Mittwoch, 17. Juni 2020


Das Leben in Zeiten von Corona, Teil 6

Seit gestern gibt es ja nun die Corona-Warn-App. Ich bin da noch sehr unschlüssig, ob ich die nutzen sollte. An und für sich ist das ein gutes Mittel, um Corona noch besser in den Griff zu bekommen. Und datenrechtlich scheint da vieles richtig gemacht worden zu sein. Trotzdem bin ich sehr misstrauisch. Wie halten Sie es denn damit?

- 2020.06.17, 21:19
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24 Responses to Das Leben in Zeiten von Corona, Teil 6

  1. nberlin sagt:

    Ich bleibe dabei, niemanden geht es an wo und wann ich bin. Aber um mich herum lese ich große Begeisterung und Aufforderungen sich das zu installieren.

    • nömix sagt:

      Wo und wann jemand ist, darum gehts bei der App ja nicht. Sondern wo und wann einer gewesen ist, der positiv getestet wird: dann kriegen alle, welche die App aktiviert haben und gleichzeitig dort und dann wie der positiv Getestete gewesen sind, eine Mitteilung darüber und den Rat sich selber testen zu lassen. Ich finds nützlich.

      • nberlin sagt:

        Worum geht es denn dann? Sie brauchen doch die Standortdaten, um warnen zu können, dass ein Infizierter in der Nähe war. Irgendwo werden diesen Daten gespeichert und irgendwer weiß dann, dass Nadine in Berlin war. Nein für mich bitte nicht, ich lasse mich nicht staatlich überwachen, vorher schaffe ich das Handy ab.

        • Leider bist du nicht alleine damit, die Funktion nicht zu verstehen. Vielleicht wird sie auch etwas zu kompliziert erklärt.
          Mit Überwachung hat das jedenfalls nichts zu tun.
          Wir haben sie für uns runtergeladen, weil wir innerhalb kurzer Zeit in drei Bundesländer sind, mit überwiegend anderen Menschen, die wir nicht kennen. Gerade dann ist sie sinnvoll.
          Und auch weil ich täglich mit der Bahn zur Arbeit fahre, jeweils eine dreiviertel Std. Ist sie sinnvoll.
          Pendel ich nur in meinem PKW von der Arbeit nach Hause und habe genau im Blick, auf wen ich treffe, und denke deswegen, ich brauche die App nicht, muss ich halt nur auf anderem Wege erfahren, das eine Person in meinem Umfeld positiv getestet wurde. Möglicherweise erinnert sich die Person ja an das Zusammentreffen. Dann ist alles gut.

          • nberlin sagt:

            Denke nicht, dass ich da nichts falsch verstanden habe, das ich meinen Standortverlauf aktivieren und freigeben muss. Das kommt für mich nicht in di Tüte. Ich sehe keinen Unterschied bei bekannten oder unbekannten Menschen, bei allen kann ich mit Covid anstecken, denn jeder könnte das Virus haben. Aber gut so eine Reise birgt natürlich mehr Kontakte, als wen ich hier in meinem Homeoffice sitze.

  2. iGing sagt:

    Da ich kein Smartphone besitze, hat sich das Problem von selbst gelöst. Ich würde ggf. aber eher dazu tendieren, auf diese App zu verzichten – aus Prinzip!!!
    Es reicht schon, dass wir neulich im Eiscafé – im Freien sitzend – Namen und Adresse angeben mussten. Und der Badesee ist auch nur für diejenigen offen, die Adresse oder Telefonnummer hinterlassen.
    [Apropos, kann man da eigentlich schummeln? Also, mich betrifft es ja nicht, ich habe meine Jahreskarte verlängern lassen (unter Vorlage des Personalausweises schon vor Jahren erworben).]

    • wvs sagt:

      Mit meiner Frau war ich kürzlich zum Essen bei einem ortsansässigen Restaurant – in den Zettel habe ich einen Phantasienamen und eine Phantasieadresse eingetragen, samt Phantasietelefonnummer.
      Wenig später – an einem anderen Tag – mussten wir wegen einer Terminverwechslung eine Stunde Wartezeit überbrücken und gingen in ein Café. Auch dort (wir waren die einzigen Gäste die da saßen!) wird man uns nicht zuordnen können.

      Für die Abhängung/Verhinderung von Google-Schnüffelei via Mobiltelefon habe ich ca. 100 € bezahlt.
      Zudem habe ich eine App durch die alle Anfragen von außen laufen und bedient werden. Die den anderen Apps Daten zuspielt, die frei erfunden sind, aber auf Plausibilität geprüft und aufeinander abgestimmt werden …. damit bei den anderen Apps kein Verdacht aufkommt. Sollte also jemand versuchen mich zu orten wird er lange suchen müssen …. damit ist wohl klar, was ich von einer Corona-App halte.

      Es ist, so las ich bei Netzpolitik, eine nutzlose Sache sofern nicht 60% der Bevölkerung mitmachen. Werden sie nicht. Schade um die Millionen, die für diese Farce ausgegeben wurden, da hätte man besser erst einmal die Bereitwilligkeit mitzumachen prüfen sollen ….

      Eine viel elegantere Methode wäre eine zeitnahe Testung aller Staatsbürger.
      Dafür war kein Geld da.
      Für die Unterstützung der !notleidenden! Großkonzerne komischerweise schon.
      Und bei der nächsten Wahl werden die gebeutelten & geschröpften erneut CDU/CSU/SPD/GRÜNE/FDP/AfD wählen und das, weil Frau Merkel ja so schöne Fernsehreden hält.

      • wvs sagt:

        Nachtrag:
        Siehe hierzu → https://www.golem.de/news/corona-warn-app-mehr-als-10-millionen-downloads-in-fuenf-tagen-2006-149202.html
        “ .. Eine Version für Google-freie Huawei-Handys soll es vorerst nicht geben .. „

      • Honigsaum sagt:

        Sie wissen aber schon, dass „eine zeitnahe Testung aller Staatsbürger “ nicht dazu führt, dass dann „gut ist“, sondern jede*r sich direkt nach dem Test infizieren kann? Ich wurde z.B. im Mai getestet, was glauben Sie, wie aussagekräftig das heute noch ist?

        • wvs sagt:

          Es geht darum, festzustellen wie viele Menschen schon gegen das Virus immun sind, weil sie bereits Antikörper im Blut haben – aus der „Durchseuchung“ ergibt sich, ob die Ansteckungsgefahr noch größer oder kleiner ist:

          Wenn Viele bereits immun geworden sind sinkt die Wahrscheinlichkeit von Neuansteckungen. Diese Wahrscheinlichkeit ist also eine direkte Aussage, die von der Testhäufigkeit abhängt.

          Mehr Tests sollen also nicht weniger Fälle bewirken, sondern solide Aussagen darüber ermöglichen, wie wahrscheinlich es ist sich anzustecken. Das sich daraus ergebende Gefahrenpotenzial sollte der Anhalt für Maßnahmen zur Verhütung von Ansteckungen sein. Wenn man das ignoriert läuft es wie gerade in USA, wo die Fälle wieder extrem ansteigen …. → https://www.vonsulecki.com/Bilder_2020/06_2020/04263.png

          Wenn Sie im Mai getestet wurden und noch keine Antikörper hatten bedeutet das, dass Sie vorsichtiger sein müssen als jene Menschen, die schon eine (stumme) Infektion durchgemacht haben (und deswegen *positiv* getestet wurden) – die können sich getrost ohne Schutzmaßnahmen bewegen, denn sie stecken sich und andere nicht mehr an.

    • Was ist denn so schlimm daran seine Adresse im Eiscafe anzugeben?
      Nach drei Wochen kommen alle Zettel in die Tonne.

      • wvs sagt:

        *facebook* und *twitter* und *google* haben nur das Beste für die Menschheit im Sinn …! Datenschutz ist sowieso seit Jahren überbewertet, deswegen wollten die Koalitionäre ihn schon längst abgeschafft haben, und bestimmt schafft es der nette Herr Schäuble noch bevor er abtritt ….

        • Hier geht es aber nicht um facebook oder google. Es geht darum, auf einem Zettel seine Adresse zu hinterlassen, um im Falle einer Covid 19 Infektion die Ansteckungskette nachverfolgen zu können. Wer das nicht möchte, sollte nicht in ein Eiscafe gehen. Stattdessen in Kauf zu nehmen, eventuell eine Infektion unwissentlich weiter zutragen, ist in meinen Augen ein asoziales Verhalten.

          • wvs sagt:

            Was glauben Sie denn wird mit den Daten gemacht, die über ein Mobiltelefon ausgetauscht werden? Wenn Sie die App nutzen gehen die Daten an Google oder Apple und dann stets per Austausch zu facebook – und wenn jemand hier im Lande etwas gegenteiliges behauptet lügt er. Mit Absicht. So wie über die Schnüffelei von NSA und CIA vor Jahren plötzlich niemand mehr redet – denken Sie das ist vorbei?

            Einen Menschen dessen Motivation Sie nicht kennen und dessen Lebensumstände Ihnen fremd sind „asozial“ zu nennen geht Ihnen recht flüssig von der Hand. Überlegen Sie mal, wie Sie darauf reagieren würden wenn Ihnen das so entgegengeschleudert würde …. oder vielleicht wenn man Sie *blauäugig* nennen würde?

          • Ich habe Sie nicht als asozial bezeichnet. Der Gedanke ist mir völlig fremd, jemanden als solchen zu bezeichnen, den ich nicht einmal kenne.
            Aber Ihr Verhalten, in dem Sie beim Adresse angeben lügen, ist asozial. Sie lassen jede gesellschaftliche Verantwortung vermissen.

          • wvs sagt:

            Sie schrieben oben:
            .. Es geht darum, auf einem Zettel seine Adresse zu hinterlassen, um im Falle einer Covid 19 Infektion die Ansteckungskette nachverfolgen zu können. Wer das nicht möchte, sollte nicht in ein Eiscafe gehen. Stattdessen in Kauf zu nehmen, eventuell eine Infektion unwissentlich weiter zutragen, ist in meinen Augen ein asoziales Verhalten.

            Wollen Sie etwas behaupten das bedeute nicht das was da steht?

            Und dann lesen Sie mal folgenden Artikel → Datenschützer kritisieren offene Gästelisten

            Wenn man das liest was Sie da geschrieben haben erinnert es sehr an die Nazi-Definition von *Volksfeinde* und *Zersetzer* …. Sie hätten bestimmt eine perfekte Blockwartin abgegeben mit Ihrer im Brustton der Überzeugung vorgetragenen Empörung über meine Missetat.

            „Sie lassen jede gesellschaftliche Verantwortung vermissen“? – was machen Sie nun mit dieser Erkenntnis? Werden Sie Anzeige erstatten?

            Ich halte Ihnen ‚mal zugute, dass Sie Angst haben an Corona zu sterben und deswegen jede gesellschaftliche Form vernachlässigen und gedankenlos, wild um sich schlagen. Lassen Sie mich einfach in Ruhe und lesen Sie nicht mehr was ich schreibe, das ist besser für ihren Seelenfrieden.

          • wvs sagt:

            PS
            Sie sind mit nicht einem Satz auf meine Argumente eingegangen – sondern haben mich sofort als Person angegriffen. Das ist in meinen Augen kein amgemessenes Sozialverhalten.

          • Was erwarten Sie von einer perfekten Blockwartin? Das Sozialverhalten ist halt ähnlich angemessen, wie das von Lügnern.

          • wvs sagt:

            2. PS
            Sie schreiben an anderer Stelle:
            „.. ich habe gerade erst gelesen, was in Gütersloh passiert, oder in Wildeshausen und Essen/Oldenburg auf den Schlachthöfen. Und wie der Virus weiter Kreise zieht. In Folge des Ausbruchs des Wildeshausenener Schlachthofes gibt es in zwei Klassen der Oberstufe eines Gymnasiums Corvid 19 infizierte Schüler .. „

            Wissen Sie was da die mittlerweile gefundene Ursache war?
            Ein Gottesdienst! → https://hpd.de/artikel/gottesdienst-zum-corona-shutdown-18197
            Und zwar nicht der Einzige, das passierte trotz Warnungen an mehreren Stellen … sind jetzt die Pfarrer, Priester und Gottesdienstbesucher alle auch „asoziale“ Elemente? Und warum gehen Sie nicht auf die los?

            COVID, Corviden sind die Rabenvögel

          • Suchen Sie gerne weiter. Bestimmt gibt es noch mehr Rechtschreibfehler

          • wvs sagt:

            Dass der Text vor Fehlern und sprachlichen Ungenauigkeiten wimmelt, ist kein inhaltliches Argument. Da haben sie recht. Aber Ihre formale Schludrigkeit unterstreicht Ihre argumentative Schwäche.

          • Zitat aus Ihrem Kommentar: „Da haben sie recht.“ Zitatende.
            „Sie“ wird groß geschrieben!
            Zitat aus Ihrem Kommentar: „Aber Ihre formale Schludrigkeit unterstreicht Ihre argumentative Schwäche.“ Zitatende!

          • wvs sagt:

            Diese verflixte Rechtschreibprüfung!
            Sie versagt und ich muss den Tadel hinnehmen ….

  3. Honigsaum sagt:

    Ich nutze sie.

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