Mittwoch, 20. Juli 2005


Kunst und Kultur

… sind auch nur Huren des Kapitalismus. Worthülsen.
Nach Können fragt niemand. Kreativität muss sich auszahlen. Anerkennung finanziell messbar sein. Kultur wird meist automatisch mit Kultiviertheit gleichgesetzt. Es wird von Höherem geredet. Fraglich, was damit gemeint ist und wie es erreicht wird. Elitedenken – auch wenn Positionen vertreten werden, für alle erreichbar zu sein. Aber zu sehr wird das Zimmer im Elfenbeinturm geschätzt. Ein Aufbegehren dagegen nützt nichts, zu schnell wird es vereinnahmt.
Wortkombinationen wie Kunstmarkt und Leitkultur verdeutlichen mir mein Unbehagen.

Aber wie sangen schon Grauzone Anfang der Achziger:
„Wir sind alle prostituiert.“

- 2005.07.20, 12:11
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