Sonntag, 8. März 2020


Die Transformation des Gruselkabinetts, Teil 9

Auch wenn es hier im VL-Gruselkabinett sehr ruhig geworden ist bedeutet das nicht, dass es auch im RL-Gruselkbinett (oder vielmehr in den RL-Gruselkbinetten) ruhig zugeht. Ganz im Gegenteil!

Die Fliesenarbeiten sind zwar nun doch endlich abgeschlossen und die dadurch verhunzte Haustür ist auch wieder chicoletto (5 Stunden Extra-Arbeit – das war ein ziemliches Minusgeschäft würde ich sagen, aber es wurde dennoch angemerkt, dass gern weitere Aufträge angenommen werden). Aber im Haus ist noch lange nicht alles erledigt. Vornehmlich betrifft dies die Katzensicherung, da die beiden hier reine Stubentiger sind. Da ist es mir zu gefährlich, wenn die einfach so raus könnten. Also eine Katzenschleuse zur Haustür hin in Form einer Glaswand mit Tür, sprich extrabreite Duschabtrennung mit sauschweren Glaswänden. Das eine Fellmonster ist nämlich immer sofort draußen, wenn man die Wohnungstür aufmacht. Kein Problem im 4. Stock, aber wenn es sofort zur Straße rausgeht… Zum Garten hin werde ich zunächst die Terrasse mit einem Katzennetz absichern, aber als Dosenöffner möchte man ja auch den Rest des Gartens nutzen. Um das halbwegs komfortabel zu machen, habe ich einen Rosenbogen mit Türen gekauft, zudem noch zwei Pflanzkästen mit Rankgitter und für alle sonstigen Lücken Maschendrahtzaun. Und das muss noch alles aufgebaut werden… Mit einbrechender Dunkelheit und leerem Akku des Bohrschraubers haben wir die Aktion gestern unvollendet abgebrochen, um das morgen hoffentlich fertig zu bekommen.

Heute war dazu keine Zeit, denn ich hatte gehofft durch einen Wohnungsflohmarkt mal zumindest etwas von all den eingelagerten Kinderklamotten, Spielzeug, ein paar Möbeln loszuwerden. Zu kleinem Preis oder auch größtenteils kostenlos. Flyer verteilt, in Nachbarschaftsnetzwerken und eBay-Kleinanzeigen inseriert – es kam niemand! Jetzt werde ich morgen nochmal schauen, wo Spenden angenommen werden bzw. habe ich dies schon – also wo diese auch wirklich entgegengenommen werden. Ich hatte ja zuvor schon versucht, einiges an Kinderkleidung paketweise (Stückpreis unter 1 €, inkl. Daunenjacken o. ä) zu verkaufen. Die Resonanz war ähnlich. Kleidung ist überhaupt nichts mehr wehrt. Wenn das mit dem Spenden nicht klappt, werde ich wohl noch mal einen Versuch starten, wo alles kostenlos ist. Wird wahrscheinlich auch nicht besser laufen. Scheiß Wegwerfgesellschaft.

Im noch jetzigen RL-Gruselkabinett stapeln sich inzwischen die Umzugskartons. Es ist schon fast alles gut verpackt. Alles Fragile ist schon im neuen RL-Gruselkabinett angekommen – und das ist nicht wenig. Und so ist das jetzt hier alles andere als wohnlich. Und dort auch nicht. Die Fellmonster reagieren sehr verschieden auf die ganzen Veränderungen. Für Mortimer ist es ein Abenteuer – Maldoror ist eher angepisst. Und das wortwörtlich.

Eigentlich geht bei mir derzeit gar nichts mehr. Meine Ellbogen sind nach wie vor total geschrottet – permanente Schmerzen auch im Ruhezustand. Aber wat mutt, dat mutt. Ich träume allerdings auch schon von meiner Erschöpfung. Ich stehe bei der Arbeit mit einem Kaffeebecher daneben, während jemand von der IT bei meinem Laptop etwas fixt. Ich bin unendlich müde, schlafe im Stehen ein und schrecke hoch (real im Schlaf), wenn mir der Kaffeebecher zu entgleiten scheint.

Aber jetzt sind es nur noch ein paar Tage und ich bin mir sicher, dass ich all das schaffen werde. Freunde, Bekannte glauben dies ebenso. Dann wird das auch so sein.
Und ja – das, was schon fertig im neuen Domizil ist, das ist das für mich, wofür ich all das mache. Ein Ort, wo ich mich wohl fühle, wo ich daheim bin.

- 2020.03.08, 22:22
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2 Responses to Die Transformation des Gruselkabinetts, Teil 9

  1. Honigsaum sagt:

    Bald ist es getan… Passen Sie gut auf sich auf, damit Sie nicht aus Erschöpfung einen Unfall bauen! Sehr schöne Fliesen übrigens. Was ist denn das Rote und das Grüne?

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