Frankreich, 2023
Regie: Quentin Dupieux
Darsteller: Edouard Baer, Jonathan Cohen, Anaïs Demoustier, Gilles Lellouche

Die Amateur-Journalistin Judith will unbedingt Salvador Dalí interviewen. Kein leichtes Unterfangen! Und das liegt nicht nur am divenhaften Dalí, sondern vor allem am Zerfließen von Zeit und Raum sowie einem endlos verschachtelten Traum eines Priesters. Hotelflure werden so z. B. endlos, aber immer wieder aufs Neue versucht sie ihr Vorhaben. Auch Dalí selbst hat Mühe, sich in irgendeiner Form von Realität zurecht zu finden, denn zum einen gibt es ihn selbst parallel in hohem Alter und zum anderen ist da auch noch dieser nicht enden wollende Traum. Dalí gibt es insgesamt in weiteren vier Altersstufen – macht 6 wie das „a” im Titel.
Und so entsteht sehr bald ein surreales Labyrinth, dem man gar nicht mehr entkommen möchte, denn zu köstlich ist dieser absurde Humor, der vor allem den größenwahnsinnigen und selbstverliebten Dalí aufs Trefflichste darstellt, aber auch vielfach das, was Surrealismus ausmacht. Wer, wenn nicht Quentin Dupieux, könnte dieses Thema einfach nur genial umsetzen? Dieser von mir sehr geschätzte Regisseur versteht es einfach immer Absurdes und Surreales auf sehr spezielle humorvolle Weise einzigartig auf höchsten Niveau umzusetzen. Auch wenn einem inzwischen diese Machart als Fan recht vertraut ist, so kann man einfach nicht anders, als diesen Regisseur immer mehr zu lieben, denn genau darum geht es – wer ist Dalí? Nebensächlich. Ein neues Meisterwerk, was seinem Schaffen mehr denn je gerecht wird. Nun muss ich noch unbedingt „Yannick“ sehen und dann abwarten, was noch an sicher ebenso überzeugenden Werken folgt.

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