Freitag, 15. September 2006


Pädagogisch sinnvoller Umgang mit Lehrkörpern

Es ist ja nicht so, dass mich nur ein paar Sachen beschäftigen, sondern meist recht viele. Und auch nicht, dass die in erster Linie mit mir zu tun haben, auch wenn es daraufhin letztendlich wieder hinausläuft. Nur wird man von einigem in Anspruch genommen, mit dem man sich gar nicht weiter auseinandersetzen möchte, aber dann doch immer wieder damit konfrontiert wird. So zum Beispiel mit der Klassenlehrerin vom kleinen Monster und wie sie mir gegenüber auftritt. Mir ist es schon sehr wichtig, dass es da eine Ebene gibt, auf der man sich austauschen kann, da ich mir dann doch sehr bewusst bin, dass sich da ergebene Spannungen zum Nachteil vom kleinen Monster auswirken können. Ich kann allerdings überhaupt nicht damit umgehen, wie sich diese Lehrerin bei mir einschleimt. Anders, als eine massive Form von Anbiederung kann man das nicht bezeichnen. Und so etwas mag ich überhaupt nicht. Wirklich jedes Mal, wenn sich ein Gespräch ergibt, hat sie das Bedürfnis dazu und ich bemühe mich dann krampfhaft aus oben genannten Gründen höflich zu bleiben, obwohl ich es nur einfach ekelhaft finde. Tja, Probleme gibt’s … Wahrscheinlich ist das für andere gar kein Problem. Für mich aber schon, da ich eben nicht so recht weiß, wie ich darauf reagieren soll, außer wie gehabt und das ist für mich keine Lösung, da sich das langsam immer mehr zuspitzt.

- 2006.09.15, 19:57
34 Kommentare - Kommentar verfassen



34 Responses to Pädagogisch sinnvoller Umgang mit Lehrkörpern

  1. darkrond sagt:

    ich weiß nicht, aber ich trau mir zu, in so einem falle freundlcih darauf hinzuweisen, dass ich höflichkeit schätze, hingegen schleimerei nicht. ob das dann taktisch klug ist, steht auf einem anderen blatt… hmpf.

  2. nessy sagt:

    Vielleicht steht die Dame auf Sie.

    • C. Araxe sagt:

      Da spielen wohl mehr andere Aspekte eine Rolle. Irgendwo hätte sie es in ihrem Leben wahrscheinlich lieber gehabt, dass sie was anderes macht als Lehrerin zu werden, auch wenn sie da wirklich mit sehr viel Engagement dabei ist. Der Ansatzpunkt dreht sich immer wieder um Kreativität und da lässt sie sich auch sehr viel einfallen für den Unterricht. Nur finde ich das doch sehr abstrus, wenn sie mir dann z.B. ihre Machenschaften zeigt und auf meine Anerkennung hofft. Dann verfällt sie in so ein Kleines-Mädchen-Gehabe, obwohl sie langsam auf die Rente zugeht. Und dann merke ich, dass ich mir jedes Wort gut überlegen muss, weil sie eben ungeheuren Wert darauf legt, was ich dazu sage, weil das für sie maßgeblich ist. Keine Ahnung, woher sie zu dieser Meinung kommt, dass meine Bewertung so eine Rolle spielt. Aber immer wieder kommt sie mit Irgendetwas an und möchte, dass ich das gut finde, weil ich ja so wasauchimmer bin. Und dann ist sie nur am Einschleimen, um nur ein positives Wort von mir zu hören.

    • nessy sagt:

      Vielleicht sollte sie bloggen.

    • C. Araxe sagt:

      Yep, die Allheillösung des Bloggens. Ich muss dann doch etwas sehr breit grinsen, obwohl das gar nicht so lustig ist. Vielfach ist Bloggen ja doch eine Form, um Anerkennung zu finden. O.K. – es ist immer noch dabei ausschlaggebend, inwieweit man wirklich Anerkennung braucht oder ob es sich dann doch nur um eine besondere Form des Kommunizierens handelt, bei der Anerkennung nicht so wichtig ist, sondern der Austausch im Vordergrund steht. Was in diesem Fall aber sicher auch eine Bedeutung hätte. Nur betrifft das eben eine Generation, die nur vereinzelnd das Bedürfnis (oder den Willlen, oder sich überhaupt damit nicht beschäftigen möchte, dass das Internet diese Möglichkeiten bietet) hat, sich mit so etwas zu beschäftigen.

  3. honigsaum sagt:

    Es ist grundsätzlich vorteilhaft, wenn der Lehrkörper eine hohe Meinung von Ihnen hat, denn das wird sich unmittelbar auf die Einschätzung des Sprösslings auswirken. Vielleicht sollten Sie höflich, aber bestimmt darauf hinweisen, dass Ihre Zeit grundsätzlich knapp bemessen ist, da Sie Aufgaben von hoher Relevanz zu erledigen haben. Müssen Sie denn da überhaupt ständig hin?

  4. zwilobit sagt:

    (Andersherum ist ebenfalls ekelig.)

  5. gulogulo sagt:

    wie viele schuljahre lang dauert denn euer gemeinsamer weg noch?

  6. graefin sagt:

    Schon einen Grund gefunden weshalb sich die gute Frau so bei ihnen einzuschleimen versucht? Macht sie das bei anderen Eltern ebenfalls?

  7. Ach, Frau Araxe, wie gut kann ich Ihre Worte nachvollziehen!
    Ich habe mich ja bereits des öfteren bei Ihnen ausgeweint, weil meine unausstehliche Kollegin sich bei mir dermassen anbiedert, dass es einfach nur noch ekelig ist.
    Dieses ewige „guck mal hier – guck mal da“, dieses widerliche Klein-Kinder-Gehabe nach dem Motto „bin ich nicht süss?“ (Antwort: definitiv nicht!!) und das Überhäufen von Geschenken ist mir nicht nur peinlich, sondern stösst mich in hohem Masse ab. Und ich habe keine Ahnung, wie ich ihr klar machen soll, dass wir wohl am besten miteinander auskommen könnten, wenn sie mich einfach nie wieder anspräche. Ansonsten bleibt mir eben nur, ihr etwas sehr Böses zu wünschen…
    Es entspricht nicht meinem Wesen, zu jemanden gemein zu sein oder ihm wehzutun. So bin ich gezwungen, mehr oder weniger freundlich zu bleiben. Ich wünschte, ich könnte ehrlich sein und ihr auf den Kopf zusagen, was ich von ihr halte, aber ich kann es einfach nicht.
    Dies stellt in der Tat ein richtiges Problem für mich dar.

    Wahrscheinlich sind wir einfach zu gut für diese Welt!

    • C. Araxe sagt:

      „Wahrscheinlich sind wir einfach zu gut für diese Welt!“
      Harhar.

      Wenn es sich um eine Kollegin handeln würde, dann hätte ich damit weniger Probleme, deutlich zu werden. Nur habe ich eben bei einer Lehrerin so meine Bedenken, ob das nicht Konsequenzen für das kleine Monster nach sich ziehen würde.

    • Sicher ist es nicht einfach, dass das kleine Monster dieser Person ausgeliefert ist. Vielleicht sollten Sie hier gute Miene zu bösem Spiel machen.
      Mit der Kollegin muss ich aber jeden Tag auskommen und ständig auf der Hut sein, kein falsches Wort zu verlieren, wenn sie über andere Mitarbeiter schrotzt und stänkert. Stimme ich nur ein einziges mal ein, tratscht sie sofort weiter, dass die Frau Sünderin das und jenes gesagt habe. Ich traue ihr einfach nicht über den Weg.
      Sehr anstrengend!

    • C. Araxe sagt:

      Dann müssen Sie sich halt noch einmal Ihre bösen Gedanken zu Nutze machen. Hat ja schließlich schon mal geklappt. *g*

    • Lexx77 sagt:

      Ehrlichkeit währt am Längsten So heisst es doch oder? (oder so ähnlich jedenfalls)

      C’est le ton qui fait la musique

      Ich glaube mit diesen zwei Sätzen lässt sich vieles bewältigen. Und dann, ganz zum Schluss können wir nicht die Verantwortung dafür übernehmen, wie ein anderer Mensch unsere gesagten Dinge aufnimmt. Wir können sie noch so sanftklingend, freundlich, nett und bestimmt sagen – der Andere kann sich dennoch entscheiden diese misszuverstehen. Ob bewusst, oder unbewusst. Doch auch als Vorbildfunktion würde ich versuchen einen Weg der „netten Ehrlichkeit“ zu finden. Falls sie es dann immer noch nicht versteht, ist es sowieso ein hoffnungsloser Fall. Da kann man nichts machen.

    • C. Araxe sagt:

      Allerdings kann es auch bei „netter Ehrlichkeit“ nach hinten losgehen und das möchte ich eben ungern riskieren.

    • Lexx77 sagt:

      Tja Da fält mir doch glatt noch ein Spruch ein:

      No risk no fun!

    • C. Araxe sagt:

      Bei Muttertieren kann es vorkommen, dass sie bei Angelegenheiten, die den Nachwuchs betreffen, zu weniger Späßen aufgelegt sind. Und dabei muss es sich noch nicht einmal um Glucken handeln.

    • Lexx77 sagt:

      Verstanden Ich meinte ja nur… *schluck*

Kommentar verfassen