Mittwoch, 13. April 2005


Schöntrinken

Gestern Abend sollte ich missioniert werden. Das Heil war angeblich auf ein paar CDs verborgen – die Botschaft, um aus mir eine Tocotronic-Jüngerin zu machen. Eilige Alkoholika wurden ins Gruselkabinett eingeschleust. Aber diesen hinterhältigen Versuch einer Beeinflussung bzw. Einflößung habe ich sofort durchschaut und dementsprechend boykottiert. Pure Langeweile darf niemals siegen. Die Musik finde ich sehr unspannend und die Texte arg bemüht. Und damit habe ich so meine Probleme, mit dem Bemühten. Aber Geschmäcker sind halt verschieden, was auch gut ist. „Wat dem eenen sin Uhl, is dem annern sin Nachtigall.“ Musik kann sehr wichtig sein (siehe unten), ist aber auch nicht alles.

- 2005.04.13, 9:53
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20 Responses to Schöntrinken

  1. Misverständnis! Liebe Frau Araxe,
    die diversen Alkoholika wurden nicht ins Gruselkabinett eingeschleust, damit Sie sich Tocotronic schön saufen können (das ist nämlich gar nicht nötig!), sondern für die Sünderin selbst; wars doch als Versuch gedacht, Sie, verehrte Frau Araxe, schön zu trinken!
    Dass das nicht gelungen ist, lag wohl daran, dass ich mich stundenlang bei Interpol rumgelangweilt habe – da nützten auch Tocotronic letzendlich nichts mehr! 😉

  2. Also bitte, Frau Araxe, die Sünderin lügt NIE!

  3. Ich werde das Gefühl nicht los, daß es sich hierbei hierum handelt. 😉

  4. Ich habe Wunden gesehen…..
    (aus: „Ich habe Stimmen gehört“, Tocotronic)

  5. komma.vorbei sagt:

    Ich kann mich Ihrem Urteil zu Tocotronic nur anschließen. Mir wurde die Musik nicht nur aus der Konserve aufgedrängt, ich musste mir das auch noch LIVE antun: eine befreundete Journalistin, die eine Konzertkritik schreiben sollte, nahm mich mit. „Schrumm, Schrumm, Schrumm“ ging’s den ganzen Abend, was beim (sehr) jungen Publikum aber so gut ankam, dass einige von den dünnen Jungs sogar über den Köpfen der anderen schwebten. Nach der 4. Zugabe waren Konzert, meine Nerven und meine Ohren am Ende.
    Also: Geschmäcker bleiben verschieden und auch bei mir ist jeder missionarischer Eifer in Richtung Schrummschrumm vergebens.

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