestimmung über den eigenen Körper auch immer weniger.
Was alles im Namen der Sicherheit passiert, ist eigentlich weniger verwunderlich, wenn man sich an die Gehlen-Truppe zurückerinnert. Beängstigend ist es trotzdem.
Nun aber zu den Müttern, denn heute ist ja ihr Tag. Aus gegebenen Anlass sollte der Karnickelorden wieder eingeführt werden. Dann klappt das sicher auch wieder mit dem Bevölkerungszuwachs. Dem Zuwachs der deutschen Bevölkerung.

- 2007.05.13, 11:42
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36 Responses to Zum heutigen Tage

  1. wvs sagt:

    Liebe Frau Araxe,
    ich nehme doch an, Sie werden das aus allen Medien tosende „Mehr Kinder“ von Seiten der Koalitionäre und ihren Helfershelfern wahrgenommen haben – sperren Sie sich nicht länger gegen das „gesunde Volksempfinden“, wer die Schutzhaft den Unterbindungsgewahrsam für angemessen hält wird – unserer Familienministerin ein dreifach „Heil!“ „HOCH!“ – bald auch den von Ihnen vorgeschlagenen Orden wieder einführen …. möglich, daß er etwas anders benannt wird, man muß ja die gleichen Fehler nicht nochmal machen …. den Autobahnbau überläßt man ja auch den (insgeheim freigiebigen) Herren Investoren ….

  2. »frisch fromm fröhlich frei« fiele mir da noch ein… meistens ruft meine mutter mich an am muttertag, so auch heute. sie beteuert, sie lege da keinen wert drauf, aber so ganz nehme ich es ihr nicht ab…

    • C. Araxe sagt:

      Deswegen müssen Sie doch aber nicht gleich den Kopf verlieren. ;·)

      Ich finde den Tag einfach überflüssig und das, obwohl ich weiß, was Muttersein bedeutet und auch, dass oft doch Anerkennung fehlt. Aber nicht so.

  3. wvs sagt:

    Liebe Frau Araxe,
    ich nehme doch an, Sie werden das aus allen Medien tosende „Mehr Kinder“ von Seiten der Koalitionäre und ihren Helfershelfern wahrgenommen haben – sperren Sie sich nicht länger gegen das „gesunde Volksempfinden“, wer die Schutzhaft den Unterbindungsgewahrsam für angemessen hält wird – unserer Familienministerin ein dreifach „Heil!“ „HOCH!“ – bald auch den von Ihnen vorgeschlagenen Orden wieder einführen …. möglich, daß er etwas anders benannt wird, man muß ja die gleichen Fehler nicht nochmal machen …. den Autobahnbau überläßt man ja auch den (insgeheim freigiebigen) Herren Investoren ….

    • C. Araxe sagt:

      Oh, ich dachte da weniger an mich (für die Goldversion müsste ich mich schon ziemlich ranhalten), sondern mehr an jüngere Generationen. Ein Studium im besten gebärfähigen Alter, dass soundso nur in prekären Arbeitsverhältnissen, wenn überhaupt, mündet, ist doch für junge Frauen überflüssig. Besser es wird gleich mit dem Mutterdasein angefangen. Noch besser wäre analog zur Wehrpflicht eine Mutterpflicht. Also mit 18 müsste jede Frau ein Kind bekommen.

    • wvs sagt:

      Ohne einseitig wirken zu wollen:
      Es gibt doch breite Kreise
      – nicht der einheimischen, sondern der zugereisten Bevölkerungsgruppe –
      an der man sehen kann wohin frühe Mutterschaft führt ….
      Manche Politiker, und nicht nur die, träumen bestimmt von
      – unwissenden,
      – schlecht gebildeten,
      – wegen Berufslosigkeit abhängigen und vor allem
      – unterwürfigen Frauen ….
      Das reduziert die Aufmüpfigkeit von mindestens 50% der Bevölkerung ….

    • C. Araxe sagt:

      Frühe Mutterschaften gibt es auch bei der einheimischen Bevölkerung, aber insgesamt gibt es schon mehr Nachwuchs bei Familien mit Migrationshintergrund. Das ist natürlich nicht erwünscht, wenn es um Bevölkerungszuwachs geht. Die Deutschen sollen ja nicht aussterben.

  4. FrauHausH sagt:

    Für die Begrifflichkeit „Karnickelorden“ gehört Ihnen ein Orden verliehen ;)… Ansonsten ist es doch erstaunlich, dass wir nach wie vor diesen nationalsozialistischen Tag beibehalten obwohl es doch schon viel früher diesen wie ich finde viel sinnvolleren Tag gab….

    • C. Araxe sagt:

      Zu viel der Ehre. Diese Begrifflichkeit ist schon ca. 70 Jahre alt. Dem Frauentag stehe ich auch etwas skeptisch gegenüber, d.h., wenn dieser staatlich verordnet wird. Wie das ist, habe ich nämlich zu DDR-Zeiten erlebt. Da gab es ja noch viel mehr Ehrentage. Fast zu jeder Berufsgruppe beispielsweise, u.a. :
      – Tag der Werktätigen des Post- und Fernmeldewesens
      – Tag des Metallarbeiters
      – Tag des Eisenbahners
      – Tag des Lehrers
      – Tag des Bauarbeiters
      – Tag des Chemiearbeiters
      usw. usf.

    • creature sagt:

      die hatten noch was übrig für den werktätigen..;)
      ich täte vorschlagen:
      tag der politiker / denken wir an sie und ehren sie für ihre aufopfernde arbeit fürs volk.
      tag der wirtschaft / wie arm wären wir doch ohne sie, die so selbstlos alles geben um arbeit und wohlstand zu schaffen.
      tag des managers / auch menschen wie ackermann und co. möchten geehrt werden, schaffen sie doch 80 std. die woche bis zum herzinfakt für ihr einkommen.
      tag des autos / ein hoch der mobilität, ein tag wo alle geschwindigkeitsbegrenzungen ausser kraft treten, jeder darf, so schnell er nur kann und will…
      tag der schlächter und fleischer / die für unsere verwöhnten mägen eine blutige arbeit leisten und im akkord all die schweine und rinder killen.
      ja, da gäbe es noch viele…

    • C. Araxe sagt:

      Entsprechende Orden müssten dafür dann aber auch noch verteilt werden. Man könnte allerdings auch auf Verdienstmedaille, Verdienstkreuz etc. zurückgreifen.

    • wvs sagt:

      Das läßt sich doch leicht arrangieren:
      Es gab doch früher den „Doppelten Verdienstorden“
      – da sind bestimmt irgendwo noch Restbestände ….
      Für eine Sache verliehen kann die/der Träger/-in nach Gusto ein zweites „Verdienst“-Feld angeben ….

  5. NibblesChris sagt:

    Nö.
    Wir schmeissen alle Nicht-Deutschen (dreissig Generationen deutsch muss es schon sein) raus und der Rest von etwa 11.000 Leutchen kann sich dann einen größeren Garten vor dem Häuschen leisten…Huch! Dann muss ich ja auch wieder zurück nach Polen. Mist 😉

  6. sokrates2005 sagt:

    Alles Gute … zum Muttertag!
    😉

  7. Tubias sagt:

    Spaßen Sie bitte nicht mit einem aufrichtigen und unerfüllten Kinderwunsch.

    Der Muttertag ist meiner dunklen Erinnerung nach die Erfindung einer amerikanischen Mutter aus Zeiten vor den tausend Jahren.

    Wenn die deutschdeutsch Deutschen eben ihr Auto mehr lieben, ist es nur gerecht, wenn der Migrationshintergrund unsere Einwohnerzahl erhält. Da bin ich regelrecht schadenfreudig. Vom Labern, Karrieremachen und Autowaschen kriegt man keine Kinder.

    Und die Politiker meinen, durch irgendein Bürokratengeld verliert eine Frau die Orientierung, läßt sich mit mir ein und kriegt ein Kind. Also über solche Vorstellungen kann ich nur *bitter kopfschüttel* n.

    Übrigens gestern war Vatertag. Schreiben Sie einen Beitrag über das Vaterkreuz am Bande?

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Montag, 3. Oktober 2005


Zum heutigen Tage

Es ist immer noch vom Scheitern der Wiedervereinigung die Rede. Von den Mauern in den Köpfen. Dabei ist die Einheit längst erfolgt. Nur geht es nicht mehr um blühende Landschaften. Stattdessen hat sich der Westen inzwischen ebenfalls damit auseinanderzusetzen, wie es sich zunehmend ohne soziale Sicherheiten lebt. Deutschland, einig Jammerland. Willkommen im vereinten Deutschland.

- 2005.10.03, 13:20
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7 Responses to Zum heutigen Tage

  1. binein sagt:

    Immerhin ein willkommener Feiertag

  2. dori sagt:

    nehmen sie es mir ned übel, Frau Araxe, aber ich fahr trotzdem nur zum einkaufen rüber *g* Und einig waren sich heute die Deutschen vor allem in einem: Wiedervereinigung: pah!

  3. binein sagt:

    Immerhin ein willkommener Feiertag

  4. Tubias sagt:

    Gehe ich richtig in der Annahme, daß Sie mit ohne soziale Sicherheiten meinten: nach der „Wiedervereinigung” – ?

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