Samstag, 8. Dezember 2018


Auf Kollisionskurs zwischen Ekstase und Melancholie

Dieses Konzert von Lebanon Hanover hatte ich ganz gut in Erinnerung. Ebenfalls, dass es besser wäre, sich vorher Tickets zu besorgen. Hätte ich das nicht gemacht, wäre ich gestern bei dem nicht sehr nach draußen lockenden Wetter wohl daheim geblieben und hätte ein wunderbares Konzert verpasst. Trotz Karte musste man zwar erst einmal im 360°-Regen anstehen, um in den prall gefüllten Schiffsbauch der Stubnitz zu gelangen, aber das hat sich dann schließlich auch gelohnt. Als Vorband trat Isolated Youth aus Schweden auf, die recht interessant waren, auch wenn die Performance des Sängers teilweise etwas, nun ja, gewöhnungsbedürftig war – aber auch in ihrer Hingabe beeindruckend. Nicht ganz so wild, jedoch gleichfalls für sensible Seelen gedacht, ging es dann mit Lebanon Hanover weiter. Eher unterkühlt schwebend als emotional ausbrechend, also mehr Klänge für heimatlose Romantiker und somit genau das Richtige für diese Zeit. Nach einigen Zugaben endete das Konzert mit „Totally Tot”, das die Sängerin und Gitarristin Larissa Georgiou/Iceglass auf dem Boden liegend spielte. Ich war dann auch etwas platt und nahm nicht mehr viel von der After-Show-Party mit und nahm Kurs Richtung Heimathafen.

- 2018.12.08, 16:40
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1 Response to Auf Kollisionskurs zwischen Ekstase und Melancholie

  1. C. Araxe sagt:

    Meine anfängliche Irritation über die exaltierte Performance des Sängers (damit meine ich nicht seine androgyne Stimme oder Äußerlichkeiten) von Isolated Youth hat sich inzwischen in absolutes Mögen verwandelt. Live war dort der Sound auch einfach zu schlecht. Aber nun habe ich sie gefressen.

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