Sonntag, 29. Mai 2005


Ich will Zeugnis ablegen bis zum letzten

Da und dort wurde ein Blick in die Vergangenheit geworfen. Teilweise sind dies nun nicht nur mehr Zeugnisse von einem selbst, sondern von einer ganzen, vergangenen Zeit. Im Gruselkabinett wurde jetzt ebenfalls in die hintersten Ecken der Schubladen geschaut:

„Zur mündlichen Mitarbeit muss C. Araxe oft aufgefordert werden. Das Verhältnis zu den Mitschülern ist freundlich. Zu Erwachsenen sucht sie zögernder Kontakt.

C. Araxe ist vielseitig interessiert und bereichert durch ihr Wissen den Unterricht. Sie arbeitet zügig und selbständig. Nur sollte C. Araxe in schriftlichen Übungen sorgfältiger werden.

C. Araxe setzte sich aktiv für die Entwicklung des Kollektivs ein, in dem sie mit hoher Einsatzbereitschaft und schöpferischen Ideen zum Gelingen geplanter Vorhaben beitrug. Ihre anwendungsbereiten Kenntnisse und ihr gut entwickeltes Denkvermögen trieben das Unterrichtsgeschehen häufig voran. Vorhandene Reserven sollte C. Araxe jedoch in der noch beständigeren Mitarbeit, höheren Aufmerksamkeit und in der Verbesserung ihrer schriftlichen Aufzeichnungen nutzen.

C. Araxe ist eine zurückhaltende, aber durchaus selbstbewusste Schülerin. Sie begreift den dargebotenen Lehrstoff sehr schnell und ist in der Lage, erworbene Kenntnisse fachübergreifend, unter anderen Problemstellungen und sprachlich geschickt anzuwenden. Mehr Sorgfalt sollte C. Araxe jedoch auf ihre Heftführung legen.“

- 2005.05.29, 12:58
20 Kommentare - Kommentar verfassen



20 Responses to Ich will Zeugnis ablegen bis zum letzten

  1. Es ist doch …. schlimm mit den Zeugnissen. Ein Detail finden die Lehrer immer, um die Motivation der Schüler nicht in den Himmel wachsen zu lassen, siehe: Mehr Sorgfalt sollte C. Araxe jedoch auf ihre Heftführung legenPS:
    Das soll bitte nicht als „allgemeine Lehrerschelte“ verstanden werden – ich bin selbst mit einer Lehrerin verheiratet ….

    • C. Araxe sagt:

      Kritik würde ich nicht per se als schlimm bezeichnen. Im Gegenteil, wie sollte man lernen mit Kritik umzugehen, diese angemessen anzunehmen oder auch abzulehnen, wenn man nicht damit schon frühzeitig in Berührung kommt? Sehr wichtig ist allerdings die Form. Kritik sollte nie ohne Achtung gegenüber dem Kritisierenden sein, was zugegebenermaßen mitunter sehr schwer fallen kann.

    • Sicher, …. die Kritikfähigkeit kann nicht früh genug geübt werden! Dann gehören aber auch positive Elemente dazu – denn „nur schlecht“ ist nichts …. der Mangel liegt wohl eher darin, daß keine Methoden des Umgangs mit Kritik gelehrt werden: Streit artet so keicht zu „Auge um Auge, Zahn um Zahn!“ aus. Bedauerlich – aber wohl nicht zu vermeiden ….

    • C. Araxe sagt:

      „Der Klügere gibt nach.“ Wie es so schön heißt. Das muss kein Mangel an Durchsetzungsfähigkeit sein. Man kann sein Leben aber so angenehmer gestalten, indem man nicht ständig in Streit lebt. Ein Wandel in der Haltung, persönliche Änderung, Einsicht wirkt auf die meisten Menschen wenig glaubwürdig, wenn sie bereits passende Schubladen gefunden haben.

  2. zwilobit sagt:

    Ist es nicht schön, in solch alten Dokumenten herumzuwühlen? Erinnerungen an längst vergessene Zeiten werden wieder wach… und man schmunzelt automatisch.
    Sehr schön!
    (Habe einen alten Biologie-Hefter gefunden – ich hätte tatsächlich mehr Sorgfalt auf meine schriftlichen Aufzeichnungen legen sollen.)

    • C. Araxe sagt:

      Schade, da habe ich, glaube ich, nichts mehr da. Es war ja nicht nur die Sauklaue, die die obigen Bemerkungen veranlasst hat, sondern auch die jeden freien Fleck nutzenden „Illustrationen“ – ich war quasi ständig am Kritzeln.

  3. nestor sagt:

    waren das nestors kommentare über araxe und ihr gruselkabinett?? *gg*

  4. frau_floh sagt:

    C. Araxe setzte sich aktiv für die Entwicklung des Kollektivs ein,

    Wir sind Borg.
    Widerstand ist zwecklos.
    Assimilieren Sie sich!

Kommentar verfassen