Sonntag, 26. Juli 2020


„Lebensunwerte” Blogs

Manchmal fragt man sich schon, was da so in die Weiten des Internets an Worten und damit ausgedrückten Meinungen freigelassen wird. Aber solange dies im gesetzlich konformen Rahmen geschieht, finde ich das vollkommen O.K. Jeder hat schließlich das Recht auf freie Meinungsäußerung. Und muss dann aber eben auch Gegenmeinungen zumindest hinnehmen. So hat jedes Blog seine Daseinsberechtigung. Wie überhaupt jeder Mensch. Und damit meine ich wirklich jeden Menschen.

- 2020.07.26, 22:44
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13 Responses to „Lebensunwerte” Blogs

  1. nberlin sagt:

    Richtig, ich wundere mich immer wieder über die Blogger, die meinen sie stünden über anderen Bloggern.

  2. Lebensunwerte Blogs? Hat das ein Blogger wirklich so geschrieben?
    Wie peinlich …

  3. Lo sagt:

    Et ist doch Platz für alle! 😉

  4. wvs sagt:

    Wenn, liebe Frau Araxe,
    ein auch nur annähernd durchschnittlicher Anspruch an die Inhalte und Thementiefe von Blogs gestellt würde, dann wäre es um die Zukunft von „twoday“ nicht schon seit Jahren so schlecht bestellt gewesen.
    Versetzen Sie sich doch bitte einmal in die Lage eines Internetsurfers der von twoday gehört hat und sich dann dorthin begibt und durch die Blogs klickt …. was glauben Sie wohl, wie viele dieser Leute wiederkommen würden?
    Der Untergang der Blogs ist denen zu verdanken, die sie mit Banalitäten und seichten Scherzen, mit spinnerten Theorien über Phantasiewelten, aus Traktaten abgeschriebenen Bibeltexten, und ähnlichem esoterischem Mist füllen – und bedauerlicherweise noch immer nicht zu *facebook* und Konsorten abgewandert sind..
    Es sind doch hier noch nicht einmal zwei Hände voll Blogs geblieben, deren Betreiber:innen in der Lage sind einen Gedanken so niederzulegen, dass er verstanden wird.
    Die immer wieder mantraartig wiederholte These „Jeder hat schließlich das Recht auf freie Meinungsäußerung.“ wird doch nicht dadurch geschmälert, dass man für das Betreiben eines Weblogs bestimmte Qualitätskriterien aufstellt.
    Dadurch wird die ‚freie Meinungsäußerung‘ nicht geschmälert – sie wird nur an dieser Stelle nicht veröffentlicht. Da muss sich diese Person eben eine andere Möglichkeit suchen.
    Ich kann ja auch nicht verlangen, dass (beispielsweise) die FAZ meine Meinungsäußerung abdruckt und mich dann mit der These „Meine grundgesetzlich gesicherte Meinungsäußerung wird von der FAZ untredrückt‘ beschweren wenn das nicht passiert.
    Gibt es Ihnen nicht zu denken, dass hier ausgerechnet einige der seichtesten *Unterhalter* Beifall spenden – ohne die Grundlagen überhaupt zu kennen – und zu verstehen was da passiert und worauf ihr Artikel basiert?

    • wvs sagt:

      PS
      Nur noch als Ergänzung:
      Sie haben doch bewusst das Wort „lebensunwert“ gewählt, weil es durch die Nazizeit eine bestimmte negative Konnotation hat.
      Halten Sie das für eine ’neutrale‘ Beurteilung dessen, was Sie monieren?
      Ist nicht schon dadurch die Tendenz der Verurteilung klar, obwohl Sie das in ihren Antworten abmildern?

      • C. Araxe sagt:

        Für mich (und da würde ich auch allgemein von einer Mehrheit ausgehen) stehen gerade Blogs als Teil des Internets bzw. insbesondere des Web 2.0 für die Möglichkeit, dass jeder frei seine Meinung ohne jegliche Einschränkungen äußern kann. Eben auch weil es keine redaktionelle Auswahl wie bei Leserbriefen gibt. Dies empfinde ich als ein hohes Maß an Freiheit, insbesondere weil es das nicht in allen Ländern gibt. Sicher kann ich den Wunsch nach Qualität nachvollziehen, aber die liegt oft auch sehr subjektiv im Auge des Betrachters – allgemeingültige Qualitätsmaßstäbe kann man da sicher nicht festlegen. Heraus käme eine sehr willkürliche Filterung, die schnell diktatorisch wirken würde. Da hört sich dann der Begriff „lebensunwert” auch nicht mehr ganz so überspitzt an. (Davon abgesehen nutzen Sie überspitzte Formulierungen auch sehr gern.) twoday.net hat sich selbst immer als offen für alle gesehen, ganz im Sinne der typischen kommunikationswissenschaftlichen Merkmale von Blogs, wie dem, dass es keine Unterscheidung zwischen Profis und Laien gibt. Wenn man also den Wunsch nach einer Blogplattform hat, die gewisse Ausschlusskriterien hat, widerspricht dies dem Grundgedanken des Bloggens. Aber das Schöne ist ja – im Internet ist alles möglich. Es steht einem also frei, selbst so eine Blogplattform zu gründen und damit die gewünschte Community.

    • Sehr geehrter Herr WVS
      Niemand wird gezwungen, einen Blog zu lesen.
      Aus diesem Grund kann es Ihnen völlig egal sein, was jemand in seinem Blog schreibt. Gehen Sie einfach weiter.
      Suchen Sie sich Blogs, die Ihren hohen Ansprüchen genügen. Aber ich vermute, die gibt es nicht.
      Schönen Abend noch

      PS: Ich führe meinen Blog ausdrücklich nicht zu Ihrer Unterhaltung!

      • C. Araxe sagt:

        Unterhaltung per se ist schon mal kein Qualitätsmerkmal! Außer diese erfüllt gewisse Ansprüche…
        Jetzt mal Spaß beiseite. Zu diesem Beitrag animierten mich aktuelle Äußerungen bei help.twoday.net, aber als langjährige (kann man nach fast 16 Jahren sicher so sagen) Bloggerin ist es nichts Neues, dass es massive Auseinandersetzungen mit Herrn WVS gibt. Zu früheren Zeiten, als es bei twoday.net noch sehr lebhaft zuging und es diesbezüglich mitunter sehr heftig wurde, habe ich mal versucht so etwas wie ein Friedensabkommen zu stiften – das Panthol-Experiment. Ich habe vorab alle Beteiligten angeschrieben und teilweise recht lange diskutiert, damit sich alle darauf einlassen. Nun ja, es ist gescheitert. In gewisser Weise schätze ich Herrn WVS dennoch. Viele seiner Beiträge beinhalten fundierte Aussagen. Nur wie er sich oft äußert ist – euphemistisch ausgedrückt – weniger sozial kompatibel, was er selbst gar nicht so nachvollziehen kann. Das wird sich auch nicht ändern und ich versuche ihn so zu nehmen wie er ist. Nicht ohne, dass ich ab und zu mal Kontra gebe, aber auch, dass ich ihm ab und zu mal zustimme.

        • Ich blogge ähnlich lange und da sind mir auch schon miesepetrige oder auch unverschämte oder auch belehrende Blogger untergekommen.
          Einer hat sich tatsächlich mal die Mühe gemacht, meine ersten Beiträge (!) nach Fehlern zu untersuchen, da er offenbar kein anderes Argument mehr finden konnte. Da hätte ich fast alles hingeworfen … aber andere, nette Blogger (deutlich die Mehrzahl) haben mich davon abgehalten. Glücklicherweise.

          Man muß natürlich sagen, in einer face to face Unterhaltung hat man die Mimik des Gegenübers, an der man Ironie oder ein Augenzwinkern ablesen kann.
          Man macht ein Witzchen zwischendurch, um die Schärfe rauszunehmen. Und vielleicht sagt man auch das ein oder andere gar nicht, wenn man das Gefühl hat, zu verletzen.
          Das alles fehlt in den Blogs und macht Diskussionen schwieriger.
          Ich habe mir vorgenommen, immer total sachlich zu bleiben. Meistens klappt das recht gut, wenn auch dem Gegenüber daran liegt, über ein Thema die Meinungen auszutauschen.
          Herr WVS gehört wohl nicht dazu.
          Er möchte belehren, an einem Meinungsaustausch ist ihm nicht gelegen. Dann ist das so. Da sag ich dann: Und Tschüß!
          Das tue ich mir nicht an.

          Manche möchten auch einfach nur Dampf ablassen und schreiben sich dann den Frust von der Seele. Habe ich auch schon mal missverstanden, was dann ebenfalls doof rüber kommt.
          Naja, wir sind halt nur Menschen, was das scheitern des Panthol -Experiment erklärt. 😛
          Liebe Grüße 🙂

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