Mittwoch, 23. Februar 2022


Es gibt viel zu tun, aber …

Oder die Transformation des Gruselkabinetts, Teil 25

Auch wenn im Vorgarten immer mehr erblüht, kann man noch nicht wirklich von Frühling reden. Es ist immer noch recht kalt und die heftigen Stürme samt Regen sorgen für alles andere als Frühlingsgefühle. Ich habe ja schon einiges an massiven Stürmen erlebt und zuvor gleichfalls unterm Dach wohnend spürbar mitbekommen (es klapperte lautstark und der Wind pfiff aus den Steckdosen bei den Außenwänden), aber diesmal war das doch um einiges stärker erlebbar, auch wenn es keinerlei Sturmschäden gab.
Inzwischen ist der Steckzaun da, aber neben den Stürmen und nicht minder auf einen einstürmenden Erlebnissen, sorgten auch noch Umstände dafür, dass das Aufstellen noch länger warten muss. Beim Vorbereiten für das Aufstellen entdeckte ich nämlich einen neuen Mitbewohner. Unter einem größeren Laubhaufen war plötzlich ein sacht atmender Stachelhaufen sichtbar. Schnell türmte ich dort einen noch größeren Laubhaufen auf und hoffe, dass der Igel von der ganzen Aktion nichts mitbekommen hat und friedlich seinen Winterschlaf fortführt. Solange es nicht anhaltend wärmer wird, ist also zumindest auf der Seite ein Aufstellen nicht möglich.
Dabei sollte der Zaun eigentlich erst Mitte/Ende März lieferbar sein, aber dann ging es doch ganz schnell. Die Lieferung erfolgte über DHL und war schon etwas obskur. Durch Zufall entdeckte ich die Benachrichtigung vom Freitagnachmittag im Spamordner mit angepeiltem Liefertermin am Montag. Mit dem Hinweis, dass sich der Spediteur vorab telefonisch zur Absprache des Liefertermins melden würde. Der Anruf lief dann am Montag so ab: „Hallo C., ich habe hier etwas für dich. Ich bin in fünf Minuten da.” Das „etwas” wog 320 kg und befand sich auf einer Palette in Übergröße. Die große Palette konnte nur auf der Straße abgestellt werden, auch wenn sich der Auslieferer trotz Zeitmangel sehr bemühte eine andere Lösung zu finden. Tja, ohne Homeoffice in Zeiten von Corona, wüsste ich gar nicht, wie da eigentlich überhaupt eine Zustellung möglich gewesen wäre. Das kleine Monster war nicht da und so legte ich dann spontan eine Fitnessübung im Eisenstemmen ein, um alles zumindest von der Straße zu holen.
Mein Vorhaben, mir noch vor der kompletten Badsanierung, eine Badewanne zuzulegen habe ich inzwischen auch umgesetzt. Für die ausgewählte Badewanne gab es hier in Hamburg auch einen Showroom. Nach einem spontanen Besuch standen wir vor verschlossenen Türen. Es musste zu der Zeit coronabedingt ein Termin ausgemacht werden. O.K., wurde gemacht und vor Ort nach einem Probeliegen (im Schaufensterbereich …) und nach der Versicherung des Verkäufers, dass diese auch größere Lasten (das kleine Monster…) aushält, bestellt. Ich hoffe, dass dies ohne Möglichkeiten einer konkreten Angabe auch wirklich zutrifft. Der Verkäufer entpuppte sich als unmittelbarer Nachbar, aber wohl nicht nur, weil es sich um einen Showroom handelte, war er nicht dazu bereit, nach Feierabend die Badewanne vorbeizubringen.
Die Zustellung erfolgte wieder über DHL. Nach der Info über das Zustelldatum mit einem Zeitfenster von 8 bis 16 Uhr (einen Tag vorher), erfolgte nichts an diesem Tag. Beim Tracking war dann zu sehen, dass die Badewanne in Frankfurt in Empfang genommen wurde. Keine weiteren Infos, auch nicht nach Nachfrage per Mail – eine Telefonnummer war nicht mal angegeben. DHL. Inzwischen weiß ich ja Bescheid, dass da bei Lieferterminen nichts abgesprochen wird. Und so war es dann auch am folgenden Tag. „Hallo C. Ich habe eine Badewanne für dich und bin in 5 Minuten da.” Diesmal passte die Lieferung direkt vors Haus. Das kleine Monster war auch da und der Zulieferer fing auch gleich an alles zu entpacken. Muss er ja ganz und gar nicht – wünschenswert wäre eher eine bessere Kommunikation beim Management. Nochmals ein bitterböser Dank an Corona, weil man da so schön flexibel ist, wenn man Homeoffice macht. Aber Einplanen kann man so etwas ja wohl nicht.
Egal – ich bin froh, dass das alles überhaupt geklappt hat und kümmere mich jetzt um die Aufstellung und den Anschluss der Badewanne. Btw. hat jemand eine Idee, wie man verrottete Fixierschrauben von einem Bidet lösen kann? Jetzt, wo die Badewanne da ist und auch schon im Bad steht, möchte ich diese schnellstmöglich anschließen und das Bidet kommt weg. Nach bald zwei Jahren ohne Badewanne erscheint mir eine Nutzung einer solchen sehr dringlich. Vor allem gerade jetzt.

- 2022.02.23, 21:37
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2 Responses to Es gibt viel zu tun, aber …

  1. […] beginnen wir ganz vorn: Meine Suche begann hier, als ich über einen Rechtschreibfehler stolperte. Die werte Kollegin hatte nämlich „stämmen“ geschrieben, meinte aber eindeutig stemmen. Weil ich mir selbst […]

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