Mittwoch, 24. März 2021


Das Leben in Zeiten von Corona, Teil 16

Bei der ersten Welle mag es vor allem Unwissenheit gewesen sein, bei der man sich jedoch auch schon fragt, wie diese zustande gekommen ist. Die zweite Welle war vor allem von Ignoranz geprägt. So viel vergeudete Zeit im letzten Sommer, als die Fallzahlen jahreszeitenbedingt so schön niedrig waren, die man zu langfristigen Planungen und Investitionen hätte nutzen können. Tja, und bei der dritten Welle? Nur noch Inkompetenz.
Nach einem Jahr mit der Pandemie hätte man doch langsam mal so viel Weitblick haben können, dass nicht nur im Zickzackkurs kurzfristig reagiert wird, sondern vorausschauend langfristig agiert wird. Da nützt ein Schuldeingeständnis für die letzte Aktion mit den Ruhetagen zu Ostern auch nichts. Auch wenn dies schon Respekt einfordert, ist dies letztendlich doch nur Kalkül, um die Wogen zu glätten. Und statt eines ungeplanten, viel zu kurzfristigen und viel zu kurzen Ultra-Lockdowns, der dann teilweise auch wieder gar nicht so ultra gewesen wäre, gibt es nun nur ein Zurückrudern. Das wird sicher weiterhelfen… Und nebenbei lässt man solche asozialen Ansammlungen wie in Kassel einfach erst einmal laufen.
Da bleibt nur zu hoffen, dass es mit dem Impfen trotz aller weiteren unnötigen Unzulänglichkeiten bald zügig weiter geht und diese ohne nennenswerte Nebenwirkungen zumindest einen Schutz vor schweren Verläufen bieten bzw. ohne bürokratische Erschwernisse die Impfstoffe schnellstmöglich modifiziert werden können.
Und dann wird hoffentlich irgendwann wieder ein Leben wie vor Corona möglich sein. Auch wenn bestimmt vieles nicht mehr so sein wird wie zuvor und die Welt auch schon damals voller tiefgreifender Probleme war.

- 2021.03.24, 20:37
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