Rund ums letzte Wochenende fand wieder die add art statt, bei der Firmen ihre Türen öffnen und Kunst ausstellen. Neben firmeneigenen Sammlungen wird vor allem Nachwuchskunst gezeigt. Diese Veranstaltungsreihe gibt es mittlerweile seit 10 Jahren und wir sind nun auch schon 8 Jahre dabei. Wie üblich hat unser Team zwei Studierende ausgewählt und es war mir eine große Freude mit den beiden zusammen die Ausstellung durchzuführen.

Maria Bayer widmet sich in ihren Werken vornehmlich der Landschaftsmalerei auf ihre ganz persönliche Weise. Reale Orte, die sie besucht hat, werden später, sobald sie zum Pinsel greift, zu gefühlten Szenerien. Stimmung und Licht bestimmen den Duktus, Strukturen und Farben sind wichtiger als eine realitätsgetreue Darstellung. Mit Acryl oder Tusche, manchmal auch Ölfarben, wachsen aus inneren Eindrücken abstrakte, meist sehr farbenfrohe Landschaften auf der Leinwand.

Lorenz Rocke kommt eigentlich aus dem Modedesign und zeichnet mit seiner schwachen Hand – er macht das also mit links –, um seine Werke unperfekter, möglichst kindlich und unbeholfen aussehen zu lassen. Unter dem Namen „Stilles Schreien” veröffentlicht er skizzenhafte Zeichnungen, die zusammen mit einem oft hintersinnigen Spruch einen ironisch gebrochenen Spannungsbogen zwischen Kitsch, Niedlichkeit, Nostalgie, Trauer und Melancholie ziehen. Der gallige Humor wurde mit dem Publikumspreis der add art gekürt, kam aber nicht bei all unseren Mitarbeitenden an (das sei zu depressiv für diese Jahreszeit und sollte am besten sofort abgehängt werden …).

Unter den Besuchenden weilten u. a. diesmal Julia von der letztjährigen add art und auch ein ehemaliger Kollege.

Und dieses Jahr schaffte ich es endlich auch mal, mir ein wenig der andernorts ausgestellten Kunst ansehen zu können. Besonders freute ich mich hierbei, dass es neue Werke von Brian zu sehen gab.