Im Sommer zieht unser Headquarter ja um und nach einiger Überlegung bin ich zu dem Entschluss gekommen, dass wir dieses Jahr wohl leider doch nicht an der add art teilnehmen sollten. Nun kam die Anfrage zu unserer Teilnahme.
Die Auswahl der Nachwuchskünstler, deren Werke ausgestellt werden, erfolgt schon im Juni, also mutmaßlich (einen genauen Termin gibt es noch nicht) schon vorm Umzug. Die Räumlichkeiten, die für die Ausstellung in Betracht kommen, werden zudem noch umgebaut und es gibt derzeit noch nicht einmal eine 3D-Ansicht. Äußerst ungünstig, um da wirklich etwas planen zu können.
Der Obercheffe stimmte mir ebenfalls schweren Herzens zu, aber der Organisator der add art hatte fast sofort nach unserer Absage eine Lösung parat: er würde extra für uns im August oder so einen späteren Termin organisieren. („Ohne uns, als schon so lange teilnehmendes Unternehmen, wäre die add art doch nicht vollständig.”) Der Obercheffe fand den Vorschlag auch gut. Er betonte auch noch mal, wie wichtig er es findet, Kunst und Kultur zu fördern, gerade auch in herausfordernden Zeiten.
Nun hat es doch noch geklappt und ich freue mich sehr! Ebenso das kleine Monster, das ja von Anfang an sehr engagiert bei der Durchführung dabei ist, obwohl es leider nicht sehr kunstinteressiert ist. Aber im Gegensatz zu den meisten meiner direkten Kolleg*innen, die größtenteils schon länger nicht mehr dabei sind, ist es mit Herzblut dabei und war echt enttäuscht, als es erst so aussah, dass wir dieses Jahr nicht teilnehmen. Solche Kolleg*innen würde ich mir wünschen und nicht solche, die kaum Ambitionen haben, desinteressiert sind und zudem diskriminierend sind (leider auch allgemein, ohne dass Bequemlichkeit oder vorgegebene Effizienz im Workflow hierfür eine Rolle spielt).
Auch wenn ich mich wie gesagt sehr über die Teilnahme an der add art freue, hätte zugegebenermaßen eine Absage der Teilnahme für mich mehr Spielraum für eine Neuorientierung bedeutet. So fühle ich mich dann doch wieder verpflichtet, das zu organisieren, zumal es so viel positiven Support gibt. Aber mir wird immer klarer, dass ich eigentlich etwas anders machen möchte. Mit mehr Sinn und Nachhaltigkeit (O.K., das ist schon teilweise vorhanden) arbeiten, mit engagierten und nun ja auch mit woken Kolleg*innen (ich glaube, dass ich nicht hardcore woke bin, aber ich fand es z. B. sehr erschreckend, wenn diskriminierend von „Ölaugen” die Rede ist, denen man allgemein nicht trauen könnte) zusammenarbeiten. Als auch mit viel Kunst, Kultur und allgemein mit Menschen. Oder Tieren. Oder Pflanzen. Oder …
Aber nun gibt es ja doch wieder die add art und mit dem Umzug neue Konstellationen, die ich dafür auch nutzen möchte. Oder …