Mittwoch, 17. August 2005


Der Ernst des Lebens

Ab heute wohnt im Gruselkabinett ein Schulkind. Etwas ungläubig schaue ich auf die vergangene Zeit. Nun geht das kleine Monster also in die Schule – so schnell geht das.
Ein Blick zurück auf meinen Schulbeginn, als ich ausnahmsweise doch mal einen Rock getragen habe (wohl den einzigen in meiner Kindheit). Staunend wurde alles Neue begierig aufgenommen. Den großen Bruder eines Mitschülers bewunderte man, als er uns zielstrebig durch die langen Flure zur Milchausgabe führte. In der DDR wurde die Milch klassenweise bestellt, die dann gesammelt in einem Kasten von den Milchdienst habenden Schülern abgeholt wurde. So lernte man schnell die Planwirtschaft kennen, denn die Milchsorte konnte man nur anfangs des Monats wechseln. Aber auch die Vorteile eines Kollektivs erfuhr man, wenn man seine Milch nicht selbst holen musste.
Ich weiß gar nicht, wer aufgeregter ist. Wir erwarten jedenfalls beide mit Spannung die kommende Zeit. Die ersten Jahre werden für das kleine Monster weitaus weniger streng als bei mir sein, gefreut habe ich mich aber genauso wie das kleine Monster darauf.

- 2005.08.17, 10:12
14 Kommentare - Kommentar verfassen



14 Responses to Der Ernst des Lebens

  1. frau_floh sagt:

    Viel Spass dem kleinen Monster in der Schule! Ich hoffe, es wird für ihn eine interessante Zeit. Zumindest die ersten beiden Jahren sollte er ja noch gern gehen 😉

  2. Idoru sagt:

    also bei uns, im nicht-planwirtschaftlichen österreich mußten auch immer die milchdienst habenden schüler zu zweit die milchkästen holen, jeden tag in der früh, für eine woche. aber nicht genug, wir mußten sie auch wieder zurückbringen (und die dinger waren ziemlich schwer)
    und milchsorte wechseln, ha! einmal am jahresanfang entscheiden und schluß mit lustig!

    =)

    jaja….

    viel spaß dem kleinen monster!!!

  3. twoblog sagt:

    abc defghijklmnopqrstuvwxyz 😉 😉 😉

  4. Wo bleibt das Beweisfoto mit der Schultüte??

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