Montag, 30. September 2019


Die Transformation des Gruselkabinetts, Teil 2

Das kleine Monster träumte schon von den neuen Gefilden: Nachbarn beschwerten sich bei ihm über zu laute Musik. Als es erklärte, dass seine Mutter die Verursacherin ist, wurde es ungläubig angeschaut… Dabei höre ich in letzter Zeit viel zu wenig Musik daheim. Der Schwerpunkt liegt mehr bei der Arbeit. Und dann benutze ich Kopfhörer. Aber so ist das, wenn man einen spießigen Sohn hat. (Der aber schwer in Ordnung ist. Mit seiner Spießigkeit könnte er aber schon ordentlicher sein.)

- 2019.09.30, 20:39
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4 Responses to Die Transformation des Gruselkabinetts, Teil 2

  1. wvs sagt:

    Liebe Frau Araxe,

    ich tröste mich immer mit dem Gedanken an die Enkelkinder, die meine (unsere) Kinder genau so vor Probleme stellen werden und mit ihrer anderen Art zu denken und zu handeln (wieso eigentlich, was haben wir da falsch gemacht, warum sind die so verschieden?) auf die Probe stellen werden.

    Vertrauen Sie auf die zukünftige Genugtuung das miterleben zu dürfen und mit einem Schmunzeln ein paar Jahrzehnte zurück zu denken ….

  2. C. Araxe sagt:

    Meine Enkel, wenn ich sie denn haben werde, werden dann folgerichtig wieder rebellieren. Also wenn dem kleinen Monster als Rebellion gegenüber seiner Mutter als Mittel nur Spießigkeit übrig bleibt, werden die Enkel wiederum so nonkonform sein, wie ich es zumindest sein zu glaube. Oder, nun ja – sicher passe ich mich auch vielfach an, aber letztendlich überwiegt das Anderssein. Hm, irgendwie wäre ich sicher so oder so eine etwas andere Oma.

    • C. Araxe sagt:

      Genugtuung ist aber gar nicht das, was ich anstrebe. Oder vielmehr gar nicht als Prinzip verstehe. Das kleine Monster geht eben seinen Weg. Und auch wenn das nicht mein Weg ist, ist das seine Entscheidung und dennoch für mich nachvollziehbar. Wir haben trotzdem so viel Gemeinsamkeiten, dass das keine Rolle spielt. Das Herz auf der richtigen Seite zu haben und seinen Kopf einzusetzen, geht dann doch über seine Einstellung hinaus.

      • wvs sagt:

        Wir haben vermutlich eine verschiedene Interpretation von „Genugtuung“ – wenn ich das aus ihren Ausführungen schließe. Ich meine (hier) damit wenn man die Wiederkehr gleicher oder ähnlicher Muster, die man zuvor selbst erlebte, nun als allgemein gültig erkennt. Also eine Grundstruktur im menschlichen Entwicklungsschema, wobei die Variation intra-individuell streut.

        Ich hatte bisher stets den Eindruck, dass bestimmte Verhaltensmuster eine Generation überspringen – so kommen in Enkeln die Großeltern, in Kindern die eigenen Eltern zum Vorschein.

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