Montag, 13. August 2007


Kleine Wunder

Es gibt Orte, die sucht man nicht gern auf. Eine Zahnarztpraxis gehört dazu. Im Laufe des Lebens bin ich aber zu der Erkenntnis gekommen, dass es doch besser ist, wenn man dieses wenigstens einmal im Jahr macht, weil sich ansonsten noch viel Unangenehmeres ergeben kann. Für Kinder hält mein Zahnarzt für diese Heldentat eine Schatzkiste bereit, aus der man sich hinterher etwas aussuchen kann. Das finde ich ja etwas unfair, denn auch wenn man älter (von Erwachsensein spreche ich bewusst nicht) ist, so braucht man doch meist immer noch eine Menge Mut. Die schönste Belohnung ist es allerdings, wenn auf dem Folterstuhl bei akribischer Untersuchung keinerlei kariöse Stellen gefunden werden können. Und das, obwohl meine Zähne in früheren Zeiten dafür besonders anfällig waren – eine Zahnärztin prophezeite mir mal, dass ich mit 20 Jahren keinen einzigen Zahn mehr im Mund haben würde. Nun könnte man meinen, dass ich dieses durch besonders sorgfältige Zahnpflege abgewendet habe. Das kann ich allerdings nicht behaupten. Zumindestens nicht, wenn es um die allabendliche Reinigung geht. Fast jeden Abend beende ich mit einem Buch in der Hand (nein, das ist sicher nicht gravierend) und Schokolade im Mund – und putze dann meist keine Zähne, sondern schlafe dann irgendwann ein. Seit Jahren. Verwunderlich ist es da schon, dass dies offenbar keinerlei Folgen hat.

- 2007.08.13, 14:38
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16 Responses to Kleine Wunder

  1. FrauHausH sagt:

    Mir hat mein Zahnarzt (arschteuer Schnepfendorf Chichipraxis….aber was tut frau mit schlechten Anlagen nicht alles, vor allem wenn das Vertrauen erst einmal gefasst wurde…) ‚mal gesagt, dass mit Ü 30 das mit dem Karies aufhört, dafür dann das mit der Parodontose anfängt….ich bin noch nicht sicher, was ich da eigentlich besser finde 😉

  2. FrauHausH sagt:

    Mir hat mein Zahnarzt (arschteuer Schnepfendorf Chichipraxis….aber was tut frau mit schlechten Anlagen nicht alles, vor allem wenn das Vertrauen erst einmal gefasst wurde…) ‚mal gesagt, dass mit Ü 30 das mit dem Karies aufhört, dafür dann das mit der Parodontose anfängt….ich bin noch nicht sicher, was ich da eigentlich besser finde 😉

    • Orinoko sagt:

      Eine ganz natürliche, dental-darwinistische Erscheinung. Wenn die Schwachstellen nach Beendigung des Twen-alters durch Karies ausgemerzt sind, bleiben die Übrigen so lange stehen bis eine „neue“ Erkrankung sie befällt. Oder nach Erhardt:
      Die alten Zähne wurden schlecht
      und man begann sie auszureissen.
      Die Neuen kamen gerade recht,
      um mit ihnen ins Gras zu beissen.

    • C. Araxe sagt:

      @Frau Hvonhier
      Dass dann Parodontose noch hinzu kommt liegt in meinem Vortsellungsbereich, aber dass Karies dann kein Thema mehr sein sollte, das erscheint mir irgendwie nicht logisch. Eine Eklärung wäre es aber.
      (Harhar – mein ZA hat seine Praxis neben Schnepfendorf, was ja inzwischen auch schon als Eppenhude bezeichnet wird.)

      @Herr Orinoko
      Eine „neue” Erkrankung ist doch aber etwas anderes als neue Zähne.
      (Ja, mir geht’s wieder ganz gut – Klugscheißen funktioniert zumindest. *g*)

    • Orinoko sagt:

      Reicht ein paar Blatt Papier an, mehrlagig, für das Kluge 😀

    • C. Araxe sagt:

      Hoffentlich ungemustert. Das lässt mich doch glatt an die Arbeit denken … Die Servicekraft besorgt da in letzter Zeit nämlich nur noch Toilettenpapier mit ausgesucht „schönem” Muster. Mehrmals habe ich schon überlegt, mich darüber zu beschweren, aber fand das dann doch zu albern.

  3. Bestimmt ist das eine handgemachte Schokolade mit Dr. Best’s Vital Complex Zahncremefüllung!? Lecker!

  4. Ansuzz sagt:

    Na super! Und das, wo ich doch morgen früh zum Zahnarzt muss,
    einen meiner (trotz sehr guter Pflege) herrlich kariösen Zähne restaurieren. Paradontose kriegt man übrigens trotz
    Karies oder auch genau deswegen….leider!!!

    Ich geh jetzt Frustschoki essen….. 😉

  5. twoblog sagt:

    Stimmt, jetzt erinnere ich mich, in Wien hatten Sie doch ziemlich braune Zähne. Scheint aber nun besser.

    Gute Nacht!

  6. Pegasus200 sagt:

    Tja.
    Dieser Blogg von Ihnen hätte (mit geringen Änderungen) auch von mir kommen können. Auch ich stellte als junger Erwachsener fest, daß man dem fiesen Kusenbrecher am besten mit Logik beikommt, gehe ich also 2 mal im Jahr hin anstatt alle 2 Jahre, muß der nur 1/4 mal soviel rumbasteln. Und so verlor er seinen Schrecken. 🙂 Inzwischen reicht einmal im Jahr, denn ich beobachte auch an mir eine zunehmende Kariesresistenz, trotz exzessiven Schokoladenmissbrauchs, wobei Produkte aus dem Hause Haribo auch gerne genommen werden. Und das mit dem Buch stimmt auch. 😉

  7. Iggy sagt:

    karies ist doch firlefanz, das wahre übel ist paradontose, liegt wahrscheinlich am alter, und dagegen ist kein bohrer gewachsen…

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