Sonntag, 25. Mai 2008


Da oder auch nicht da

Inzwischen gibt es im Gruselkabinett wieder einen neuen Untermieter. Oder auch nicht. So genau weiß ich das nicht. Ich habe ihn nämlich tagelang nicht gesehen. Ganz genau erinnere ich mich daran, wie er hier spät abends vor einigen Tagen ankam. Der Strom war im Treppenhaus ausgefallen, so dass weder Klingelanlage, noch Licht funktionierten und ich ihm mit einer Taschenlampe den Weg durch die Dunkelheit bahnte. Tja, und das war’s dann auch. Ich grübelte an den folgenden Tagen, ob ich das doch nur geträumt hatte. Dann wiederum schaute ich mir genau meine Fingernägel an, ob da vielleicht ein paar Blutreste zu erkennen waren. Letzte Woche war ja schließlich Vollmond. Manchmal vergisst man ja auch so einiges.
Aber nun wurde ich seiner doch wieder ansichtig. Es schien also alles in Ordnung zu sein, so dachte ich zunächst. Er teilte mir dann allerdings mit, dass er für eine Woche oder so verreisen würde. Sehr seltsam. Irgendjemand muss ihn gewarnt haben. Oder sollte ihn etwa schon ein Rundgang durchs Gruselkabinett so verängstigt haben, dass er nun die Flucht ergriffen hat?

- 2008.05.25, 16:58
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16 Responses to Da oder auch nicht da

  1. schlepp sagt:

    Ich stelle mir gerade vor, daß ich nur mit einer Taschenlampe in tiefer Dunkelheit den Weg durchs Gruselkabinett gezeigt bekäme. Ich wüßte nicht, ob ich da nicht auch die Flucht ergreifen würde *g*

  2. C. Araxe sagt:

    Es war ja nur der Weg zum Gruselkabinett.

  3. FrauHausH sagt:

    Hauptsache er zahlt. Tot oder lebendig. (Ach Herrje, manchmal habe ich so verdammt pragmatische Gedanken… Ist er wenigstens lecker?)

  4. C. Araxe sagt:

    Bezahlt hat er schon im Voraus; darüber brauche ich mir keine Gedanken machen.
    Ich habe ja noch gar nicht so richtig Gelegenheit gehabt, ihn mir näher anzusehen. ;·)

  5. Nicht, dass es etwas damit zu tun haben muss oder dass ich hier irgendwelche waghalsigen Vermutungen anstellen möchte, aber hatten Sie bei der Begrüßung auch Ihr bereits an anderer Stelle innerfamiliär kritisiertes Make-Up auf? Und könnte es sein, dass es, wenn auch nur für Sekunden, im Strahl der Taschenlampe gut erkennbar war?

  6. C. Araxe sagt:

    Sie meinen, ohne Make-up wäre besser gewesen?

  7. Könnte ich auch die Version MIT Make-up sehen, bevor ich mich entscheide?

  8. C. Araxe sagt:

    Beispielsweise dieses Bild kennen Sie doch. So viel hat sich da nicht geändert.

  9. Das mag jetzt für Sie unerwartet kommen, aber ich finde die Version mit Make-up doch um Längen angenehmer. 😉

  10. C. Araxe sagt:

    Somit ist es also doch wieder wahrscheinlicher, dass jemand gepetzt hat. Waren Sie das etwa?

  11. Solange Sie Ihre angespitzten Eckzähne nur in die Nacken Ihrer kurzlebigen Untermieter rammen, fühle ich mich relativ unbedroht – und verpetze Sie also nicht. Dafür verlange ich aber die für mich schmerzfreie Zerstörung meiner Voodoo-Puppe!

  12. C. Araxe sagt:

    *seufz*
    Voodoo-Puppen sind Nonsens. So etwas nimmt man nur für Hollywood und dergleichen. Das hat nichts mit richtigem Voodoo zu tun. Davor brauchen Sie sich also nicht fürchten. Es gibt da allerdings auch jede Menge wirksamer Mittel.

  13. schlepp sagt:

    Gibt es denn keinerlei Vorboten, die auf das Kabinett hinweisen?

  14. C. Araxe sagt:

    Wenn man sehr misstrauisch ist, dann stutzt man eventuell schon unten beim Hauseingang bei einem Blick aufs Klingelschild, befindet sich doch neben der Klingel vom Gruselkabinett, keine weitere. Keine Nachbarn – keine Zeugen.

    Ansonsten mag man sich vor der Wohnungstür vielleicht noch darüber wundern.

    Dachten Sie etwa, dass gleich vorm Haus Köpfe aufgepfählt sind oder so?

  15. schlepp sagt:

    Köpfe! Ja, so in etwa hatte ich es mir vorgestellt. Also wie gesagt, man stelle sich vor, der Schein der Taschenlampe …. und dann all diese Köpfe, wahrscheinlich von Ex-Bloggern, die sie mit ihrem Blogkonzept neugierig aufs Gruselkabinett gemacht haben.

  16. C. Araxe sagt:

    Ja, gut. Ursprünglich war es so. Blogger gibt’s ja schließlich genug. Aber dann haben sich die Nachbarn wegen dem Geruch und den ganzen Krähen beschwert.

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